1704 in der Schlacht bei Höchstädt verwundet. 1 ) Im Jahr 1709 wurde er 2 ) zu Deventer in Geldern voneinem Capitain von Steinwehr im Duell erstochen und in einer Kirche zu Deventer begraben.
30. Margarethe Dorothea.
1680—1704.
(2. Tochter von No. 22.)
geboren 9. Februar 1680, vermälte sich 2. October 1704 mit dem Königlich Schwedischen HauptmannChristian Albrecht von Parsenow auf Schwarsow und Oster.
31. Graf Hans Bogislav.
1683—1747.
(3. Sohn von No. 22.)
Stifter der Linie Schwerinsburg. (Taf. XII.)
(Siehe Taf. XII. 1.)
32. Graf Curd Christoph.
1684—1757.
(4. Sohn von No. 22, Vater von No. 40 bis 42.)
Er ist der durch den Sieg von Mollwitz, dessen Frucht für Preussen der Besitz von Schlesien ward,sowie durch seinen Heldentod bei Prag berühmte Feldmarschall Friedrichs des Grossen.
Wir können hier von seinem thatenreichen und ruhmvollen Leben nur einen verhältnissmässig kurzenAbriss geben, und müssen im Uebrigen auf die in Bezug auf ihn zahlreich vorhandenen Quellen und Lebens-beschreibungen verweisen. 3 '
Curd Christoph wurde am 26. October 1684 zu Löwitz geboren, seit 1697 von seinem Oheim Dettlof(No. 23) im Haag erzogen, besuchte die Universitäten Leyden und Rostock, und ward am 29. November1699 auch bei der Universität Greifswald eingeschrieben, 4 ) trat jedoch — sehr gegen den Wunsch derSeinigen, welche ihn für die staatsmännische Laufbahn bestimmt hatten, — im Jahr 1700 als Fähnrichin das Meklenburgische Regiment, dessen Inhaber sein Oheim war und welches damals in holländischenDiensten stand. Bei der Kompagnie seines Bruders Bernd Dettlof (No. 27) machte er eine strenge soldatischeSchule durch, focht dann im spanischen Erbfolgekriege unter Marlborough bei Donauwörth (2. Juli 1704)und Höchstädt (13. August 1704), und wurde am 10. September 1705, noch nicht volle 21 Jahre alt, von
1) Liste von des durchlauchtigsten Herzogen von Mecklenburg Regiments, so unter Commando des General-Lieutenantsvon Schwerin. Archiv zu Schwerin. 2) Notizen des Geh. Archivars von Mülverstedt in Magdeburg bezeichnen ihn in jenemJahr als Major; bei Adelung-Sprengel aber wird er nur Capitain genannt. 3) Von den Biographien des Feldmarschalls sinddie bedeutendsten: K. A. Varnhagen von Ense, Leben des Feldmarschalls Grafen von Schwerin. Berlin 1841; LudwigGiesebrecht, Denkwürdigkeiten aus dem Leben Kurds von Schwerin. Stettin 1828; J. G. T öl In er, „Ein Christ und ein Held"oder einige besondere Nachrichten von dem berühmten Generalfeldmarschall Grafen von Schwerin. Frankfurt a. 0. 1758;Dr. K. F. Pauli, Leben und Thaten des berühmten K. Preuss. Generalfeldmarschalls Grafen von Schwerin. Frankfurt undLeipzig 1759; ferner aber sind vorhanden: (Ordensrath König), Lebensbeschreibung. Berlin und Frankfurt a. 0. 1790;Hauptmann von Stamfort, Kurze Nachrichten von dem Leben und Karakter des Feldm. etc., in der Militär-Monatsschrift.Berlin 1785, Bd. 2; Eloge de M. le Marechal Comte de Schwerin. Berlin chez Jean Jasperd 1760; Militär-Kalender aufdas Jahr 1797, Berlin, Lebensbeschreibung Preuss. Generale III.; Allgemeine Preuss. Personalchronik, Berlin 1820, Abrissdes Lebens Schwerins; Vossische Zeitung 1804, Stück 122; König, Milit. Pantheon, Berlin 1797, Th. III. S. 453 ff.;Dr. Friedrich Förster, Friedrich der Grosse, Berlin 1852, S. 305 ff.; Pauli, Leben grosser Helden, Halle 1759, Th. I.-)-S. 61 —130; v. Schöning, die Generale der Preuss. Armee, No. 196; Julius Mebes, Beiträge zur Geschichte des Brandenb.Preuss. Staates und Heeres, Berlin 1861, 1. Bd. S. 352 ff.; Fürst N. S. Galitzin, Allgem. Kriegsgeschichte der Neuzeit,übers, von Eichwald, 3. Bd. S. 336. — Zahlreiche Quellen nennt Varnhagen von Ense in seinem oben aufgeführten Buch. 4) Albumder Universität. Wegen seines jugendlichen Alters ward er nicht vereidigt, sondern nur durch Handschlag zum Gehorsam ver-pflichtet.
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