Abhandlung tt. 2-tz
§. 188. Doch ich lasse alles dieses bei Seite undbemerke/ daß man als die lezre Epoche der griechi-schen Kunst das Jahrhundert des TrajanuS/ desHadrianuS und der An tonine betrachten kan.Die Künstler/ aufgemuntert durch diese Fürsten/ diesich durch die Beschüzung der Künste berühmt zu ma-chen wünschten/ scheinen sich ihre Vorgänger zuMustern genommen zu habe»/ und wen sie auch denRuhm derselben in der Reinheit der Zeichnung nichterreichen konten/ so standen sie ihnen doch nicht nach»n der Zierlichkeit und sorgfältigen Vollendung ihrerErzeugnisse.
§. 189. Die Werke, welche TrajanuS unter-nahm/ gaben den Künstlern ein weites Feld / ihr Ta-lent zu zeigen nnd sich berühmt zn machen. Die-ser ewig denkwürdige Kaiser scheinet alle seine Vor-gänger in der Errichtung großer Gebäude übertrof-fen zu haben/ so daß die/ welche sich erhalten ha-ben/ jeden Begrif übersteigen und/ wie Dio vonder durch diesen Kaiser über die Donau «.''dauerenBrnke sagt/ nur dazu dienten/ die äusserste Stärkeder menschlichen Kräfte zu zeigen. Hiervon zeu-get der Bogen des TrajanuS zu Ancona/ dessenBasament ans einem einzigen Stüke Marmor beste-het; in der Länge hält eS sechs und zwanzig römi-sche Palmen und ein Drittheil; die Breite ist vonsiebenzehen und einem halben/ und die Höhe vondreizehe» Palmen. Die Säule dieses Kaisers hatdurch ihre ungeheure Größe der Wuth aller barbari-schen Verheerer Noms getrozt. 2) Sie stand sonstmitten auf feinem prächtigen Forv/ das von Hallenumgeben war/ deren Deken oder Gewölbe von Erztwaren. 2) Von der Bafilica Ulpia und von
>) IIIsI, 1.63. c, >Z. N!e»cr,
2) lG. d. K. 11 B. 3K. 27§. Note.)
3) i. 5. c. i 2.