B. Linie Stegeborg in Schweden.
1. Werner Dettlof.
1692—1762.
(2. Sohn von A. 1. (Siebe A. 6), Vater von No. 2 und 3.)
im Gegensatz zu seinem Vater der Jüngere genannt, geboren zu Aurose 31. August 1692,^ trat sehr jungin Schwedische Kriegsdienste und stand zuerst beim Elbing'sehen Infanterie -Regiment des GeneralmajorsClaus von Ekeblad, dann als Sergeant und Feldwebel beim Elfsborg'schen Infanterie - Regiment, 1711 alsFähnrich bei der Garde, war 1712 Lieutenant und machte 1718 den Feldzug in Norwegen unter Carl XIImit. 1720 war er Hauptmann im Regiment der Königin und ward im Schwedischen Adel natura-lisirt. 2 *
Durch den, noch bei Lebzeiten seines Vaters abgeschlossenen, Theilungsvergleich vom 8. April 1721erhielt er Antheile an Aurose, Demnitz, Ducherow und Busow und empfing 1723 die Preussische Bestäti-gung seines Lehnsbesitzes; 3 ) auch im Lehnbrief von 1741 4 > wird er aufgeführt. Jedoch hatte er im letzt-genannten Jahr keinen Besitz mehr in Pommern. Aurose, von dem 1740 noch 2 Bauerhöfe in seinen Händenwaren, scheint, ebenso wie Demnitz, ganz an seinen Bruder Curd Christoph (A. No. 4) übergegangen zusein; seinen Antheil an Busow verkaufte er 26. October 1724 an die Gebrüder Friedrich Leopold und OttoMartin von Schwerin (Taf. XV. 8. 9) für 850 Thaler, und vermuthlich an dieselben auch im Jahr 1727seine Höfe in Ducherow. Dagegen erwarb er neuen Grundbesitz in Schweden: die Güter Sörsa und Stege-borg in der Provinz Ostgothland.
Er ward 1747 Major bei der Garde; 1748 Ritter des Schwertordens; 1751 Premier-Major der Garde,Oberstlieutenant im Elfsborg'schen Regiment; 1761 Oberst und nahm seinen Abschied. Er starb zuStegeborg 23. August 1762.
Vermalt hatte er sich 3. März 1743 mit Maria Freiin Baner, geboren zu Philadelphia in Amerika20. Februar 1708, gestorben zu Stegeborg 14. October 1746; Tochter des Schwedischen Obersten Isaac Frei-herrn Ban6r und der Maria geb. Losquette. Dieselbe war Wittwe des Schwed. Generalmajors FreiherrnSchering Rosenhane auf Torp.
2. Ebba Maria.
1743 — 1762.
(Tochter von No. 1.)
geboren 1743, vermälte sich 3. September 1761 mit dem Königlich Schwedischen Major Heinrichvon Rosenstjerna (+1769) und starb bereits 1762 im Kindbett.
3. Graf Werner Dettlof.
1746 — 1810.
(Sohn von No. 1, Vater von No. 4 bis 8.)
geboren 6. April 1746, studirte in Upsala, war 1765 Canzlist in der Königl. Schwedischen Kanzlei-Expe-dition; 1768 Hofjunker; 1770 Kammerherr der Prinzessin Sophie Albertine von Schweden, Schwester des
1) Laut Kirchenbuch von Aurose. Ein Schwedisches Adelslexikon verlegt den Geburtstag fälschlich auf den 30. August
1694, welcher Fehler sich auch auf die Stammtafel übertragen hat. 2) Die Naturalisation und Eintragung auf dem Ritterhauseerhielt die Nummer 1775 und erfolgte unter dem Namen von Schwerin af Spantekow, im Gegensatz zu der ebenfalls naturali-
sirten Linie von Schwerin af Grellenberg (vgl. Taf. IV. 29. und 30). Da nun die Linie Stegeborg nicht von der Spantekower
Linie abstammt, so ist die Bezeichnung af Spantekow nur dadurch zu erklären, dass — dem Schwedischen Gebrauch gemäss —Werner Dettlof von Schwerin dem bereits früher naturalisirten Capitain Otto Friedrich von Schwerin af Spantekow (Taf. XX. 6),welcher von jener Hauptlinie abstammte, adoptirt wurde. 3) U. B. II. 695. 4) U. B. II. 709.
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