Vermalt war er mit Barbara Maria von Horn, ältesten Tochter 2. Ehe des Kanzlers und Präsi-denten zu Wolgast, Philipp von Horn auf Schlatkow und Dewitz und der Agnes geb. von Mörder a. d. H.Daskow.
3. Claus Ulrich.
1624 — 1681.
(2. Sohn von No. 1, Vater von No. 8 bis 14.)
geboren 1624, trat in Schwedische Kriegsdienste, nahm 1651 in Stockholm an dem zu Ehren der KöniginChristine veranstalteten Ritterspiel zu Fuss Theil, fungirte am 26. Mai 1654 zu Stettin als Marschall beidem Leichenbegängniss des Pfalzgrafen Carl Ludwig bei Rhein, und focht in der ununterbrochenen Reihevon Kriegen, welche Schweden unter der Regierung König Carls X Gustav (1654—1660) mit Polen, Russ-land und Dänemark führte. So wohnte er vermuthlich auch der dreitägigen Schlacht von Warschau, vom18. bis 20. Juli 1656, bei und machte 1658 den kühnen und denkwürdigen Zug Carls X über das Eis derBelte gegen Kopenhagen mit. In Anerkennung seiner Verdienste ward er am 21. September 1664 von derKönigin-Wittwe Hedwig Eleonore, in Vormundschaft ihres Sohnes Carls XI, mit dem Gut Beyershagenbelehnt, welches er bis dahin nur als Pfandgut besessen hatte. Aus der Erbschaft seines Vaters und seinesältesten Bruders waren auch die übrigen von diesen besessenen Putenitzer Güter auf ihn überkommen,wozu ihm aus der mütterlichen Erbschaft auch noch das Gut Löbenitz (Löbnitz), ebenfalls im FranzburgerKreise belegen, zufiel.
Im Jahr 1673 empfing er auch, mit seinen Vettern gemeinsam, die Belehnung mit den alten Pommer-schen Familien-Lehen 2 ' und 1678 die gesammte Hand 3 ) an den in Vorpommern neu erworbenen Gütern desGeneralmajors Bogislav von Schwerin (Taf. XVII. 8).
Unter der Regierung des Königs Carl XI ward er Oberst eines Regiments zu Fuss und Comman-dant von Stralsund, und nahm 1676—1679 Theil an dem Kriege gegen Dänemark, 4 ) wo er sich be-sonders am 18. Januar 1678 in einem Gefecht auf der Insel Rügen auszeichnete, in welchem der Schwe-dische General Graf Königsmarck den Dänischen General von Rumohr besiegte; vor Kopenhagen wurde erverwundet.
König Carl XI schenkte ihm am 29. September 1679 wegen geschehener Zusetzung seines Vermögensim Kriege auf Lebenszeit das halbe Gericht zu Dammgarten, 5 ) den dortigen Zoll und das dortigeGefalle.
Er starb 1681 und ward am 11. Juli 1695, 14 Jahre nach seinem Tode, zu Dammgarten begraben. 6 )
Er war vermält mit AnnaEsther von Horn, einer Tochter erster Ehe des Kanzlers und Präsidentenzu Wolgast, Philipp von Horn auf Schlatkow und Dewitz und der Anna Esther geborenen von Platen. 7 ) Die-selbe war 1649 geboren, starb zu Ribnitz 26. December 1706 und ward 16. Februar 1707 in der Kirche zuKenz beigesetzt. 8 )
4. Hans Jürgen.
1637.
(3. Sohn von No. 1.)
ward 21. September 1673 auf der Universität Greifswald eingeschrieben. Im Lehnbrief von 1673 wird seinernicht mehr erwähnt. 9 )
5. Hedwig Dorothea. 6. Margarethe Sophie.
(Töchter von No. 1.)
1) Vgl. No. 3. 2) U. B. II. 642. 3) U. B. II. 648. 4) An dem Kriege gegen den grossen Kurfürsten von Branden-burg, also auch an der Schlacht von Fehrbellin 1675, nahm Claus Ulrich nicht Theil. 5) Städtchen im Franzburger Kreise.6) Die dabei gehaltene Leichenpredigt: Unverwelkliche Ehren - Cedern bei erneutem, Grdbmahl Herrn Claus Ulrich von Schwerin etc.ist zu Stralsund gedruckt. 7) Sie war also eine Stiefschwester der Barbara Maria von Horn unter No. 2. 8) Nie. AlvertsStandrede bei dieser Gelegenheit ist in Stralsund gedruckt. 9) U. B. II. 642.
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