der Gedanken :c.
Ripa/ dem dieses nicht eingefallen ist/ komt mitden gezwungensten Einfällen hervor/ die nicht ver-dienen/ daß sie wiederholet werden.
§. j02. Ich spreche durch den gemachten Gegen-saz unseren Zeiten das Recht der Erfindung allegori-scher Bilder nicht ab: es können aber aus der ver-schiedenen Art zu denken einige Regeln gezogen wer-den für diejenigen/ welche diesen Weg betreten wollen.
ß. 503. Von dem Charakter einer edlen Ein-falt haben sich die alten Griechen und Römer nie-mals entfernet: das wahre Gegentheil von derselbensiehet man in j^des^ Romeyn deHooghe Bilder-sprache. Von vielen seiner Einfälle kan man sagen/wieVirgil von dem Ulm bau mein der Hölle:
— — Il.iiic 8e(lem somnis vul^c»
V»u» teuere feiunt, toliis^ne suk> oinnidus Iiosrevt. 5)S. io^>. Die Deutlichkeit gaben die Alten ihrenBildern mehrentheilS durch solche ihnen zugegebeneZeichen/ die dieser und keiner andern Sache eigensind/ (etliche wenige/ die oben angezeiget worden/ausgenommen/) und zu eben dieser Regel gehöret dieVermeidung aller Zweideutigkeit/ widerwelche man in Allegorien der Neueren gehandelt hat/2)wo der Hirsch die Taufe und auch die Rache/ einnagendes Gewissen und die Schmeicheleibedeuten soll. Die Ceder soll ein Bild eines Pre-digers/ und zugleich irdischer Eitelkeit/ einesGelehrten und einer sterbenden Wöchnerin/sein.
§. 405. Die Einfalt und Deutlichkeit begleiteteallezeit ein gewisser Wohlstand. Ein Schwein/welches bei den Ägyptern einen Nachforsche?
1) Virg. I. 6. I>. -33 — 284.1
2) Hlunä.
)) Lhsn. t.