Abhandlung tt. 227
zugleich einer Statuc im Museo Capitolinv/irelchc für cin Bildniß des CajuS MarinS gilt;und es würde überflüssig scheine» / ihrer zu erwähne»/wen sie nicht in der »eueflen Beschreibung eben diesesMusei wiederum als ein wahri>astes Bildniß dieses be-rühmten Mannes angegeben wäre. SelbstFaber/welcher sich sonst nicht viel Bedenken macht/ unge-wisse Bildnisse zu taufen/ bar sich in seinem Com-meiitar zu den Bildnissen berüvmter Männer vonFulvius UrsinuS gegen die gewöhnliche Meinungerklärt/ weil diese Statne eine runde Kapsel zuSchristen an den Füßen stehen hat/ als ein Ken-zeichen ci»es Senators oder eines Gelehrten/ nichtaber des Marins/ welcher als kein Senator tonteangesehen werden und fern von aller Wissenschaftwar. 2) Mir haben kein Bildniß des Marius we-der in Marmor noch auf Münzen/ und wir könnenuns von seiner Bildung/ ausgenommen was Cicero^)und PlutarchuS von seiner störrischen Mine sa-gend) ans keinem andern Denkmale einen Begrifmache»/ so daß die Benennungen der zwei marmor-nen Köpfe im Palaste Barberini und in der VillaLudovisi/ inigleichen einer Statue in der VillaNegroni/ welche in den Erklärungen des MuseiCapitolini angeführt werden/5) eben so ungründ-lich sind als der für die oben angeführte eapitolinischeStatuc bestimte Name.
K. 167. Da nun die griechische Kunst/ wie obengesagt ist/ auf den römischen Boden verpflanzet war/
i) Lottar! HIus. Lspitol. t. Z. tav. Üo. d. K« 41V.
1 K. 2Z§.)
3) 1 .2. c. >5'.^
6) AIus. Laxitol. t. Z. x. 106.