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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
Seite
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6.

Spantekower Linie

nebst Linie Iven.

(Tafel VII.)

1. Werner.

1258 1284.

(Siehe Taf. II. 4, Yater von No. 2 bis 5.)

war Kitt er und Vasall des Pommerschen Herzogs Barnim I und besass mit seinem Bruder Oldag (Taf. II. 3,auch Taf. Y. 1) auf der Insel Usedom die Dörfer Lubenze und Redessow (Labörnitz und Retzow), doch ver-kauften sie diese, wie bei Oldag schon bemerkt worden, um das Jahr 1258 an das Kloster Grobe für160 Mark.'> 1277 erscheint er noch zweimal mit Oldag zusammen 2 ) und von 1280 bis 1284 drei Mal alleinals Zeuge der Pommerschen Herzöge. 3 > Wann und wie Werner in den Besitz von Spantekow, das erjedenfalls besessen, gelangt ist, wird nicht mitgetheilt. Seine Söhne waren Gerhard, Oldag, Johann undDietrich; dass diese Brüder waren, dürfte aus einer Urkunde 4 > von 1315 zu schliessen sein, durch welche siesich mit ihrem (gemeinschaftlichen) Schlosse Spantekow in den Dienst des Meklenburgischen HerzogsHeinrich begaben; auch werden Gerhard und Oldag im Jahre 1308 ausdrücklich Brüder genannt; 5 > als ihrenYater aber müssen wir den in Bede stehenden Werner um deswillen ansehen, weil wir die Söhne Gerhard'sund Oldag's (Taf. II. 2 und 3), die allein ausser Werner in der entsprechenden nächst früheren Generationangetroffen werden, und an die allein daher in dieser Beziehung gedacht werden könnte, bereits mit anderenVornamen kennen gelernt haben.

2. Gerhard.

12901319.

(Aeltester Sohn von No. 1, Yater von No. 6.)

So zahlreich auch die Urkunden sind, in denen wir ihm begegnen, 6 ) so bieten sie doch nicht viel überseine Lebensumstände; denn die meisten derselben führen ihn nur als Zeugen auf.

1307 zählte er zu den Käthen des Herzogs Otto I, 1319 zu denen des Herzogs Wartislav IV. Nichts-destoweniger befand er sich 1312 mit seinem Vetter Heinrich von der Altwigshagener Linie (Taf. V. 2)unter den aufständischen Rittern, gegen welche Herzog Otto I sich veranlasst sah, die Hülfe des MarkgrafenWaldemar von Brandenburg nachzusuchen.

Die Nähe des Schlosses Spantekow an der Meklenburgischen Grenze und die Gefahr, die für diesesund für sie selbst jederzeit beim Eintritt kriegerischer Verhältnisse zwischen Meklenburg und Pommern durch

1) U. B. II. 8. 2) U. B. II. 17, 18. 3) U. B. II. 22, 23, 24. 4) U. B. II. 65. 5) U. B. II. 57. 6) U. B. II. 2631,

34, 35(?), 3740, 42-51, 53, 55, 5760, 62, 63, 65.

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