major befördert und später zum Kommandanten von Neisse ernannt. Am letztgedachten Orte standsein Regiment in Garnison und dort starb er auch, kurz vor Vollendung seines 48. Lebensjahres, am11. Mai 1747, und ward am 18. Mai in der Hauptkirche zu Brieg beigesetzt.
Neben seiner bedeutenden militärischen Thätigkeit hatte er doch stets auch besondere Sorgfalt seinerBegüterung zugewendet. Die vom Vater ererbten Lantzkronschen Güter: Lantzkron, Rehberg, Janow,Neuendorff und Bartow, hatte er in Folge eines Vergleiches mit seinen Brüdern vom 4. August 1725 —bis wohin sie von der Mutter verwaltet waren — übernommen; 1 ) seine Unterthanen hatten ihm am 7. Fe-bruar 1726 den Eid der Treue und Unterthänigkeit geschworen, und er war eifrig bemüht gewesen, denWerth seines Besitzes zu heben, indem er neue Strecken urbar machte und viele nothwendige Bauten aus-führte. 2 * Noch kurz vor Ausbruch des Krieges hatte er 1740 das Wohnhaus in Rehberg gänzlich umgebaut.
Die Belehnung mit den väterlichen Lehen in Pommern erhielt er, zugleich mit seinen Brüdern 1715, 1723und 1741 ; 3 > die Mitbelehnung von Wopersnow und Lieps ward ihm bereits 1713 ertheilt. 4 '
Seit 16. August 1731 war er Ritter des Johanniter-Ordens.
Vermält hatte er sich am 22. November 1730 mit Elisabeth Wilhelmine von Wulffen, Tochterdes Preuss. Oberstlieutenants Balthasar Dettlof von Wulffen und der Eva Luise geb. von Beerfelde a. d. H.Lossow. Sie war 19. November 1714 geboren und überlebte ihren Gemal, dessen Bildniss sich nebst demihrigen in Janow befindet.
Das Militärische Pantheon 5 * enthält eine kurze Biographie des Generals.
4. Philipp Bogislav.
1700 -1751.
(2. Sohn von No. 1 [2 Ehe].)
in der Preussischen Armee zum Unterschiede von seinem Bruder (No. 3) nach der Farbe seiner Haare derschwarze Schwerin genannt, 6 ' geboren zu Rehberg 31. Mai 1 700, 7 * war Anfangs Page bei König Carl XIIvon Schweden und nach dessen Tode (1718) Schwedischer Fähnrich. Wie sein ältester Bruder trat aucher nach dem Frieden von Stockholm 1720 in Preussische Dienste, und zwar als Lieutenant bei dem grossenGrenadier-Regiment des Königs in Potsdam, der berühmten Riesengarde, welcher er bis zu ihrer Auflösungnach dem Tode des Königs Friedrich Wilhelm I (1740) angehörte. Als Capitain erhielt er — vermuth-lich für seine Verdienste um die Werbungen 8 » — am 20. Januar 1737 vom Könige die Drostei zu Bis-lich im Herzogthum Cleve und 1738 die Amtshauptmannschaft von Zossen. 1739 ward er Chefder Grenadier - Kompagnie, welches bei diesem Regiment gewiss als eine besondere Auszeichnung zu be-trachten ist. Am 30. Juni 1740 ward er als Oberst zu dem neu errichteten Füsilier-Regiment von Mün-chow, No. 36 zu Brandenburg, versetzt, mit welchem er den ersten schlesischen Krieg mitmachte. Am14. December 1744 ward er Chef des erledigten Varennesclien Regiments No. 31, 9 * kämpfte mit demselbenbei Hohenfriedberg (4. Juni 1745), ward 1745 Generalmajor und erwarb den Orden pour le merite;1746 erhielt er an Stelle seines bisherigen Regiments das Regiment von Polentz No. 13 in Berlin, welchesnunmehr seinen Namen führte. 10 ' Am 16. Mai 1750 wurde er zum Generallieutenant befördert. 11 * Erstarb unvermält zu Berlin 28. October 1751.
Aus der väterlichen Erbschaft war er in Folge des brüderlichen Vergleichs vom 4. August 1725 mitGeld abgefunden worden. 12 * Dagegen hatte er, gemeinsam mit seinem Bruder Jürgen Christoph (No. 6),1726 die Hohenbrünzowschen Güter wieder eingelöst, welche nach dem Tode dieser Brüder an diehinterlassenen Söhne ihres ältesten Bruders (No. 3) fielen. 13 ' Die Belehnung mit den väterlichen Lehen in Pom-mern, wie auch mit Wopersnow und Lieps, hatte er zu gleicher Zeit mit seinem ältesten Bruder erhalten. 14 'Sein Bildniss befindet sich in Janow. Eine kurze Biographie enthält das Militärische Pantheon. 15 '
1) Die Mutter wünschte in Betracht ihrer beständigen Kränklichkeit die Abnahme der Bewirtschaftung; die Kavelung gemäss
den vaterlichen Bestimmungen vom 3. October 1712 konnte aber gewisser Umstände halber nicht stattfinden; daher der brüder-
liche Vergleich. 2) Lantzkronsches Hausbuch. 3) U. B. II. 688, 695, 709. 4) U. B. II. 686. 5) Berlin 1797. 3. Tli. S. 467 ff.
6) In einer Cabinets-Ordre vom 7. Mai 1745 nennt ihn der König selbst: Schwarz-Schwerin. Geh. Staats-Archiv zu Berlin.
Cab.-Reg. (Schles. Krieg) F. 97 e. 7) Im Kirchenbuch zu Iven steht: ein wohlgestalter lieber Sohn. 8) Vgl. bei No. 3. 9) 1806
Regt. v. Kropff in Warschau. 10) Nach dem Tode seines Bruders (No. 3) wurde nunmehr dieses Regiment Jung Schwerin ge-
nannt. Vgl. Anm. 8 auf S. 364. 11) Am 25. August 1750 bei Gelegenheit des grossen Caroussels, welchfcs der König zur
Feier der Anwesenheit seiner Schwester, der Markgräfin von Baireuth, veranstaltete, war er für die „Persische Quadrille" zum
Schiedsrichter ernannt. 12) Vgl. bei No. 3. 13) Vgl. bei No. 6; auch bei Taf. VIII. 17, auf Seite 171. 14) U. B. II. 688,
695, 709 und 686. 15) Berlin 1797. 3. Th. S. 462.
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