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VomHaußhaltm
fen / fordern und dienen/wo/wa!Ul/und wömst ermunerkanundmag.
^ccdaciel.r ' sicher man auch / daß viel hochgelehrte/ wei-
Leutehaben^ se/versiandige bellte/diesollstMit mächtigen höhenauch von der SachenMchun gehabt/ lange vor mir/ eben mitHaußhaltung solchen Billgen umbgnNgen /und von Haußhal-gcschritben. ^ung/ Viehewartung/Ackerbau/ Garten/Wein-bergen/Bienm/ und anderen haußlichcn Sachenviel schönes Dinges geschrieben haben/welches al-kin ihren Nachkommen endlich lieb gewesen / undnoch biß auff den heungeit Tag in Schafften er-
Zlim wei-igsten muß ein Haußwirth seine H.iußhaimHHaußhaltung theilen in drey oder vier Theil. Ein ^ »ne v.etTheil gebet auffden Ackerbau / und das nimmekauch der Ackerbau wieder weg. Das ander gchetMffdie Speiß und Erhaltung seiner selbst/ seinesWeibs/Kinder/Geslnde und Vieh. Das drittlegibt man dem Schmiede / Ställmacher/derKir-cheii und Schulen/und der -Obrigkeit. Was dar-nück verbleibet / das legt man zum Vorrath weg.
Kürzlich davon zu reden / soist die0ccvnc>miz,ein Kunst oder Geschicklichkeit/ dashaußlich Gut
haltenworden/ wiemansiehetim Xcnop^onre, zu verwalten DieserKunst5ni)je6tumoder
l'keocrirO, VirAÜio, dkrQneiVArone.dolumeÜa.Llcerone^Iinio^e-«ro c^e drelcemnz, Lonlianrino ()uarrc>, undVielen andern gmm Hallßwirthen und Natur-kündigern mehr.
Derowegen ich amb mit meinen Vorfahrenschliessen und sagen muß: pr^lenz male zuälcacmeüus ^oKericaus erjr:^elzt kön-nen die ^'Me Viel fluchmsttNd fcheltens/ aber un-sere Nachkommen Werdens vergelten/ was wir je-
ceri a >.I> q aa, damit sie umbgehet/ist die Haußhal-tung treiben / die Haushaltung also tracciren undhatldcli i/ daß seine Nahrung nicht ab / sondern zu-nitnmet / und von Tag zu Tag mehr And grösserwird/wächset und sich vermehret / daß man seinenzeitlichen Auffenthalt davon baben kan. Ha.jffwlrth
Drey Ding muß ein Haußwirch in grosser so» äuff^unzacht haben, i. Daß er alles böse stiebe und melde/ Münz gew.und keine Schande lind Laster in seiner Haußhal-ding emreissen lasse. ^. Daß er vorsichtig und ar-
tzund mitschreibeivlehren lilld unkerrlchteit bey der beitsam sey / und dieKunst wisse und sieisslg treibe/
damit deß Gebens Nothdursst erworben werde.Daß er Zucht und Erbarkett in seinem Hause
Haußhaltung thun
Das ü. Capitel
Was OcLOüOMZÄ oder Haüßhal^
tung sey?
und Hoffe erhalte/ und sich gegen sein Weib undKinder recht wisse zu verhalten-
Es soll auch ein Haußwirth oder Haußvatter Haußvaller'sich sonderlich Vor diesen Lastern wo l hmen und vor welchen
Haußhaltungwas sie sey.
ot)c(A-UNdoe^^v,^UOcjc!!Krjl)U3r,cjil^onac,clil^eniec, rcm cjc)meliicam
Nsnr, Oeconomica^oderHauß-
Haltung/ist nichts anders / dann eine sonderlicheGeschicklichkeit/ mit allem deine/ das ein Hauß-wirth in und ausserhalb seines Hauses zu Erbund eigen hat/also und aufföiese Weise umbzuge-hen und zu gebähren/ daß ermchtallein sich/seinWeib/ Kinder/ Gesinde/und ViehezurNöth-durfft äußhalten: Soirdern auch das Jahr durch/etwas zimliches erübrigen kan / damit er folgendesKirchen und Schulen / seinem Vatterlande/Weib und Kindern/guten Freunde!?/ und ande-ren Hauß- oder sonst armen beuten / willsahre undhaußhaltung bienen kan.Dann einrechterHaußhalter soll nichtw.e sie mt allein erwerben / sondern auch erübrigen / und dasNuy anzuftitt- übrige erworbene beylegen und erhalten/ daß er ei-gm s«y° nenNoth, Ehr- Zehr- undDienst-Pfennmg habekan. Danit wann er alsbald mit grosser Gewaltund Hauffenweife alles wiederUmb verschwenden/durch den Kragen und Magen jagen wolle / waser einmal erworben hak/so wäre er gleich eiNem/derWasser mein Faß / darinnen kein Boden wäre/giesse /und dasselbige füllen wolte.Wie nun der seinFaß nimmermehr wird vollmachen / also würdeauch ein solcher Haußwirth nimermehr reich wer-den. Wer d a mehr willverzehren/ dann sein Pflug
Versäumnuß undvorSpilerey / vor Begierdegute ^eckerbißlein zu essen undzutrincken / undschöne Klewerzu tragen / Er soll auch Unkeusch-Heit/Truncketcheit und El/rgeitz meiden»
Möchte hier einer fragen/ was für ein Kunst et-nemHaußvatter zu wissen nothig sey? Davon sagtLicero, unter allen Dingen / darauß man etwasbekombt / ist nichts bessers und nützlichers / nichtsfruchtbarers «loch lieblichers / alich nichts würdi-gers und lustigers/dann der Ackerbau. Darvönredet Licero iiicht übel: Aber gleich wol scyttd dieHandwercker auch nicht zu verachten / als derSchneider Handwerck / Schuster Handwerck/SchmiedeHandwerck/ BeckerHandwcrck/ Fi-scherHandwerck/ und andere mehr/dann damitkönnen die beute ihre Nahrung auch machtig for-dern/Mid sich reichlich und wol erhalten.
Daß ihm ein Haußwirth einen guten Garten HaußwirchMget/gme Wiesen / Teiche mW Fischerey/Höl- was zrtw fürtzung und andere Sachen mehr schaffet/ kan an Gut-rschaf-Goktssörchlige-r und fleissigen beuten auch nichtgetadelt werden-So Muß er auch gute Viehezuchc
nem Wirth das Jahr durch Viel guts insHauß/und last ihn/sein Weib/Kinder und Gesinde dasIahr Wrch keine Noth leiden.
Das M. Capitel.Wie vteleriey Haußhaltung seM?
kän ernehremDer muß su letzt verderben/oderviel-Zeicht am Galgen sterbe. Darumb muß einHauß-
Wirth weiß/ verständig/ vorsichtig/ sparsam und /^Sseyndinder Welt ingemein zweyerley0e° H^uMtung
darneben fleisslg seyn/in allen seinen Sachen/so er ^conom-Ä, eine Geistliche und eine Weltliche.
anders mit seiner Haußhaltung fortkommen/und Die Geistliche ist in der Welt in Geistlichen Sa- ^
seinem Haufe so vorstehen/daß er Nutz und From- chen/den Bischoffen/ Pfarcherren und Predigern
Mm/Ehr und iob davon haben bekanc / welche die Schrifft Gottes Haußhalter
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