Druckschrift 
[1] (1665)
Entstehung
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606
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6o6 Aas Fünffte Buch/

wachsen in allczett und überall lernen/ wo man hin kompr/ und wer kan alle wunder Gottes begreiffen und außforfchen.

El 'llandt was wissen will / der durchwandere nur viel Lande/ und Mereke in dem spruch Mose /lib. 5. cap. 22.vers. 6.

auß zeichne im allerley auss / was er in denselben sihet und Wenn du auss dem Wege ein Äogelnest findest / auff

Schwäm- erfehrel: so w ird er wol zu guten Künsten kommen. einem Baum oder auff der Erden / mit Jungen oder mit

men InEngeland wachsen etlicheVögel auß deSchwam- Eyern / unddaß die mutter auff den Jungen oder auff

Scda5ein men oder Pfifferlingen / sollen eines guten Schnacks den Eyern sitzt / so soltunit die Mutter mit den Iun-

derTarta- su)"- In derTartarey findet man etliche Schaffe/die gen nehmen sondern solt die Mutter fliegen lassen/ un»

rey'außder auff dem Feld auß der Erden Wachsen / wieder Graff dre Jungen nehmen/ aussdaß dtrß wolgche/Und lange

^rdm. ^l)n Herberstem ln seiner Moscau schreibet. Aber wer lebest.

Bas l l l. Gyittl.

Vögel/ ob ^ die Vogel Verstehen kZlMe»

mansie ver- <>CH muß hie dieser Frage gedencken/den mancher mitstehen könne ^dieser Oil^ucscior» seine sonderliche Lust und Freudepfleget zu haben.

Ich habe einen Ebentheuer gesehen / der konte dieLeute vberreden/das er seiner Gense Sprache verstünde.

Aber dem seye nun wte jhm wolle / so siyn doch gleich-wohl bey den Heyden vornehme Leute gewesen / diege-lehrcthaben / daß manderVögel Sprachen verstehenkönne / alsk^clampac l'erekias UNd^pollonius, dererI>Ol etwan gedencket.

Doch hab ich der Leute noch keine in der Welt gesehendie stch mtt den Vögeln hatten bereden können / ob siewol sonsten vlel Sprachen können / es weren denn Psit-Nche und Pappageyen gewesen.

Lc>lirzciu8 Lctnciuz schreibet/ daß die Vögel in der

Vögel sozur Grie-chischen

Sprache

Insel viomccZea eine grosse Lust/ und liebe zur G riecht-< .1? ^ s, ftbeü Sprache haben sollen. Denn es soll da eine Kirche«l! en ^ welche allenthalben grosse Vogel/ fastm dergestalt der Reiger sitzen/haben grosse lange harteSchne-bei: Vnd wen Leute auß Grrechenlandt dahin kommen/sind sie mit ihnen wol znftiden/ seyn still und ruhig / flie-gen auß Liebe zu ihnen / lassen sich angriffen / und essenihnen auß den Händen/und stellen sich auffs aller freund-li i'fie: Wenn aber auß den andern örrern Leute dahinkommen/ oder vorüber schiffen/ so haben sie nur densel-ben gar keine gemeinschaffr / fliegen auch im zu ihnen/vielmals verfolgen sie dieselbigen/ und fliegen / dermas-sen nut ungestiinmlgkeic ihnen auff die Köpffe / daß siedaß sie i.)r viel todten.

^ ^ . Sosoll auch der Schwertfisch oder Meerschwert^ ° K'25gmandt/so gelernig seyn/ daß er d-e Sprachen

!' s i u !tcrs<heiden köime. Denn in der Locrensischen See-

statt / h.tt dicser Fisch eine besondere lust und liebezurGne !'is en Sprache.

Wenn die Llsch'-r an den örtern Griechisch reden so

Sprache.

schwimmen sie mit grosser fteuden zu ihnen zu. So balöesie aber Italienische reden / so schwimmen sie auffö ge-schwindeste widerumb davon.

Der prkolemcus?^ilacie1pku8 , soll ein Htrschettdermassen gewehnet. haben / daß er die GriechischeSprachen verstehen können.

Solch dmg liesetman viel in den Büchern hinundher/dann Gott hat wunderlicheGeheimnuß in die Crea-turen und Naturen aller Gesibepffgesteckt/ die nicht einjeder verstehet oder weiß : aber der Vogelgesang oderSprachen verstehen/ist ein wunderlich seltzam ding.

Ich möchte gern wissen welches ihre erste Mutterspräche gewesen were / und ob ihre Sprache in der Ba-bilomschen contuswo auch mit were verruckt und ver-dorben worden.

Von allerley gelehrigen v5geltt / die

man allerley lehren kan/ und wie man sie

lehret. Amfelil

sind etliche Vögel die man allerley lehren kan/ da- lernen pfs^>^-von müssen wir auch hier etwas sagen. Wenn matt fen/waöjunge?imbftln/ mziculvs, denen dieSchnabelbegin-mansieleh«ncn gebl zuweroen/ in ein Vogelbauer setzt / und ihnen xet.einen gewissen Geistlichen oder weltltchen Gesang vor-pft-ffet/so lernen sie es eygentlich/ und pseiffens endlichnach/wie mane ihnen vorgepfiffen hat.Sie müssen abernnt klein geschnittenen Qchsenhertzen flelssiggespeisset/und alle Tage mit reinem Wasser zum Tranck versorgetwerden.

Die jnngeHenfflinge sind auch wereklich / der bekom- HenffliGmet man umb Pfingsten in den Rebenhauffen der Wein- wo sie msteKberqe/darinnen pflegen sie Nester zumachen/ undIun- und Hecken,ge außzubrüten.

Ä)o man sie sihet sitzen un singeN / da suche man umb-her/nicht weit davon wird man o'as Nest finden : undwo sie ein Jahr Hecken / da Hecken siedle folgendeIahrwieder Es nemen sie etli.l e mit dem Neste auß/und zie-hen sie also auff/ und speissen sie Mit Wasser und genbe-n-em Mohn / anffeinem höltzern Scheufflem. Wenn sie

erwachsen