Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
323
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1 Th. 2 Abschn. 32Z

immer die Anzeige einer Gottheit ist. Auch köiiteman diesen Rang der Figur schon aus dem genauenund ruhigen Umgänge mit der andern Figur schlie-ßen/ welcher sie völlig zu gleichem Range mit erhebt;den Sterbliche durften ihre Augen nicht furchtlosoder ungestraft aufheben/ eine Gottheit anzusehen.Nur das Pferd/ das auf den ersten Blik die Bedeu-tung dieser Kunstwerke noch dunkler macht/ gibt ei-niges Licht/ um sie aufzuklären.

Nach dem geflügelten Pferde Pegasus gibt eskein berühmteres und mehr besungenes Pferd in derMythologie, als daS/ welches Arion hieß. Die Fa-bel erzählt/ daß Ceres/ um Neptuns verliebtenNachstellungen zu entgehen / sich in eine Stute ver-wandelt ; der Gott darauf auch PferdeSgcstalt annahm/und so seinen Willen erreichte. Die Geburt aus'dieser Begattung war das Pferd ArivN/ dasmit der Fähigkeit zu reden begabt war. Die beidenGöttereltern ArionS sind vielleicht die auf den bei-den Kunstwerken; und die Mähne des Pferdes aufdem ersten Marmor bei dem Bette/ worauf die bei-den Figuren sizen/ scheint eine gewisse Vertraulich-keit anzudeuten/ wie sie zwischen Kindern und El-tern ist.

Die vermuthliche Ceres hebt den Schleier indie Höhe/ wie die Bräute nach vollzogener Ehe. DasBette würde also das Hochzeitbette/ von denRömern genant/^) sein/ über welches man

einen besondern Genius annahmt) der hier der

lEs ist i» der Stelle desPlut »> r ch u s nur von einem G e-