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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
Seite
299
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Berlin, Heino Heinrich Reichs-Grafen von Flemming auf Bukow. Dieser, 1632 geboren, standdamals als Oberstlieutenant im Regiment des Generalmajor Bogislav von Schwerin (No. 8), war späterlängere Zeit in sächsischen Diensten und zeichnete sich in den Türkenkriegen aus, 1690 trat er als Feld-marschall in brandenburgische Dienste zurück, ward 1700 in den Grafenstand erhoben und starb 1706. Erwar bereits vorher in erster Ehe mit der 1664 verstorbenen Barbara Gottliebe von Klitzing vermält.

Agnes Dorothea starb 22. Februar 1673 und wurde in der Löbenitzschen Kirche zu Königsberg inPreussen beigesetzt. Ihr Wittwer vermälte sich darauf 1674 zum dritten Mal mit Elisabeth Dorotheavon Pfuel, die erst 1740 starb.

17. Otto Bogislav.

1683 1737.

(Aeltester Sohn von No. 10, Vater von No. 24 bis 30.)

geboren um 1683,war Hauptmann 2 ) in schwedischen Diensten, kaufte später 3 ) das Gut Starnitz imStolper Kreise in Hinterpommern, welches er jedoch 12. October 1732 an den Hauptmann von Bandemerwieder verkaufte, wogegen er 10. Mai 1735 das im selben Kreise belegene Gut Vieschen erwarb, 4 ) woselbster 1737 starb.

Die altväterlichen Lehen empfing er 1705 und 1723, 5) diejenigen von Wopersnow und Liepz 1686,1689 und 1713,®) und die der Zuchenschen Güter 1715. 7)

Seine Wittwe, Anna Sophie von Schwerin a. d. H. Wisbur (No. 21) überlebte ihn. Dieselbe ver-kaufte Vieschen unter Zustimmung ihrer Söhne am 5. October 1752 an Franz Christian von Scfimudde, mitdem Vorbehalt, dass das Vieschensche Gewölbe in der Dammschen Kirche ihr und ihren Nachkommen aufewige Zeit verbleibe.

18. Philipp Julius.

16841741.

(2. Sohn von No. 10, Vater von No. 31 bis 33.)

geboren um 1684, 8 ) stand als Hauptmann in schwedischen Diensten, verkaufte durch Vertrag vom 31. Oc-tober 1719 die vom Vater ererbten Güter Mocker und Steglin nebst 2 Kossäthenhöfen in Wisbur für13500 Thaler an die Stadt Cöslin. 9 ) Die gesammte Hand an Wopersnow und Liepz ward ihm 1689 und1713 ertheilt, 10 ) diejenige an den Zuchenschen Gütern 1715. u > Die altväterlichen Lehen empfing er 1705,1723 und 1741, 13) seit welchem letztgedachten Jahre weitere Nachrichten über ihn fehlen.

Mit anderen Lehnsvettern gemeinsam 13 > hatte er am 24. October 1738 auch für sich und seines Bruders(No. 17) Kinder freilich vergeblich Ansprüche auf das Spantekowsche Lehn erhoben. 14 )

19. Felix Bogislav.

1701 1745.

(Aelterer Sohn von No. 13, Vater von No. 34 bia 36.)

geboren 1701, stand 1723 als Fähnrich bei dem Regiment Leibgarde zu Potsdam, der berühmten Riesen-garde Königs Friedrich Wilhelm I, war 1737 Hauptmann, 1741 Oberstlieutenant und bald darauf

1) Vgl. U. B. II. 653. 2) Vgl. U. B. II. 709. 3) Im Lehnbrief von 1723 wird er mit dem Zusatz auf Starnitz bezeichnet.U. B. II. 695. 4) Brüggemann, a. a. 0. 2. Th. Bd. 2, S. 1012. 5) U. B. II. 677, 695. 6) U. B. II. 653, 658, 686. 7) U. B.II. 688. 8) Vgl. ü. B. II. 653. 9) Brüggemann a. a. 0. S. 516. Vgl. No. 13. 10) U. B. II. 653, 658, 686. 11) U. B.II. 688. 12) ü. B. II. 677, 695, 709. 13) Vgl. Taf. X. 31, 32; XI. 16, 17; XIV. 3; XVII. 19, 24; XX. 6, 7; XXI. 3, 4, 6.14) Kunowski, Sammlung der wesentlichsten Urkunden und Actenstücke über die Reluition von Spantekow, Beilage No. 1, S. 12.Vgl. auch Taf. XII. 11.