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[1] (1665)
Entstehung
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639
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Von dci

bcrizs» 8erk5,zicla , In1iZ8 , , und anbete

Stättemchr/ zuriugs umbher / welche nur der Fischehalben dahin gebauet waren / das allda die Leute jhreNahrungen von den Fischen haben kunten.

Dlß sehen wir auch anderOdetV am Rhein/ anderHapel/anderEpheu / und vielen andern FischerelchenWassern/ Item/ an der offenbahren Seen und alleinMeeren/wie da cm Haussen Starre und Dörfferan dem-selbigen allenthalben umbherliegen. Denn ein Fisch istem sehr fruchtbar Dmg / daß sich gewaltig vermehretund samet/ und sich m den Fließwassern / wie ich selbsterfahren offc vetendert/ ein Jahr hats kleine/ das andermtttelmäsiige/daö dritte grosseFohren öS andere Fische«Dle l^Ii oder Römer haben vor Zeiten viel auffher!-liche Fische gewendet / die sie in ihren Gärten und Hel-deln hauffig gehalten haben»

Wir wollen hiervon auch einwenig melden / jedochzum meisten Von denen Fischen die man hier in diesen La-der findet / andere mögen von den mgen auch schreiben»Es soll aberdiß Buch ^z'.icuticud hecssen/ nachdemExempel der seine fü-iffFischbücher auch al»

so nennet / welche bilkch etn fielssiger Haußwirth auchft^kjsiz lesen ftll.

v cit j)ilcgrc>rla > die ^ischkUnst/

»stein Kschbuch.Besiehe Loatisnr. 1,1). 10. i. 2.Z.4.s. iili. tv.casi. Z6. Z7. ^8. In iecea-

riore ectirionc ists iiber li. ^»er loruin. (.aj. plio^zr.z ^.S^c.Lour.^ci.^eresl>Zcli.^!ianum,^ri^0-

rel. Lolumcl. (-uüel. Äoncjolcrmm»

ko^crum, Lelaerum und dergleichen.

WerdieFistherey erst erfunden hchv.

Fischfang / Vsgelfangund Wildfang ist ohne zweif-le! gewesen von der Welt ansang her- Noch rühmet sichZabulonersey der erste Schiffman und Fischer gewesen/im Iüdischen Büchlein von den Testamenten der KmdetIatob« Denn also schreiben drein Zabulou. Also sprichtAabulon. Darch inEanaanauffsMeer kaM/ hab ichmein Vatter Jacoben mit Fischgejade gejagt/ und wie-wol viel nn Mecr ercruncken / noch bin ich unbeleidigkblieben. Ich habder allererste ein Schlffim Meer zufahren gemacht/ und Gott hat Mir verstand und Weis-heit darin gege ben / und hab hinden am Schiff ein Holtzhl;auß gehen tasien/und hab ein breites Tuch Mitten imSchiffaußgebreitet/ und also im Schiff durchwandertdas Meer / und fischet Fische Meines Vatters Hause/dtß so lange daß wir in Eglpten kommen seyn.

FünkfIahr hab i n gefischet / einem jeden/ den ich sa-he/gab ich/ dazu hab ich auch meines Uarters Hauß zurgnüge versorget. Im Herbst fischet ich / und lM Wmterweidet ich dieHirde sampt meinen Brüdern/je.

Nun wotte ich hier dieses wol gerne verteidigen/ aberwirstehet Noahnut ftiner Schlsfart auff dem rechtengrossen Occsno ln der Sündfinth im Wege.

schrelbetS den vniz zu rcrum vcvrizcrcclere cjocta I viuz. Etllä^e schreibensden ^roonz-Uri^zu etliche andern. Aberichziebe diefts ilur darumban/ daß man der Juden Fabeln und Liigen siehet/ wiedenn alle ihre Bücher voller Fabeln nnnd Lügen ste-rken.Doch haben sie auch bißweiten etwas in vetbalibus,aber mcht mrcs'.ilzu5. -

Dos!!. Capitel.vHr emeNamr nnd^iAensch^M

s dle Fische an sich haben.

Natur und ^V^l dieFische im kalten Wasser ihre WohnNng ha<<"?qcnschM ^ ist leichtlich zu erachten / welcher Natur und

i>eseyn. Eygenschafft sie sonderlich seyn müssen/ nemblich kalterund feuchter Natur/wie dann auch das Wasser kalt undfeucht ist.

Doch sind sie in den (Zraclilzus ihrer czusiitat einan-der ungleich / dennemerist,immer kälterund feuchterNatur/denn der ander.

, Essind auch etliche warmer / etliche truckenerNa-n Md ' kur/aber doch auch in ungleichen czuslirecell.

. Das Saltz können sie nitvertragen/ sondern sie ster--davon/ sonderlich der Ahl.tagen» Wenn emer eine BlutEgel von seinem Beine Nichtbringen kan/so bestrewet er sie mit Saltz.

Wer ein Faß voller Pitzker hat / der bestreue sie MitSaltz / da wird er eine seine ^vurtzweil sehen/ wie sie sichin ein ander wmden/ schlingen und drehen/ davon werde

Fischen. 6)5»

sie fein rein von ihrem Schlam/vi^e csp ur, 46.kujus.

?i5cis ä äiclru>,sprichtlli-jviusIiv.i2,.ca^

7- <^uc»cl ccrlam Sc lierbssliÄum

Das Nl. Capitel,welchen beuten die Lijche gesimdd

seyn/und welchen sie ungesund/ ieyn. /.n-s

sind viel LOmpIexion^derMensch.n / wer nun ^ V,wissenwill/ obihmdieFischegefundoderungesundt s-.'seyn/ der muß seyne Lom plexion wissen/ ob er ein ^30- vLUineus, ?kleLMZricns cl,olencu8)0der ^elaactioli-cN5ist. sU"d.

Die !?li!e»rnzrici sind kalter und feuchter Natur/

Weil nun die Fische auch dieser Natur seyn/ so könnenfieden ?^Ie^mariLis nicht gesund seyn.

Denn also wurde sie vielmehr kalt und feuchte werde/dadurch sie den böse Magen/ schädliche Fieber/ die Was-sersucht/und allerley Kranckheiten bekommen würden.

Den5av»uiuei5 , die warmer und feuchter Naturseyn / und den KlelÄvcKolici z, die kalter und truckenerNatur seyn / können die Fische nicht leichtlich schaden/denn die Fische jhrer kalte halben eine gemeinschafft mitdem Zsn^uiae haben/ den Lkoicriciz , welche hitzig undkrucken sind/denen sind sie gar gesundt.

Jedoch weil ein guter trunck Wein auff die Fische ye» Fische wiehöret/sonderlich wennsweichliche Fische sind/ somöch» t>'ichclichz»iten sie auch den p blsAMzricis nicht viel schaden/wenn sie verderben».Wein drauff trincken/und Nüsse draujfessen möchten/denn weil die Nüsse kruckner Natur seyn / so können siees hinderndaß sie nicht mehr pklegma von den Fischebekommen.

Doch sollen auch die Leuthe / soder andern dreyercomplcxiousind / gleichst» wol Wem auffdie Fischetrincken/ und Nüsje essen/ denn die Ftsche haben bißwek-len ein klein kalt Gifftlem bey sich / und sind übel zuver-deuen/ und faulen einem leichtlich un Magen Aber dieNüsse dienenwlderdie Glfft/ und helffenzur Dewung/weil sie wärmet Natur seyn.

Wer einen s' wachen Magen hat / der voller dösetFeuchtigkeit ist/ der soll sich der Fische gar enthalten/undsie Nicht essen /damit er nicht vbel arger macht.

Bas l V. Capitel»

MelcheFische nach jhrer Are bmMMF

schen gesund oder ungesundt sind.

H'slIr' haben jeho angezeiget/ daß in gemein alle Fische^kalter und feuchter Natur seyn/ aber doch ist gleich-wol ein grosser unterscheid zwischen den Fischen / dennetliche sind gesunder denn etliche.

Hechce/ Parsche / Schmerlen/ Fohren/ und andereharte Fische mag ein jeder wol essen / wenn er gleichkkanck ist/ denn es sind harre Fische.

Ein Febricant soll sich zwar aller Fische enthaltenwek er sich aber gleichwol hart darnach sebttete/ sö möch-te Sr Fohren/Gchmerlen/Parsche und Hechte wol essen»

Darnach sosind anchgebratene Fische alzeitgesun-der a!ß gekochte / denn das Feue? bemwbt jhnen chreFeuchrig^elt. ^

Zum Dritten / so ist auch ein unterscheid der Fische/wegen des Wassers/ darinnen sie wohnen.

Denn Mcerfische sind viel gesunder / denn die man insussen Wasserti sehet / und solches wegen deß Salßes/

Welches die übrige lält und feuchtigkeu in den Fischenverzehrer / einfem hart Fleisch machet und sie vordemFaulen bewahret.

Darumbschet man daß ein gesalyener Hering rohe Asthe/inüuß der Thonen genommen und auffgessen / dem Men-schen Nichts schadet. Vnter den Meerfischen sind auchdie am besten / die in den grossen Tiessen deß Meerswohnen / und allda herauß gefangen werden/ welche die '

grosse Sturmwinde wol herumb getrieben und gejagthaben.

Zum vierdten so sind Fliesfische/ so in dentieffen rin-nenden Fließwassern gefangen werden / sogegenMit-ternacht fiiessen/ darinnen viel Stern und Sande lieget/und wo das Wasser schnell läufst/ viel gesunder/ danndie man in den Seen/ Psülen/ unflätigen Misipfuylch-ten Wassern fahet/ oder auch rn den stmckenden schlam-migen Pfützen undMorast / die gar Mosicht oder mobericht sc!)mecken/dam, sie sind sonderlich ungesund. In-der ^ zo. Hat man auch eme femeNegel.

Hhh lj 5»