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3 (1878) Urkundenbuch zur Geschichte des Geschlechts von Schwerin
Entstehung
Seite
95
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Wenn auch die Schriftzüge der Orig.-Urkunde zu keinem Bedenken gegen deren Aecht-heit Veranlassung geben, so doch die mehrfach in derselben enthaltenen grammatica-lischen Fehler und die ungewöhnliche Form des Styls. Hierzu kommt, dass von den sechsSiegeln, welche nach Angabe des Textes an der Urkunde befindlich sein müssten, nurfür drei die betr. Pergament-Einschnitte vorhanden sind. Die Siegel selbst fehlen gänz-lich; in den beiden ersten Einschnitten hängen nur noch die zur Befestigung des Siegelsdienenden Pergamentstreifen. - Doch wenn die Urkunde auch unächt sein sollte, so istdamit die historische Existenz der in derselben erwähnten Personen noch nicht ohneWeiteres in Abrede zu stellen.

65. d. d. in villa Hogendorp 1319 Decb. 5 (feria quarta in vigilia beati pontificis

Nicolai).

Wartizslaus d. g. Slavorum et Cassubie ac Pomeranie dux tutorque incliti Hinricimarchionis ernennt den Grafen Nicolaus von Gützkow zum Richter und Hauptmann interra nostra ex ista parte Svine et infra Penam et in terra Guczecow, bestimmt zu dessenUnterstützung zwei von seinen Vasallen und zwei von den Rathmannen aus jeder derStädte Greifswald, Demmin und Anclam und schreibt vor, wie von ihnen das Recht zuhandhaben sei.

Testes hujus sunt Henningus Bere noster marscalcus, Hinricus Rosenhagen, Ar-noldus de Grambow, Jacobus de Westingbrugge, Hinricus de Zagyns in Cr(ey)sow,Gherhardus Bucholt in Zekeris, Theodericus et Gherhardus de Sverin, milites,nostri consiliarii, necnon omnes vasalli nostri commorantes infra Penam, milites etarmigeri; Johannes Pape et Hermannus Hofnagel consides de Gripeswold, Emekejunior et Johannes Stenbelce consules in Demin, Bernardus de Castro et Scackeconsules in Tanglim.

Nach dem Orig. im Stadtarchive zu Anclam. Gedruckt bei Stavenhagen, StadtAnklam S. 348 No. 36.

66. d. d. ohne Ort 1320 März 2 (in den negesten sundage vor mitvastenej.

Otto van der gnade godes eyn hertoge de(r) Wende unde der Cassuben unde eyn here toStettin gelobt seinem Vetter dem Herzoge Wartislaw, mit seinem Lande, mit Mannen undSchlössern stets zu ihm zu halten und ihm Hülfe zu leisten gegen Jedermann.

Thuge desser dinc sin her Ebele van Jeben, her Hinric Vos, her Hinric vanSverin, her Riebrecht Berlin, her Henning Luskow, her Herman van Deven, herVicke Vos, her Henning van Nyenkerken, her Clawes Luskow, riddere; Jacob vanCopperen, Gerhard van Sverin, Herman Lubbenow, Hartlof van Buddessow, Hen-ning Heydebrake unde de ratman van usen Steden.

Nach dem Orig. im Staatsarchive zu Stettin. Gedruckt bei Höfer, Auswahl derältesten Urkunden deutscher Sprache S. 140 No. 63.

67. d. d. ohne Ort 1320 März 2 (in deme negesten sundage vor mitvasten).

Otte van der gnade godes eyn hertoge der Wende unde der Cassuben unde eyn hereto Stettin verleiht den Einwohnern der Stadt Demmin zum Eigenthum und frei von Dien-