Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
140
Einzelbild herunterladen
 

Vorläufige

zen der Proportion selbst zu liege»/ vermöge welchersowohl der ganze menschliche Körper als auch dasGesicht bei den Alte« drei Theile hattet) so daßdie Höhe der Stirn gleich war der Länge der Nase/und von eben dieser Länge war wieder das übrigeGesicht bis an die Spize des KinS. Dieses Ver-hältniß war durch die Beobachtung sestgesezt/ undum uns hiervon deutlich zu überzeugen/ dürfen wirnur an einer Person/ die eine niedrige Stirn hat/die vordem Haare über der Stirn mit einem Fin-ger bedeken und uns die Stirn um so viel höhervorstellen; daü wird/ wen ich so reden darf/ derAbelklang der Proportion merklich werden / und wieeine hohe Stirn der Schönheit nachtbeilig sein kaii/wird deutlich in'S Auge fallen. ArnobiuS lehretunS/ daß diejenigen Weiber/ die eine hohe Stirnhatten/ über einen Theil derselben ein Band leg-ten. 5)

§. 66. Die niedrige Stirn wird vom Hora-tius> empfohlen/ wen er tcnu-

«oricl,i besinget; den wahren Sin dieser Worte habendie alten Ausleger dieses Dichters wohl verstanden/indem sie ihn erklären durch ei, fionte,

ex ^Iilcriln^linis cominen^Iuii solet.

Unter den neuern Crklärern erinnere ich michnicht eines einzigen/ welcher den rechten Punkt ge-troffen hätte. CruquiuS verwirret sich und reihetin seiner Idee Eigenschaften zusammen/ welche die-ser «e»!»/,-<»!?! gar nicht zukommen, et ,o-/»m/asagt er/ iaclex csl et inobili-

2Zg.

2) lG. d. K. 5V. 4K- 9 —

3) ^^!v. p. ^2.

liornt. !. csim. Z3. v. 5.