2 Buch, 1 Kap.
gemangelt/ ja nicht einmal angefressen gewesen sei.Die angeführete Mumie zu Bologna kan ferner dar-thnn/ was Pausanias von ansserordentlich großenGewächse» unter ihnen bemerket hat/ indem er sa-get/ daß er Celten gesehen/ die so groß als derÄgypter ihre Todten gewesen/^) und diese Nachrichtwird bestätiget durch die ungewöhnliche Länge dieserMumie/ die eilf römische Palmen hält.
§.6. Was zum zweiten die Gemüths- undDenkungsart der Ägypter betrift/ so waren sieein Volk/ welches zur Lust und Freude nicht er-schaffen schien:^) den die Musik/ durch welche dieältesten Griechen die Geseze selbst annehmlicher zumachen sucheten/ ^) und in welcher schon vor denZeiten des HomeruS Wettspiele angeordnet wa-ren, wurde in Ägypten nicht sonderlich geübet;ja es wird vorgegeben/ es sei dieselbe verboten ge-wesen/ wie man es auch von der Dichtkunst versi-chert. 5) Weder in ihren Tempeln / noch bei ihren
in Äguvten gereist war/ bemerkt in dem Lebe» des h.Antonius, gegen das Ende (n> gZ> opcr, >. i> x> 692,)als etwas Besonderes/ daß er bei seinem Tode in einemAlter von ^05 Jahren noch alle Zähne gehabt. An dennach Europa kommenden Mumien mangeln ost einigeZähne/ wie an der zu S. Marin NoVella in Flo-renz und an der in der Akademie zu Cambridge. (Wcl>I-leton. änlich luonuui. lad, 22, x. 256.) F e a.
1) 1^. 1. r. ZZ.
2) ^rnrnian. IVIsrcell. I. 22. c. 16. in l-ne.
Z) plutarcli. in I-^cui-g, t. 1. p. 53. in pericl, x. >60.
4) 1'kuc^-i!, I. Z. c. 104. I'a^lor. coiument. all inarnior>Lanllvic. x. iZ.
5) Chriisostomus torat. 2. 162.) sagt/ daß nur dieDichtkunst wegen ihrer verführerischen Gewalt nichterlaubt gewesen. Dieses muß jedoch mit einiger Mäßigung