51. d. d. in civitate Lubicensi 1298 Decb. 21 (in die beali Thome aposlolij.
Guntzelinus et Hinricus d. g. comites de Zwerin verkaufen dem Kloster Reynenveldedie Mühlen der Stadt Schwerin für 1624 Mark Lübischer Pfennige.
Testes hujus facti sunt, quorum nomina sunt in hac pagina subscripta, in primoillustres principes, dilecti cognati nostri, duces Saxonie Johannes et Albertus, qui ethoc sub sigillis suis in litteris aliis protestantur, similiter et dilectus noster patruuscomes Nicolaus de Wittenborgh et nobilis vir dominus Johannes de Godebuz cumdomino Hinrico Magnipolensi, qui et ipsi cognati nostri hoc idem sub sigillis suis inlitteris aliis attestantur; sed et milites nostri Fredericus Moltsan, Ludolplius deZwerin advocatus, Olricus Pinnowe, Gherardus Raven, Godefridus de Molendino,Fredericus Ilasenkop, Gerlacus de Ekerenvordhe; item armigeri Bolte Vriberge 1 ),Ekgehardus Smekere, Bolte Hasenkop, Ludolplius de Zwerin, Antonius de Dambeke,Godschalcus Prene, Johannes Halverstad.
Nach dem vom Orig. im Hauptarchive zu Schwerin genommenen Abdruck bei Lisch,Geschl. v. Maltzan I S. 96 No. 38. — Auch gedruckt im Meklenb. U.-B. IV S. 80 No. 2525.
52. d. d. ohne Ort 1299 Juni 24.
Alexander von Dussin (d. i. von Schwerin 2 )) verkauft dem Nonnenkloster in Neu-kloster 25 Mark Einkünfte aus dem Dorfe Minneze für 250 Mark Pfennige mit dem
') Sic! statt Driberge. Vgl. No. 55.
2 ) Es unterliegt keinem Zweifel, (lass der Aussteller dieser Urkunde, Alexander von Dussin, dem Geschlechtvon Schwerin angehört und daher von den Gliedern der gleichzeitig blühenden Familie von Dussin oder von Tessinwohl zu unterscheiden ist, aus welcher um jene Zeit namhaft gemacht werden der Kitter Johannes de Duzein(erscheint urkundlich z. B. am 28. Juni und 1. Octb. 1275, vgl. Meklenb. U.-B. II No. 1368 und 1373; am17. März und 29. Juni 1277, vgl. ebenda No. 1430 und 1440; am 25. Febr. 1278, vgl. ebenda No. 1454; am4. Febr. 1282, vgl. Urk. No. 32) und Johanns Söhne: Ludolf, Johann, Nicolaus, Heinrich, Conrad undBernhard (urkundlich erwähnt am 21.Febr. 1291 bei Lisch, Meklenb. Urk. II No. 36, Ludolf allein auch am 22.Octb. 1320und am 11. Juni 1322 bei Lisch, Geschl. v. Maltzan I No. 152 und 168). Auch die Familie von Dussin magihren Namen von dem Orte Tessin herleiten, wie es sich von dem in Rede stehenden Alexander mit Bestimmtheit nach-weisen lässt; indessen führte jene ihn als Geschlechtsnamen, dieser nur als Beinamen, abwechselnd mit seinemGeschlechtsnamen von Schwerin. Unter den über ihn bekannt gewordenen Urkunden nennen ihn zwei, die vorliegendevom 24. Juni 1299 und die weiter unten mitgetheilte vom 15. Aug. 1318 (No. 59), Alexander de Duzsinoder, was dasselbe sagt, Sanderus de Deescin; in einer den Jahren nach dazwischen liegenden vom 8. Jan. 1302(No. 56) und in einer späteren vom 13. Jan. 1321 (No. 62) heisst er Alexander de Zwerin. Die Gründe,weshalb wir Alexander von Dussin zum Geschlecht von Schwerin rechnen und meinen, dass der Name von Dussinnur ein Beiname sei und seinen Ursprung dem Orte Dussin (d. i. Gross-Tessin) verdanke, liegen in Folgendem:Nach der Urkunde vom 8. Jan. 1302 steht fest, dass Alexander von Schwerin im Dorfe Dussin nicht nurLehngüter besass, sondern in demselben auch seinen Hof und Wohnsitz hatte, den er sich vorbehielt, als er den übrigen,vom Kloster Sonnenkamp herrührenden Lehnbesitz an dem gedachten Tage verkaufte. Gleichzeitig verkaufte er auchseinen von derselben Lehnsherrschaft herstammenden Besitz in Minneze und Niendorp. Der Verkauf geschah unterEinwilligung der Brüder Alexanders: Johann und Heinrich. In den beiden genannten Dörfern Dussin undMinneze aber hatte nach der vorliegenden Urkunde auch Alexander von Dussin Besitzungen; denn dieser verkauftnach derselben wiederkäuflich Renten aus Minneze und,. übernimmt dabei Zahlungen, welche aus diesem Dorfe an denBischof von Schwerin zu leisten sind, auf seinen Hof in Dussin. Bürgen für ihn bei diesem Acte waren die KnappenJohann und Heinrich von Schwerin. Muss schon aus diesen Angaben, nämlich, dass sowohl Alexander vonDussin als auch Alexander von Schwerin in Dussin und Minneze begütert waren, dass beide einen Hof inDussin besassen und dass Johann und Heinrich von Schwerin, welche wir aus der Urkunde vom 8. Jan. 1302 als dieBrüd er Alex an der s von Sch w erin kennen lernen, für Alexander von Dussin sich verbürgen, auf die Identitätbeider Personen geschlossen werden, so wird diese vollständig erwiesen durch die vorerwähnte Urkunde vom