Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
201
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Abhandlung tt. 20t

dem untern Rande der Brust liefet man NT'l'io-LN0ILI. Hier wird der Betrug offenbardurch die verschiedene Form der Buchstaben in dereinen und der andern Umschrift/ weil in der einendas Sigma rund ist/ das Heisset/ so gestaltet: L,und in der andern spizige Winkel hat/ das ist/ inseiner gewöhnlichen Forin: Überbein ist das Ep-silon rund gezogen: ( , in welcher Form dieser Buch-stabe zu Alexanders des Großen Zeiten nochnicht bekant war/ und endlich ist eS ungewöhnlich,den Namen eines Steinschneiders/ statt des absolutenGenitiouS/ im Nominativs und mit dem Zusaze desWortS LN0ILI auf geschnittenen Steinen zu lesen,ß. 129. Man könte hier einen zerstiimmelten tiefgeschnittenen Stein im Museo des Herrn RitterSVettori zu Rom entgcgcnsczen/ wo man an denmit Rüstung bewafneten Beinen einer verstümmelten

Figur die Umschrift sieht: ...

xnoici, das ist: OnintuS/ Alexanders Sohn,hat es gemacht.') Aber dieses Beispiel/ wel-ches einzig ist/ ka»/ selbst wen noch so viele Beispieledieser Art auf geschnirtenen Steinen gefunden wür-den/ meine Behauptung nicht schwächen/ da diesenicht auf die Arbeiten späterer Zeiten/ wo die Künst-ler/ je schlechter sie waren/ desto mehr durch einesolche Verlängerung ihres Namens ein Ansehen such-ten/ sondern vielmehr auf die geschnittenen Steineder Künstler geht, welche schon in alten Zeiten be-rühmt waren/ und es auch in unsern Tagen sind.

K. lZ<>. Der Kopf stellt übrigens nicht den be-rühmten Athenienser Phocion vor, dessen Namener trägt; und dieser Name muß vielmehr den Stein-schneider anzeigen; deu so wie die Namen der Gott-heiten inSgemein nicht unter ihre Bildnisse geseztj) we schreib. d, ge schnitt. Steine/ 2 Kl. lZAbth.

NUM,)