Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
393
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4 Theil. 3SZ

Wahrzeichen der Sängerinen des Trauerspiels/ alsvielmehr derjenige»/ die sich auf die Tonkunst leg«tcn ) / indem dieselben/ sie mochten

5, auf der Flöte blasen oder die Citbar spielen- sowohl^ jn der Tragödie als in der Komödie ein solch lan-ges Gewand trugen.

WaS nun den zweiten Punkt oder das Besondereder tragischen Maske betrift/ wie diejenigen sind/welche man auf dem Marmor sowohl / als auf un-serm Kupfer rechr gut unterscheiden kan/ so schrän-ke ich mich auf folgende Bemerkungen ein.

Was ich schon vorher ohne Hülfe irgend einesDenkmals für gewiß hielt/ und was auch jene hät-te» annehme» solle»/ welche aus dem Grunde/ weilsie auf Denkmalen der Kunst die Masken immerscheußlich und gleichsam zur Beschimpfung unseresGesichts vorgestellt sahe»/ der Meinung waren, daßdie Alten zufolge der Physiognomien/ die sie auf. dem Theater liebten, einem verdorbnen und ekel-^ haften Geschmak gefolgt seiend) was ich schonvorher für gewiß hielt/ sage ich / daß nämlich die Alten/statt durch die tragischen Masken häßliche Gesichter vor-zustellen / oder die gewöhnlichen Züge des menschlichenGesichts zu verzerren, vielmehr darauf dachten, dieangenehmsten aufzusuchen/ die vorzüglich geschikt wä-ren, i» uns zugleich die Idee der höchsten Schönheitzu erweken, um mit dem Charakter der Person/ wel-che der Schauspieler in der Tragödie vorstellte/ über-einstimte: dieses bemerke ich nun hier auf dem Mar-mor. Eine andere Bemerkung, die ich indessen nichtfür neu ausgebe/ weil ein jeder sie schon gemachthaben wird/ und ohne das gegenwärtige Kupfer auch

i) Ilerenn. I. 4. e. 47.

2? Du Los rsilex, sur I» xossle. et?.