2 Th. 1 Abschn. 11
an den beide» größern weiblichen Figuren die Köpfeund ein Theil der Brust / so wie der größte Theildes PortalS/ von nener Arbeit sind. Nun sieht aberjeder leicht ein/ wie sehr dieses die Bedeutung ver-ändern und die Erklärung erschweren könne. Ichglaube daher nicht/ daß ich die wahre Bedeutung ge-funden habe/ wiewohl der Leser/ wegen der Schön-heit der Zusammenseznng und der nicht übel gera-thenen Zeichnung/ dieses Denkmal wohl eines BlikeSwürdigen darf.
Ich habe auch den Muth nicht sinken lassen,über seine Bedeutung etwas sagen zu können/ indemich meine vorige Meinung aufgegeben und nunmehrannehme/ daß auf demselben vielmehr VulcanuS/wie er die Pandora verfertigt/ vorgestellt sei. Diehalbnakte Figur kaii Venus sein/ welche sich mitden übrige» Gottheiten vereinigte/ um derselben alleGeschenke und Vollkommenheiten, die eine jede vonihnen ertheilen konte/ zu verleihen. Die jüngereweibliche Figur/ welche die Venus zu liebkosenscheint/ kau die Pithv/ Götti» der Überredung undeine der Gratien/ vorstellen/ wie sie die Mutterbittet/ bei der Bildung der Pandora mitzuwirkenund ihr Reize mitzutheilen. Die Statue dieser Fi-gur, die um so viel kleiner als VennS selbst ist/schikt sich ausserdem recht gut für eine ihrer Töchter, i)Die dritte weidliche Figur, die ebenfalls eine Göt-tin zn sein scheint/ kau man wegen des ihr aufge-sezten neuen Kopfes nicht naher bestimmen. WendaS/ was ich hier über diesen Marmor sage/ wahrWare/ so würde die Verstümmelung desselben um somehr zu bedauren sei»/ da wir dadurch der Abbil-dung der Pandora verlustig geben/ welche man bisizo noch auf keinem einzigen Kunstwerk gefunden
>) ?rocl. in Nesiod. I, >. x. 3».