1 Buch/ 3 Kap.
nicht ab; sondern ich kenn? Personen/ auch vonniedrigem Stande/ jenseit der Alpe»/ in welchendie Natur ihr Werk auf das Vollkommenste undSchönste ausgeführet hat; so daß ihr Gewächs undihre Gestalt nicht nur mit den schönsten Menschenjener Länder kau verglichen werden / sondern dengriechischen Künstlern selbst zu ihren reizendsten underhabensten Bildern, sowohl in einzelnen Theilenals in der ganzen Figur/ hätte dienen können.
K. id. Eben so si»lich und begreiflich/ als derEinfluß des Himmels iu die Bildung ist/ ist zumzweiten der Einfluß desselben in die Art zu den-ken/ in welche die äusseren Umstände/ sonderlichdie Erziehung/ Verfassung und Ncgiruugeines VolkS/ mitwirken.
§. l?. Die Art zu denken/ sowohl der Mor-genländer und mittägigen Völker als der Griechen/offenbaret sich auch iu den Werken der Kunst. Beijenen sind die figürlichen Ausbrüke so warm undfeurig als das Klima/ welches sie bewohnen/ undHer Flug ihrer Gedanken übersteiget vielmals dieGränzen der Möglichkeit. In solchen Gehirnenbildeten sich daher die abenteuerlichen Figuren derÄgypter und der Perser/ welche ganz verschiedeneNaturen und Geschlechter der Geschöpfe in eine Ge-stalt vereinigten; und die Absicht ihrer Künstler gingmehr auf das Ausseror deutliche als auf dasS ch öne.
§. 18. Die Griechen hingegen/ die unter einemgemäßigteren Himmel und Negirung lebeten/ undein Land bewohnetc»/ „welches die Pallas (saget„ man) wegen der gemäßigten Jahreszeiten vor„ allen Ländern den Griechen zur Wohnung ange-„ wiese»/" i) hatten/ so wie ihre Sprache malerisch
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