Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
29
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2 Th. 4 Absch,!. 29

mg war. Sie belagerten die Hauptstadt/ welcheaber von Meleager so tapfer vertheidigt wurde/daß die beiden angreifenden Brüder seiner Mutterihr Leben dabei verloren. Althäa/ die über denVerlust derselben äusserst betrübt war, und gegenihren eignen Sohn in Wuth gerieth/ überhäufte ihnmit tausend Verwünschungen und bereitete ihm selbstden Tod. Gegen eine so unmenschliche Mutter auf-gebracht/ verließ Meleager die Vertheidigung derStadt und zog sich in das Zimmer seiner GemahlinKlcop atra zurük. ?) Darauf ängstigten die Feindeso scbr die Belagerten/ daß die Ältesten dcs VolkS/die Priester und die nächsten Anverwandten sich zumMcleager begaben/ um seinen Zorn zu besänftigen.Sein Vater selbst warf sich ihm zu Füßen: alleinvergebens; den er weigerte sich standhaft/ die Waf-fen wieder in die Hand zu nehmen. Als endlichdie Stadt bereits zum Theil in Feuer und Rauchstand/ und MeleagerS eigenes Haus in Gefahrkam/ erweichte Kleopatra durch ihre Thränen dasHer; ihres erzürnten Gemahls/ und brachte ihn da-hin, die Vertheidigung der Stadt von neuem zuübernehmen.

Unser Künstler hat sich pünktlich an des Home-ruö Worte gehalten/ indem er auch sogar daSBetteangedeutet hat/ auf welchem dem Dichter zufolgeReleager mit der Kleopatra saß/ und seinemgegen die Althäa gefaßten Unwillen und Zornnachhing. Eben dieses Bette stellt das Zimmerund das Haus MeleagerS vor/ wie er schonvon den Feinden/ welche die Hand an die Schwerterlegen/ umringt ist. Kleopatra umfaßt seine Kniemid thut daS/ waS vorher sein Vater gethan hatte/

>) I?.. 7. IX. v. 55,.