Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
321
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1TH. 2Abschn. 3 2i

von Sardes auf Münzen/^) tragen einen ähnlichenHauptschnink. Daraus läßt sich die Meinung desGori rechtfertige»/ der eine Figur mit gleichem Pu-ze/ die sich auf einer Vase gemalt findet, eine Junoncnt. 2) Hätte Haym dieses gewußt/ er hätte keinBedenken getragen/ den mit gleichem Schmuk gezier-ten Kopf/ der sich auf einer Münze von Argos ge-prägt findet/ für die Juno anzunehmen.^) EineFrau mit einem Gewände/ und folglich in diesemUmstände unsrer Figur ähnlich/ gemalt auf einer zu-sammengcwikcltcn Windel in einem der Gräber deralten Stadt Tarquinii/ die in der Nachbarschaft vonCorneto entdekt sind: diese Frau könte also dieselbeGottheit vorstellen, oder auch die CereS/ deren ver-stümmelte Bildsäule in den Trümmern ihres Tempelszu EleusiS/ nach Pococks Erzählung/') einen zir-kelförmigen zwei Fuß hohen Zierat auf dem Kopfeträgt. 5) Was auf dem Kopf einer andern weibli-chen Gottheit auf einer Münze ein Getraidemaß zusein scheint/6) wird vielleicht dasselbe sein.

Ferner ist der Hauptschmuk unsrer Ceres mit einemLorbeerkranze / wie es scheint/umwunden/ und gleichetdarin dem Schmuk der Juno bei dem kurz vorherangeführten Dichter Alkman/ obgleich bei diesemder das umgebende Kranz von Blumen war.

Wir bekommen also hieraus mehr Licht für dieseStelle des A thenäu S/ die dessen Erklärer nicht rechtverstanden haben.

1) ZVum. Mus. ?!san. tsk. 23. 47. 64.

2) HIus. Ttrusc. lad. 167.

3) l'esoro. Lrllan. t. 1. p. 23i.

4) Oescr. ok tke Last, vol. 2. part. 2. p. 171.

5) tJft ohne Zweifel ein Nimbus.)

6) Lxanliem. äe xrazst. num. t. 1. ^>.104.