Abhandlung tt. 257
und wovon der Kopf verloren ist. Sie stellt aufdem Capitolio im Hofe des Palastes der Conserva-toren und auf ihrem Sokel liest man folgende In-schrift:
chi^KZT' rnoio^.
Diese Inschrift war in dem geschriebenen Verzeich-nisse, aus welchem Reinesius dieselbe genommen/nur leichthin angegeben/ ohne Anzeige des Werks/woran die Inschrift stand/ noch des Orts/ wo siesich gefunden. Sie ist noch bis izo von wenigenoder von niemand bemerkt worden/ und muß beijedem/ der mit der Form griechischer Buchstaben inalten Steinschriften vertraut ist/ ohne Zweifel fürantik gelten. Aber wie soll man den Namen zwei-er griechischer Bildhauer mit einem Werke reime»/!>as in Ansehung der Figur sowohl als der Arbeitihrer Kunst unwürdig ist? Ich dürfte nur antwor-ten/ daß vielleicht irgend jemand unter den Alte»sich in guter Laune das Vergnügen gemacht, dieseAnschrift fezen zu lasse»; aber ich will lieber eineMuthmaßung mittheilen/ welche mir bei der Ver-fassung meiner Geschichte der Kunst einfiel. Ichglaube, daß der Affe ein Gegenstand der Verehrungunter jenen Griechen gewesen sei/ welche sich nachdem Berichte Diodors in Afrika niedergelassen/ dieSitten der barbarischen Völker dieses Landes ange-nommen und die Affen heilig gehalten, so daß diesegriechische Colonie deßhalb (von
Affe) benant wurde. I» dem Kriege des Kö-
1) Inscript. cl. 2. N.62. ^G. d. K. L B. Z K. t5 §>z
2) lG. d. K. SB. ZK. t6 §.Z
Z) 1-. 2v. c. 53.
Aber Diodor sagt nicht, daß die Pithekussä eine grie-chische Colonie gewesen. Meyer.
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