Drittes Kapitel.
Juno.
lNumero t-i u. jA.ZI.
Ich zweifle nicht, daß man die Bildsäule in Lebens-größe/ Numero i'i, die sich im päbstlichen Gartenauf dem O.uirinal befindet, für Juno, die de»Herkules säuget, erkennen wird; so wie ein grie-chisches Singedicht uns lehrt/ daß sie vor Altersgebildet war. Das Diadema unterscheidet Junovon der Nymphe Adrastea, die dem Jupiter dieBrust gab,^) und die auf einem Basrelief im PalasteGiustiniani vorgestellt ist; ^) wie auch von denPflegemüttern anderer Gottheiten. Die Kabel sagt:daß Herkules als Kind die Warze an HunoSBrust zerrete/ und aus der biedurch versprizten Milchdie Milchstraße entstanden sei.
Zn der Vorrede zu der Beschreibung dergeschnittenen Steine im stoschischen Ka-binet habe ich eine weibliche Gottheit mit der Zan-ge in der Hand gedeutet; sie findet sich in der VillaBorghese auf dem dreiekichten Tisch von hetruri-schem Style, wovon ich hier unter Numero t6 ei-ne der drei Seiten gestochen liefere.
Die Göttin steht gegen Minerva gewandt, undauf den ersten Blik glaubte ich, es sei in ihr die-
>) ^nalecta, t, z. p. 202.Ü
2) iüallim. in »sov. v. 47.
Z) Larwli ant.