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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
Seite
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43. Philipp.

1625.

(3. Sohn von No. 17.)

war in Bestallung des Grafen Ernst von Mansfeld, des kühnen Parteigängers des dreissigjährigen Krieges.Derselbe kam im Februar 1625 mit 12000 Mann in England geworbener Truppen nach dem Festlande,verlor aber den grössten Theil derselben, noch ehe er die Landung erzwingen konnte, Philipp gehörte, nachübereinstimmenden Hamburger, Rostocker, Berliner, Leipziger und Frankfurter B / M . Avisen, zu den vielenMansfeldschen Offizieren, welche bei dieser Gelegenheit mit einem Schiffe untergingen und ertranken. 11 Erhinterliess eine Wittwe. Seine Lehngüter Spantekow, Iven und Brünzow beanspruchte sein OheimGeorg Ernst (No. 19) als agnatus proximus und Lebn-Successor; doch machte auch Ulrich (No. 35) Namensseiner Frau der Mutter Philipps Ansprüche geltend. Es muss bald eine Einigung erzielt sein, daUlrich (No. 35) bereits am 20. October 1626, unter ausdrücklicher Zustimmung von Georg Ernst (No. 19),auch den von seinem verstorbenen Vetter Ulrich (No. 17) Philipps Vater herrührenden Antheil Pfand-gutes in Spantekow gegen Erlegung des Pfandschillings, d. h. für 11475 Gulden, an die Wittwe Rüdigers(No. 23) abtreten konnte. 2 )

44. Agnes.

(Aelteste Tochter von No. 17.)

vermalt mit einem Herrn von Viereck in Meklenburg. Wegen ihrer Aussteuer führte ihr StiefvaterUlrich (No. 35) 1618 einen Prozess mit ihrem Oheim Georg Ernst (No. 19), welcher Letztere später, seinerVerpflichtung in dieser Hinsicht nachzukommen, versprach. 3 )

45. Catharina Sophie.

(2. Tochter von No. 17.)

starb in der Kindheit. Ebenso noch 2 jüngere Schwestern, deren Namen unbekannt sind. Eine derselbenstarb im Jahr 1610. Das Grabdenkmal, welche diese Jahsreszahl trägt, befindet sich noch gegenwärtig(1876) ziemlich wohl erhalten im Schlossgarten zu Putzar. Es soll von Hohenbrünzow dort hingekommensein, vielleicht zu der Zeit, als die Mutter der Verstorbenen sich in zweiter Ehe an Ulrich (No. 35) zuPutzar verheirathete. Dies Denkmal zeigt das Reliefbild einer weiblichen Figur in jugendlichem Alter; anden 4 Ecken die Wappen: von Schwerin, von Arnim, von Waldenfels, von der Schulenburg. 4 ) Umher stehtder Sprach Marcus 10, v. 14,15: Lasset die Kindlein zu mir kommen u. s. w. Unter dem Bilde steht:Ulrich von Schwerin und Elisabeth Sophia von Arnim. 1610.

46. Ulrich Wigand.

vor 1651.

(Aeltester Sohn von No. 19.)

besass die Landskron'schen Güter und war Geheimer Kammerrath des Königs Gustav Adolfvon Schweden, der 1632 bei Lützen fiel; es heisst, dass er bei diesem in grosser Gunst stand, wie vieleeigenhändige Schreiben desselben beweisen. 5 )

Vermuthlich war er derjenige Ulrich von Schwerin , welchem am 19. November 1634, als einem Nach-kommen des Grosshofmeisters, die diesem schuldig gebliebene Besoldung ausgezahlt ward. 6 )

Er muss vor 1651 gestorben sein. Wenigstens wird er in dem aus jenem Jahre noch vorhandenenhandschriftlichen Verzeichniss aller damals lebenden Schwerine nicht mit aufgeführt.

1) Pomm. Prov. Archiv a. a. 0. 2) U. B. II. 593. 3) Pomm. Prov. Archiv a. a. 0. 4) Es sind die Wappen der Eltern

und der beiden Grossmütter. 5) Adelung-Sprengel, Mscpt. 6) Vgl. Ko. 5 auf Seite 159; auch U. B. II. 543.

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