Druckschrift 
7 (1825)
Entstehung
Seite
87
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Abhandlung!c. 97

Friede»/ als nur in den öffentlichen Versandungender zwölf Stamme, die den Staat ausmachten,^)und zu Bolsena in dem Tempel der Göttin Vvl-turua zusammenkamen. Eine solche Regirung,au welcher ein jeder im Volke Antkeil hatte, mußteauf den Charakter des ganzen Volks einen EinflußHaben, und den Geist und Sin erheben, ohne welchedie Übung der schönen Künste nicht gedeihen kan.ES war also der Friede, der sich in Hetrurien durchdie Vereinigung und Macht eines Volks erhielt,welches über ganz Italien herschte, und sich den an-gränzenden Völkern furchtbar machte, die vornehm-ste Ursache von dem Hervorkeimen und Wachstumeder Künste unter ihnen.

§. 10. Griechenland hingegen befand sich um dieZeit, da es Kolonien nach Hetrurien sandte, in einerjammervollen Lage und in beständigen Empörungen,welche die alte Verfassung zerrissen, und den ganzenStaat umkehrten. Diese Verwirrung sing im Pe-loponnese an, wo die Achäer und Zonier die vor-nehmsten Völkerschaften waren. Die Nachkommendes Herkules, um diesen Theil von Griechenlandwieder zu erobern, erschienen mit einem Heere meh-rentheilS aus Doriern von Thessalien bestehendund verjagten die Achäer, worauf ein Theil die-ser Verjagten über die Honier herfiel, aber durchdie andern Achäer von Lacedämon, Abkömlinge deSÄolnS, wieder vertrieben wurde; daher sie zuerstnach Thränen und sodan nach Kleinasien flohen,wo sie das von ihnen eingenommene Land Äoliennanten, und Snumia nebst andern Städten grün-

1) Ilalic. kvin. I. 9. c. 1. I. 10. c.

2) I/iv. I.4. c. 23. I. Ü. e. »7.

3) I. l. c. 2et5.