Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
359
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Z Theil.

Das Merkmal, von welchem ich rede/ ist dasGewinde/ welches diesen Kopf wie eine Schlangegckriimt umgibt, und das Löcher hat/ die gewißhier angebracht sind / um darin das noch Fehlende! des Kranzes zu befestigen/ wovon das so gekrümteGewinde gleichsam der Stiel oder vielmehr die Un-terlage bildet. DaS/ was in diesen Löchern befestigt- werden sollte / kaii man/ wie ich glaube/ am bestenaus dem Blumengewinde ersehen/ welches das Haardes Antiuous auf dem beigefügten und mit Nu-mero iLv bezeichneten Marmor umgibt; wiewohlBciniti in seinem Commentar/ den er über ebendieses Basrelief herausgegeben/ sich eben so wenigdarauf eingelassen hat,- obgleich dieses das einzige! lvar/ wodurch er seinen Lesern eine nicht zu verach-tende Gelehrsamkeit zeigen konte.^)

Der Kranz nun/ welchen Antinons auf dem! gedachten Marmor hat/ besteht aus Lotusblumen/welche die Ägypter in Alexandria nach dem Anti-»ous nanten Antinoeia. Da ein Dichter zuden Zeiten des Hadrianus .vahrnahni/ daß einebesondere Art von Lotus die Farbe der Nose/ nurvon einer dunklern Nöthe/ habc,^) hingegen dieBlüthe der andern Art himmelblau sei:^) so sagte-r, um sich diesem Kaiser gefällig zu machen/ daßjene Blume aus dem Blute eines Löwen entspros-sen sei/ welchen derselbe in Mauritanien/ einem anSlMten gränzenden Lande / wo AntinouS gestor-ben war, getödet hatte. Indessen rührt die Gewohn-heit/ das Haupt des AntinouS in allen Abbildun-gen mit Lotusblumen zu bekränze»/ nicht von die-

1) Lorloni collcct. ant. R.oin. tak. 9.

2) ^tken. 1. 16. 6. n. 21.^

/ 3) Inst. plant. 1. 6. c. 10.

4) 1. e. Lalmas. in 8o1!n. x.9.76.