Druckschrift 
[1] (1665)
Entstehung
Seite
307
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BondttHDlW.

seyn kan/wannviet Hartz auß den Bäumen stellst/döchfleust auß den Dannenund Fichten dasselbean etlichen Oertern so hauffig / daß mans samlet/Und Pech drauß machet/wie man auch den Terpe-Zin zllr Attzney brauchet / und gute Pflaster zurWuudhcilungoamlrbereitet/Irem ZjzjMum ode?Dlcum daraußelicircr , welches alles zu vielenDingen der GeslMdheit dienlich seyn kan. InVoigtland hats viel Pechwalde / wie dannauch amHartz vielHoltzwälde / da man das Hartzoder Bäumezu Pech macht/und manchen grossenNutz und Gewinn davon haben kaN.

Das IV. Capitel.

Vom Holtz vttkauffen.

Holhwteeszu vertauffe».

ist

Capitel setze ich mehrentheils darumb/daßihm eln anderer/ der mit solchen Sachen umb-uchet / hierzu was sonderlichs zeichiren kaN. Aberdas habe ich gleichwol von etlichen gesehen/ daß siegrossen Nutz vom Holtz gefallet/die Rmden davonabgeschelet / und darnach deil Schustern undSchwartzfärbern und alldem vei kaufft haben/daßsie damit schwartz gefärbet. Darnach hbeir sie dasHoltz auch spalten/und in Haussen setzen lasseil/liNdsonderlich verkaufft. Item die Reiffsteckcn/undwas sonsten dergleichen deil Handwercksleittendienet/das haben sie alles zuvo! herallßgelesen/liildsonderlich verkaufft / und also wol z. oder viererlei)Nutz von einem Haw gehabt.

Das V. Capitel.

Welches dae härteste Hojß sey.

hoktz welches ^.Ic Handwercksleute Haltens davor/daß das«m häwstcn ^MerhartesteHoltz das Maulbeerholtz sey/ dieNode!er köllneii kein harter Holtz bekommen/ dar-aufsie dieNadelöhr Machen Solisten ist dasHeiil-buchenholtz das härteste / dal auß die S t ll mach etdie Rade und Nchsen/ulld alldere Handwel ckslelt-te ihre Stiel in ihre Zeuge macheii.DasRothbu^chenholtz brallchen die Ställinacher auch zu deNFelgen Uild andern Sachen. Zu Tischen ist keinbesser Holtz/als vonweiß Erlen Brettern/die sindwieAhömenc Bretter/ Birckene Bretter. Vi?aNbrauchet auch darzu ^ndellBretter/Ahorilellc/EsscheNe Bretter. DaMmb nimbt inail auch das E>schene Holtz nitgerilzum breneN /sondernzuBret-tcm/und allttleySachen imHause/daMl mail lastTiscke/B ancke/und allerley drauß Macheiu

Espenholtz allein ist nit glit zu brellneN / sondernwird mit anderm Holtz verbrandt/ es hak geringeKoblenz gibt keine Asche/und halt kein Feller.

Was die Holtzflössen etlichen Herren vor Nutzbringen / das zeuget die Erfahrung/ ob diß wo! denFischen in kleinen Wassern Schäden thut/sokattman doch in grossen Wassern ohne schaden der Fi-sche / auch das Bauholtz wol fortflüssen / wie mattallenthalben in Teutschland bey Fursteu und Her-ren sihen Aber in kleinen Wassern verkreibts dieFischet Aber eine grosse Herzlichkeit ists / wanttman alle Stätte und DörfferaM Ufer deß Was-sers mit Bau-undBrennholtz also versorgen kan/daß sie es nicht ausoer Achse holen dursten- Dar-nach können sie ihre Nachbarn auch mik Bau-und Brennholtz versorgen. Man ftage inMeisseNdle Muida und Sula / dl Umb was in einem Jahrfür Holtz weggeflössek wird/ undmderMarct dii

HoltzflAsfenburigen gros-sen Nulz.

Elbe/Hafel/SpreMc Birnbaum Hsltz brauchenman auch/aber eswill nicht halten/der Leim Haltsnicht. Vollsten ist es zu formen gut.Zu Tischgem-steil nimbt man gemeiiliglichEichen-Holtz / wel-ches man auck unter das härteste Holtz Mit zu zeh-len pfleget/altein es bricht.

Man solte auch hier von dem UtlderschcidderHöltzuNg jagen/dan es sind mancherley Bucl'.en/

Mailcherley Weiden / !c. Aber das lehret cin jcgli^cheil die Erfahrung wol/'Und lch habe mir hie nichkvorgenommen / gar gründlich und ordentlich voNdiesen Dingen zu schreiben.

Das VI. CaMtVon den Farben / die man von allets

ley Holtz machet.

^Jn gltten Genieß könte ein Haußwirch von ei- Farben auß^ner Holtzuilg haben / wann er nur dieselbezu micricy 570^Farben brauchen wolte/ liild wüste denen Sachen zu wachm.recht nachzugehen / dan nian färbet jchwa. tz/grün/gelbe/ nuc binden und andern Sachcnvon demHoitz/wleauchzum theiluu4.Capit diesesBuchsvermeldet woroen.

Gelbe färbet man mit Aep ffelbaiimewRin deN/wann zuvor dle äusserste graue Rinde gar wegge-schllirteil / uild llullbt darnach die andern Rinden/

Uild kochet sie um ^aUge / biß daß es schier halb ein-gekocht ist / darnach läst mans em wenig k.«lr oder!au!icht werden/drtlcket Alauit eiitzwey/ulldwirffkihn hu .ein/vor 2. PfennigeAlalln kan man T.quarkFarbe machen.Wtil inall aber t i>. Farbe cm welligdicker haben / so schabet man nur cm wenig Kreidedarein.

Item/wann man das jungeBirckenlaubnim-Met / wanns erst außspreust / und erwan als ekttPfenNiilg groß ist/kochcts mit 4auge / uitd thlit A-laun drein/ sobekoMbtmaNauch eine schöne gelbeFarbe.

Auch kan Man mit bemCreUtzbeersafft eine scho>rtgrüne Farbe machell / wann man AlaUn wttOel reibet/llnd Creutzbeersafft drein thut.

Wallll man kndene Kohletl allfeineM Reib-stein reibet / und Oel drullter menget/ das gibt einerechte gute schwartze Farbe»

Diesen Dingen allen miteinander MußeiNRechter HoltzmaNtl fteiM Nachtrachten/daß er ler-ne/wozu ein jetesnutzllch und dienstlich tst/ daß ersan dieselbeOerker brillge/Und damit seinen grossenNutz und Frommen schaffe.

Als daß et den Creutzbeersafft durch ein Tuch»lein drücke / und thue es in eine Blase/Hengs aufittdie 4ufft/ odcr in eine Stube/und laß cs dürre wer-den/so kan ers allezeit haben im Winter un Som-mer/ und im Nothfall den Mahlern und Karten-Machern verkauffen.

^indeNe Kohlen bringet man auch den MahlernUnd Pulvermachern / die Erlelle Knojpen denDiNt enmachem lind Schwartzfärbern / andereSachen andern Handwercksleuken.

Das VN.Capitel.

Wie man cm jedes HolH fallen soll.c^Jer sind die Gelehrten und Ungetehrkett auch ^

nicht allezeit eins miteinander/in der Zeit/zuwelcher man BreilN- oder Batlholtz fallen soll.esM^r.ftgtlib»i.c.8.man solle dasHoltz falle/Et wann