Numero n.
wegen den ursprünglichen Ausdruk. Hingegen erhielten sich dieflcissig vollendeten Shren unbeschädigt. Die Nase, der Hals/beide Arme, wie auch eine Le»er, welche man der Figur ge-geben, sind neu, überdies noch beide Füße.
Aus Gründe», welche aus der Betrachtung des St»l§der Arbeit uno des mnthmaßlichen Ganges der Kunst fließen,glauben wir den Sturz einer Pallas, wie auch einen drei-seitigen Altar oder großen Leuchtersuß, beide in derdresdner Samlung, iezt erst folgen lassen zu dürfen. DieAbbildung beider Denkmale ist in Beckers Augusteum. t)Hieher gehört auch die Statue der Pallas von Marmor,im lierculanischen Museo zu Portici, welche in der ausschrei-icnden Stellung und im Faltenschlag überhaupt einige Ähn-lichkeit mit dem angeführten Sturz in Dresden hat.
Die Ursache, warum wir jene zwei siz enden Figurenim Museo P i o - C le m e»ti n o in Hinsicht ihres Altersdem Basrelief des K a lli m ach os nachsezen, ist keine andere,als weil man in diesen Figuren den nach aussen auf-wärts gezogenen Augen - und Mundwinkel nicht mehr wahr-nimt: ein Merkmal, welches, wen wir nicht irren, fürdie Denkmale aus dem hoher» 'Altertum entscheidend ist.Hätten Augen und Mund die aufwärts gezogene Richtung,so würden wir kein Bedenken tragen, diefe beiden Figurenin noch ältere Zeiten hinaufzufezen, weil die zuerst genante,gleich den allerältesten für griechisch erkaiiten Werken, i»ihren Zügen einige Ähnlichkeit nur den ägyptischen Denk-malen hat. Die andere zeigt neben sehr vielem Fleiß einehöchst altertümliche Rohheit, Unbeholfcnhcit und Steifheit inder Arbeit. — Man könte sie daher nickt unfüglich mitdem b ar b « r i n ifch e n Genius vo» Erzt, fo wie die-sen mit ihr vergleichen, da auch er das Ansehen von hohe»,Altertume hat, wiewohl man an ihm nicht die auswärts ge-zogenen Mundwinkel und die gegen die Nase gesenkten 'Augenfindet. 2)
Dem Sturz der Pallas zu Dresden geben wir unterden spätern Denkmalen des alten Stnls eine Stelle, weildie Figuren der Riesen bezwingenden Götter, aus den kleinenBasreliefs des vorn über das Gewand herablaufenden Streifs,derbe, tüchtige Formen un» lebhafte Bewegung haben, auch
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2) Man vergleiche 3 B. ZK. 10 §. Note.)