Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
186
Einzelbild herunterladen
 

1L6 Denkmale.

zu Werke zu gehen. In der That mußte sich auchApollo/ als der Vater des HektorS, wofür diealten Dichter Stesichorus/ Euphorion undAlexander aus' Zltolien ihn ausgeben/') bei daEntscheidung des SchiksalS seines Sohnes interessiren,Als er ihn aber endlich in der Waagschale sinkensah/ so widersezte er sich nicht weiter den umvie.derruflichen Beschlüssen in Ansehung dessen Todes,Es könte aber auch das Gewand/ das Apollo mitder Linken in die Höbe hält/ auf das weisse Tuch(msppÄ) anspielen/ mit welchem die Prätorc» zuNom in dem großen Renkreise («>>'«>>») das Zeichenzum Abfahren der Wagen gaben/ wie man diesesauf einem Basrelief abgebildet findet/ welches ehe-mals in dem Hause B arbe ri n i war/ nachher aberin andere Hände gekommen ist. Den in demselbenAugenblikc / wo H o m e r u 6 das Schiksal der beidenHelden abwägen läßt/ schikten sich diese an zumKampfe/ so daß etwa Apollo durch die aufgeh-bene Hand und durch das nach Art der Prcitmnin die Höhe gehaltene Tuch ihrem Schiksale freie»Lauf zu geben scheinen könte. Diese im Cmoschon in den ersten Zeiten der römischen Republikbeobachtete. Gewohnheit/ deren Veralte Dichter En-niuS Erwähnung thut/^) erhält vielleicht durchdiese Schale sowohl ein noch höheres Altertum alsauch einen frühern Ursprung/ und ist wahrscheinlichgleich vielen andern alten Gebräuchen von den He-truriern her angenommen worden.

Die Weglassnng des Buchstabens v in der Mit-te des Namens Apollo/ so wie die des Buch-

2) Kurt.«)!. lnl). 23^

Ä) «liviuat. I. i. c.