Zwei und zwanzigstes Kapitel,
L e u k o t h e a.,
i.
fNumcro 54.Z
Die Statue Numero -S-Zl/ die in der VillaCnner Eminenz des Herrn CardinalS Alexan-der Albani befindlich ist/ hat eine mehr alsmtiirliche Größe und stellt die Göttin Leukotheam, wie ich hernach beweisen werde.
Anfänglich nante man diese Statue Rumilia/ein Name/ den man von Alexander Maffeiborgte/ weil dieser einer ähnlichen kleinen Figur/bic ans einer Gemme eingeschnitten ist^) und einkleines Kind in ihren Armen hat/ den Namen Rumi-lia gibt/ einer Göttin/ die kaum bei den Römern/Heiden Griechen aber gar nicht bekant war. Allein dieErßnder dieser Benennung haben nichr bedacht,-W sich von einem dieser Göttin zu Rom errichtetenTempcl oder einer Statue keine Spur finde. Ebenso wenig Scharfstn haben sie bei der BetrachtungderSculptur dieser Statue gezeigt/ welche/ wie derAugenschein lehrt/ offenbar das Werk eines dervornehmsten griechischen Künstler ist. Sie begnügtenßch damit, einen Namen aufgefischt zu habe»/ dersich mit einiger Wahrscheinlichkeit darauf verwen-den ließ.
Unter diesen Betrachtungen schloß ich also zuerst
l) . t. 3. tav. 75.