4.
(Aeltere) Linie Altwigshagen
mit der Linie Aurose - Demnitz.
(Tafel V.)
1. Oldag.
1256 — 1291.
(Siehe Taf. IT. 3, Yater von No. 2 bis 4.)
urkundlich Oldagus, Aldagus, Aldachus und Oldwicus genannt, 1 ' war 1256 noch Knappe und zugleich Vogtvon Usedom, 1258 heisst er Ritter und Vasall des Pommerschen Herzogs Barnim I. und Vogt von An-clam. 2 ' 1256 und ebenso von 1262 bis 1285 erscheint er nur als Zeuge der Pommerschen Herzöge, 1256und 1262 gemeinschaftlich mit seinem älteren Bruder Gerhard (Taf. II. 2), 1277 zwei Mal gemeinsam mitseinem jüngeren Bruder Werner (Taf. II. 4), 1278 mit dem Knappen Thidemann (Dietrich) v. Schwerin(Taf. VH. 5), und 1285 mit Johann (Taf. VH. 4), und demselben Dietrich, den jüngsten Söhnen seinesBruders Werner, 1291 war er mit Gerhard (Taf. VH. 2), dem ältesten Sohne seines Bruders Werner, nocheinmal Zeuge für die Gebrüder v. Zagenz. Wie sein Bruder Gerhard auf der Insel Usedom und zwar inCachlin Besitzthum hatte, so gehörten ursprünglich ihm und seinem Binder Werner auf derselben Insel dieDörfer Labörnitz und Betzow. Sie verkauften dieselben jedoch um das Jahr 1258 für 160 Mark an dasKloster Grobe.
Oldag war ohne Zweifel der Gründer des Dorfes Altwigshagen, das nach ihm seinen Namen trägt.
Seine Söhne hiessen Heinrich, Werner, und Oldag; der erste von diesen wird 1305 und 1308 ausdrück-lich Heynricus Oldwiei und Henricus Oldagi filius genannt, 3 ' vom zweiten erfahren wir aus einer Urkunde 4 'von 1313, dass er mit Werner dem jüngeren (seinem Sohne) in Altwigshagen ein Schloss-Zehnten besessen,die am natürlichsten von dem Gründer des Dorfes auf ihn als einen der Söhne vererbt worden waren. Esdient zur Verstärkung dieser Annahme, dass bei der gedachten Urkunde, in welcher der halbe Zehnt zuAltwigshagen durch Verkauf an das Kloster Stolp übergeht, jener Heinrich (No. 2) — also der Bruder Werner's(No. 3) •— als Zeuge sich betheiligt.
Den dritten halten wir aus folgenden Gründen ebenfalls für einen Sohn Oldags. Die nächst ältereGeneration derer v. Schwerin, von welcher Oldag (No. 4) unmittelbar abstammen musste, bestand, sovieluns bekannt, überhaupt nur aus den drei Brüdern Gerhard, Oldag und Werner (II. 2. 3. 4.). Gerhard's Söhnestehen urkundlich fest, zu ihnen gehörte Oldag (No. 4) nicht; Werner's Söhne lassen sich indirectnachweisen und der zu diesen zählende Oldag (Taf. VH. 3.) kann der hier in Rede stehende nicht sein,da dieser 1315 noch Knappe heisst, während jener 1308 schon Ritter war; somit bleibt nur Oldag (No. 1)
1) U. B. II. 5. 8. 11—21. 25. 27. 2) 1277 wird Richard de Gork Vogt von Anclain genannt (U. B. II. 17.) 3) U. B. II.
45 u. 57. 4) U. B. II. 61.
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