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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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tain im Regiment Colmar und machte 1778 und 79 bei der Preussischen Armee den Baierschen Erbfolge-krieg als Major im Gefolge des Landgrafen Carl von Hessen-Cassel mit. 1 ) Er ward darauf Oberst undKommandeur des Jönköpingschen Regiments, machte 1780 und 1789 die Feldzüge gegen Russland in Finn-land mit und erwarb dort den Schwert-Orden erster Klasse ( das gelbe Band). Seiner berechtigtenTheilnahme am Reichstage enthob er sich 2 ) 1789, als König Gustaf III demselben die sogenannte Ver-einigungs- und Sicherheitsakte vorlegte, welcher der Adel seine Zustimmung entschieden verweigerte.

1792 ward er Generalmajor und im November j. J. General-Adjutant. Aus jener Zeit derWirren nach der Ermordung Gustafs III wird sein sehr edles Benehmen gegenüber dem Regenten, HerzogCarl von Südermannland (nachm. König Carl XIII), gerühmt. 3 ) Ernst Moritz Arndt widmete ihm 1811 einGedicht, in welchem er ihn den edelsten deutschen Schweden in Ostgoililand nennt. 4 ) Im Jahr 1801 nahmer den Abschied und ging auf seine vom Vater ererbten Güter, zu denen er, an Stelle des 1798 verkauftenGutes Beyershagen, die Güter Odensgöhl, Ekhammar und Aketorp in Ostgothland kaufte, welche1826 zu einem Schwerinschen Fideikommiss erklärt wurden. Seinen Wohnsitz wählte er zu Husby. Dortstarb er ohne Nachkommen am 21. September 1828. Ihn beerbte seines verstorbenen Bruders ältester Sohn(No. 34); nur Husby 5 ) selbst verblieb zunächst seiner Wittwe.

Diese war Ulrike Wilhelm ine Gräfin zu Putbus, Tochter des Königlich Schwedischen OberstenFriedrich Ulrich Grafen zu Putbus auf Neppin und Mekow und der Hedwig Beate geb. von Schwartzer,geboren 14. Juni 1762, vermält 2. November 1780, gestorben zu Husby 9. Mai 1843.

27. Gräfin Marianne Eleonore.

1752 1787.

(Aelteste Tochter von No. 23.)

geboren zu Löbnitz 11. August 1752, vermälte sich 28. December 1773 mit dem Kammerherrn WernerDettlof Grafen von Schwerin auf Stegeborg (Taf. VI. B. 3), welchem sie aus der väterlichen Erbschaftdas Gut Idingstad zubrachte, starb zu Idingstad 29. November 1787 und ward im Erbbegräbniss zuLinköping beigesetzt.

28. Gräfin Charlotte Philippine.

1755 1823.

(2. Tochter von No. 23.)

geboren 28. Mai 1755, vermälte sich 1) 14. August 1778 mit dem Königlich Schwedischen Oberst derGarde Wilhelm Freiherrn von Wennerstädt, welcher 1780 starb; 2) mit dem Königl. SchwedischenOberst, Hofstallmeister und General-Adjutanten Gustaf Adolf Freiherrn von Klingspor, gestorben20. November 1800, als dessen Wittwe sie am 12. Januar 1823 starb.

29. Freiherr Jacob Wilhelm.

17571763.

(2. Sohn von No. 23.)

geboren 22. Mai 1757, starb 27. Januar 1763, vor der Erhebung seines Vaters in den Grafenstand.

1) Bernhardi, Denkwürdigkeiten des Landgrafen Carl von Hessen-Cassel, S. 100 und 106, erwähnen seiner als täglichen

Gastes an der Tafel des Landgrafen und nennen ihn einen bescheidenen, wackern und gefühlvollen jungen Mann. 2) v. Nordenflycht,

die schwedische Staatsverfassung in ihrer geschichtlichen Entwickelung. Berlin 1861, S. 133. 3) Crusenstolpe, der Mohr oder

das Haus Holstein-Gottorp in Schweden, Bd. 4. S. 325 ff. 4) E. M. Arndt, Gedichte: An den General Grafen Philipp Schwerin

5) Dort war im August 1833 der berühmte Theologe, Professor Schleiermacher, in Begleitung des Grafen Heinrich von Schwerin-Putzar (Taf. XII. 11), zum Besuch und berichtet davon in seinen Briefen.