Druckschrift 
2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
Seite
253
Einzelbild herunterladen
 

Vermalt 1655 mit Sophie Emerentia von Kamptz, Schwester der Frau Anna Maria von Schwerin(vgl. No. 11), welche ihm den Pfandbesitz von Pentin zubrachte. Dieselbe vermalte sich nach seinemTode mit dem Königl. Schwedischen Oberstlieutenant Thomas von Schmidt, als dessen Wittwe sie nocham 3. November 1700 lebte.

13. Gertrud Dorothea.

16401690.

(Tochter von No. 3.)

geboren 1. Juni 1640, vermalte sich um 1660 mit Philipp Julius von Schwerin auf Altwigshagen undWittstock (Taf. XVII. 5), erwarb mit diesem gemeinsam von ihrem Bruder das Gut Ihlenfeld, und starbzu Altwigshagen (Hagen) 7. November 1690.

14. Ulrich Christoph,

1659 1697.

(Aeltester Sohn von No. 5, Vater von No. 36 bis 38.)

ward aus der väterlichen Erbschaft mit Geld abgefunden, ging an den Hof des grossen Kurfürsten vonBrandenburg und ward in dessen Diensten Oberforstmeister des Herzogthums Hinter-Pommern unddes Fürstenthums Cammin, sowie auch Amtshauptmann zu Friedrichswalde (Regierungs-Bezirk Stettin).1673 empfing er seine Pommerschen Lehen 1 ) und war auch noch 1697 am Leben, als sein einzigerSohn starb. 2 )

Vermalt 17. Juli 1659 zu Rügenwalde mit Elisabeth von Güntersberg, Tochter des FürstlichPommerschen Geheimen Raths und Hauptmann des Domcapitels zu Cammin, Matthias von Güntersberg aufFalkenwalde, und der Erdmuth geb. von Pirch a. d. H. Witresen. Dieselbe brachte ihrem Manne das GutPomptow zu und starb vor dem Jahre 1697.

15. Hans Jürgen.

1643 1676.

(2. Sohn von No. 5.)

bezog 13. Juni 1643 das Gymnasium zu Stettin, 3 ' studirte dann bis 1649 zu Greifswald, woselbst er 2. De-cember 1648 promovirte, 4 ) 1650 zu Jena 5 ) und 1651 zu Strassburg. 1652 kehrte er in die Heimath zurückund erscheint im Ducherower Kirchenbuch unter den Pathen des Hugold Dettlof (No. 29). Er pachteteBollentin und später Rossin und ward zum Landrath erwählt. 1673 unterzeichnete er einen Vertragin Vormundschafts-Angelegenheiten, erscheint in demselben Jahr im Lehnbrief, in welchem er zum Gegen-satz von Hans Jürgen auf Pentin (No. 12) der Aeltere genannt wird, und unterzeichnet ebenfalls 1673 imNamen der Ritterschaft den Recess, durch welchen die Pommerschen Landstände der Universität Greifswaldeine Summe von 5000 Thalern bewilligen. 6 ) Er starb 1676 ohne Erben.

Um das Jahr 1660 hatte er sich vermält mit Agnes von Eickstedt, Tochter des Fürstlich Pom-merschen Oberhofmarschalls Dubslaff von Eickstedt auf Rothen-Clempenow und der Ilsabe geb. von Schwerina. d. H. Putzar (Taf. Vni. 28). Dieselbe war Wittwe des Fürstlichen Hauptmanns zu Clempenow, Alexandervon Walsleben auf Werder und Wodarg.

1) U. B. II. 642. 2) Leichenrede auf den Tod des Otto Bogislav von Schwerin, von J. G. Seldt. Stargard 1697. 3) Album

des Stettiner Gymnasiums. Th. I. 4) Gesterding, Pomm. Magazin I. S. 122 ff.; darin enthalten Hans Jürgens juristische Ab-

handlung: de variis mulierum bonis. 1649 widmete Hans Jürgen der Königin von Schweden eine gratulatio votiva pro reducta pace

et adquisita Pomerania. 5) Von dort: Hans Jürgens Disputation de mutua obligatione inter dominum et vasallum. 6) U. B. II. 641,

642, 643.

253