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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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20. Curd Dettlof.

1646.

(2. Sohn von No. 8.)

geboren 4. Januar 1646, starb vor des Vaters Tode, vor dem Jahr 1658.

21. Helene Sabine.

1647 1706.

(7. Tochter von No. 8.)

geboren 27. Mai 1647, starb zu Gütersberg 18. Februar 1706 als Gemalin des Königlich Polnischen Ritt-meisters Hans Christoph von Arnim auf Gerdeswalde und Gütersberg (f 1709).

22. Ulrich.

16481697.

(3. Sohn von No. 8, Vater von No. 27 bis 39.)

geboren zu Löwitz 18. Februar 1648, bezog am 22. Juni 1664, zugleich mit seinem Bruder Dettlof (No. 23),die Universität zu Greifswald, blieb dort 4 Jahre und ging von dort auf 2 Jahre auf die Universität nachHeidelberg. Am 23. Juni 1673 empfing er die väterlichen Lehen sammt dem Erbküchenmeister-Amt; 1 ) reiste darauf 1674 nach Schweden, um dort Kriegsdienste zu nehmen, kehrte jedoch schon 1675,auf Wunsch seiner Mutter, zurück und übernahm die väterlichen Güter: Löwitz, Antheile an Cummerowund Stretense, zu denen er im Jahr 1694 noch 2 Landhufen in Busow kaufte. 2 ) 1678 ward ihm, seinemBruder (No. 23) und anderen Vettern die gesammte Hand an den Gütern des Generalmajors Bogislavvon Schwerin (Taf. XVII. 8) verliehen, welche derselbe in Vorpommern durch Tausch neu erworbenhatte. 3 >

Er war einige Zeit Commissarius des Anclamschen Districts, ward 1692 Hauptmann der AemterClempenow und Stolpe, und 1694 Königlich Schwedischer ältester Regierungsrath und Schlosshaupt-mann zu Alt-Stettin.

Er starb am 8. August 1697 zu Barth in Pommern an einem schwindsüchtigen Fieber 4 ' und ward am18. November zu Löwitz beigesetzt.

Seit 1675 war er vermält mit Anna Lucretia von Ramin, Tochter des Königlich SchwedischenLandraths Bernd Otto von Ramin auf Stolzenburg und der Ursula Sabina geb. von Berg a. d. H. Werbelow.Dieselbe war im Jahr 1653 geboren und starb zu Putzar am 24. Mai 1745 im hohen Alter von 92 Jahren.Sie wurde nach einer Parentation auf dem Schlosse am 2. Juni in der Kirche zu Löwitz beigesetzt. 5) Diesewegen ihrer grossen Tugend und Rechtschaifenheit belobte Frau 6 ) hatte 14 Kinder geboren und sah in ihrenletzten Lebensjahren bisweilen 46 Personen ihrer Nachkommenschaft um sich versammelt. Ihr jüngsterSohn, der Feldmarschall, bewies ihr die kindlichste Ehrerbietung und feierte ihren Geburtstag jedesmal mitglänzenden Festlichkeiten. Der Hauptmann von Stamfort sagt hierüber in seiner Charakterschilderung desFeldmarschalls: Es war ein rührendes Schauspiel, bei solchen Gelegenheiten zu sehen, wie der alte Feld-marschall nach den ersten Glückwünschungen mit dieser zahlreichen Familie zu den Füssen seiner theuren Mutterhinkniete und sie um ihren Segen bat; mit welchem Vergnügen sie sich dann sämmtlich zu Tische setzten,und wie er nach aufgehobener Tafel mit dieser von der ganzen Versammlung innigst geliebten Frau einenBall eröffnete, der bis in die späte Nacht fortgesetzt wurde, weil sie durch ihre ausnehmende Gefälligkeitund herzliche Theilnahme jeden zur Freude ermunterte und selber um so vergnügter war, je aufgeweckter siedie Gesellschaft um sich her erblickte.

1) U. B. II. 642. 2) ü. B. II. 666. Vgl. U. B. II. 558, S. 384. 3) U. B. II. 648. 4) Am 19. April 1697 unterzeich-

nete er noch ein Schreiben an das Königliche Hofgericht und noch am 3. August desselben Jahres ward ihm das Curatorium,

betr. die Hornschen Töchter, übertragen. Gesterding, Pomm. Magazin, I. S. 56 und V. S. 93, 96, 97. 5) Kirchenbuch zu

Boldekow. 6) K. A. Yarnhagen von Ense, Leben des Feldmarschalls Grafen von Schwerin, S. 149.

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