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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
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Kaiisch Theil nahm. Als Regiments-Adjutant (seit 1. August 1844) machte er am 18. und 19. März 1848den Strassenkampf in Berlin mit, ward am 14. November des gedachten Jahres zum Premier-Lieutenantbefördert und am 12. April 1849 als Adjutant zu der 1. Garde Landwehr-Brigade kommandirt, deren Kom-mandeur der nachmalige General der Infanterie und General-Adjutant des Königs, von Gerlach, war. Am22. Juni 1852 ward er zum Hauptmann 3. Klasse ernannt, trat am 13. November desselben Jahres zumpraktischen Dienst in das Regiment zurück, und am 10. November 1853 erfolgte seine Beförderung zumChef der 6. Kompagnie. Am 25. Juli 1857 ward er als Major in den Generalstab versetzt und der 2. Di-vision in Danzig überwiesen. Bei der Neu-Organisation der Armee wurde er am 1. Juli 1860 zum Kom-mandeur des 1. Bataillons 7. Pommerschen Infanterie Regiments No. 54 in Colberg und am 18. October1861 zum Oberstlieutenant ernannt. Am 25. Juni 1864 ward er Oberst und Kommandeur des2. Thüringschen Infanterie-Regiments No. 32, welches in Mainz in Garnison stand. Als solcher machteCurd von Schwerin 1866 den Feldzug bei der Main-Armee, mit der Division von Beyer, mit, und übernahmam 11. Juli, an Stelle des bei Hammelburg verwundeten Generals von Schachtmeyer, die Führung von dessenBrigade, an deren Spitze er bei Werbach, Helmstadt und Rossbrunn kämpfte. Nach dem Frieden garniso-nirte er mit seinem Regiment zunächst wieder in Mainz und dann seit October 1867 in Meiningen. Am

22. März 1868 zum Generalmajor und Kommandeur der 10. Infanterie-Brigade zu Frankfurt a. d. Oder er-nannt, nahm er in dieser Eigenschaft Theil an dem Feldzuge 1870/71 gegen Frankreich und erhielt für dieSchlacht bei Spichern, am 6. August 1870, das Eiserne Kreuz 2. Klasse, dessen erste Klasse er am16. August in der Schlacht von Vionville erwarb, in welcher ihm zwei Pferde verwundet, ein drittes unterdem Leibe erschossen wurde, während 2 Adjutanten, die Premier-Lieutenants von Seydlitz und von Ahlefeld,unmittelbar an seiner Seite fielen. Für die Schlachten bei Beaune la Rollande, bei Orleans und Le Mans,in welcher letzterer der General einen Streifschuss an der rechten Schulter erhielt, ward ihm der Ordenpour le merite verliehen; wie auch für sein Wohlverhalten in dem Feldzuge an der Loire das Gross-herzoglich Meklenburgische Militär-Yerdienstkreuz. Von dem Rothen Adler-Orden erhielt er am18. Januar 1860 die 4., 1866 die 3. Klasse mit Schleife und Schwertern, 1871 die 2. Klasse mit denSchwertern am Ringe und 1873 den Stern zu der 2. Klasse.

Der General besitzt überdies seit 1867 das Comthurkreuz des Grossherzoglich Hessischen Verdienst-ordens Philipps des Grossmüthigen, seit 1868 das Comthurkreuz 1. Klasse des Herzoglich Sächsisch-Ernes-tinischen Hausordens, seit 1874 den Russischen St. Annen Orden 1. Klasse; und ist auch seit 1861 Ritterdes Johanniter-Ordens. Am 18. August 1871 wurde er zum Generallieutenant und Kommandeurder 6. Division, welche zu der Okkupations- Armee gehörte, ernannt und stand zuerst in Rheims, dannin Bar le Duo in Frankreich, und kehrte im August 1873 in seine Friedensgarnison Brandenburg a. H. zurück.

Seit dem Jahr 1861 ist der General Mitglied des von Schwerin'schen Familienraths.

Vermalt ist er seit 27. October 1841 zu Berlin mit Auguste Caroline Wilhelmine Itzcken, geboren

23. December 1820, einzigen Tochter des 1822 verstorbenen Kaufmanns zu Berlin, Itzcken und der Carolinegeb. Braumüller.

97. Ottomar Curd Carl.

1818.

(3. Sohn von No. 77.)

geboren zu Königs-Wusterhausen 7. Mai 1818, trat 1835 aus dem Kadetten-Corps als Unteroffizier in das28. Infanterie-Regiment, ward im Frühjahr 1836 Fähnrich, nahm 1839 den Abschied und ging 1841 inHolländisch-Ostindische Militairdienste, blieb dort bis Ende 1848, kehrte 1849 in sein Vaterland zurück, tratin Schleswig-Holsteinsche Dienste, dann 1850 bei der Fremden-Legion in Algier ein, machte den Feldzugauf der Krim mit, wurde 1855 bei dem Sturm auf Sevastopol sehr schwer verwundet, zum Officier be-fördert und mit der Ehrenlegion decorirt. Er lebt jetzt als Pensionair unverheirathet zu Colmar im Elsass.

98. Helene Marianne.

1820.

(2. Tochter von No. 77.)

geboren zu Königs - Wusterhausen 3. Juni 1820, vermalte sich im Februar 1842 mit Hans von Offeney,K. Preuss. Oberst z. D. (f October 1852), als dessen Wittwe sie im Jahre 1870 in Cöln verstorben ist.