Abhandlung tt. 211
ersten unter ihren Bürgern/ durch dessen Sieg imRingen bei den olympischen Spielen sie geehrt wor-den/ mit irgend eine Statue wird belohnet haben:so wird auch dieselbe in Alexandria merkwürdig gewe-sen sein/ und sie könte/ da der Kaiser ClaudiusStatuen aus Porphyr/ die von Grieche» in diesenZeiten gearbeitet waren/ aus Ägypten nach Rom kom-men ließ/ zugleich mit andern Kujistdenkmalen weg-geführt worden sein.
Z. i-jZ. Der andere Kopf von schwärzlichem Ba-salt/den ich selbst besize/ ist ein Bildniß/ wie ausden GesichtSzügen deutlich erhellet/ und es laßt sichvermuthen/ daß derselbe ebenfalls einen alexandrini-schen Sieger in den olympischen Spielen vorstelle.Da aber die Ohren von der gewöhnlichen Form sind/so würde folgen/ daß die Statue/ von welcher dieserKopf ist / einen ttberwinder in dem Wettlqnfe zu Wa-gen und zwar einen von den vier ersten kurz vorhererwähnten vorstelle.
Z. Nicht weniger als jene beiden Kopfe
verdienet unter den Denkmalen dieser Epoche einweiblicher Kopf in der Villa Seiner Eminenz desHerrn CardiyalS Alexander Zllbani erwähnt zuwerden: er ist ebenfalls von grünlichem Basalt undauf eine alte bekleidete Brust von Porphyr gesezt.Dieser Kopf scheinet in der lebhaften Schärfe derAugenbrannen/ welche auch an den zwei angeführtenKöpfen sehr empfindlich und lebhaft angedeutet sind,ei» Kenzeichen weit entfernterer Zeiten zu haben.Seine erhabene Schönheit könte uns dgs Bild irgendeiner Göttin anzeigen; da er aber ohne Diadema undohne Hauptbinde ist/ so wird die Vermuthung un-gewiß; man könte ihn vielleicht richtiger für ein Bild-niß der ägyptischen Königinen/ Arsinye oder Be-
») kliii. I. Zg. c. 7. sect. 11.