VomChnstmond.
!. vecemi,.-äies Laleo-<jzel)ecem-kriz.
December
uo6ecji-
6ius.
Im Christ-mond ist diebeste Mä-stung deßViehs.
cccmbcr.
(ükkLR., cjecimuz
>imdcr, derzehende Monat vom,Marttv : Vom Christag derChnstmonat genant / lsrem her-über kalter Monat / wie sich dann> auch in diesem Monat der rechteWinter erst anhebet: In diesemMonat ist die beste Mästung deßViehs/der Kälte und ihrer Beweglichkeit halben. Dannnun gehet erst die rechte Kalte an/daher auch etliche dieseZeit die kalte Hundestage nennen. Wann die weissenMücken fliegen / die wol so sehr stechen/ alsimheissenSommer die Mücken/Fliegen und Brommen / ja auchdie Hummeln/Wespen und Hürnitzen/sonderlich die je-nigen/so übel bekleieydet seynd. Dann wie es in den» Hundestagen im Sommer am Heissesten ist. Alsvlstsin diesem Monat und im Ianuario am kältesten.Drumbwerden auch die? ori in dem Vieh / nunmehr zum härte-sten durch die Kältgeschlossen/ daß sich die Feuchtigkeittn ihnen am besten samblen/und zu Hauffgeben können/darauß endlich die Fettigkeit entstehet. So thut auch dieKälte demViehe sehr wehe/ drumb stehen sie dazumalam stillesten/ und bewegen sie zum wenigsten / und wirdtn diesem Monat viel Mastviehs geschlachtet/ und auff-gessen / oder zum künfftigen Brauch im Sommer in denRauch gehangen / wie auch dieses Monden Reimen lau-ten:
Prassen will ich und leben wol/
Ein Saw ich jetzund stechen soll.
Darzu werd ich mich warm halten/
Und Hoffich werd mit ehren alten.
Item.
Jetzt leg ich mich in Sauß und Brauß/
Und schaw bißweilen zum Fenstern auß.
Hab Achtung auffdle Nebel und Wmd/Deß künfftigen Jahrs die ein Lösung sind»
Viel loßtage nach einander stehen/
Wie folgends davon ist zusehen.
Den Winter über und Faßnacht/
Ein guten Muth desto sicher macht.
Der Arbeit ich mich ergetzen muß/
Ist mir das gantze Jahr ein schwere Büß.
Item.
Der Christmond warme Speiß will han/
Trinck starcken Wein/zeuch dich wol an.
Mach dlch frölich/halt warm das Haupt/
Ein warme Stube sey dir erlaubt.
Item.
Christmon Kraut/Mllch setz hindan/
Die Hauptader lässet abgahn.
Petersilqen/Würtz und Obst erlaben/
Hertz/Muth und den schwachen Magen/
Warme Speese/Gewürtz und Wem/
Erhalten dir dem Gesundheit fem.
Item.
Christmond trincke mciitzu kalt/
Artzney dein Leib/dem Brust warm halt.
Kein Blut man von sich lassen soll/
Gewürtz und Wem hilfst dawen wol.
Ietzo genieß kein Mücli und Kraut/
Dan dir es macht ein scherbig Haut.
Vor allembrauch offr die Muscat/
So dich nechst Gott behüt vor Schad.
mcule tocum cslicjiz urzre Oecembri»l' uaciaccsnr meuii; »rsmiys uulls cuis.locicjsz capiri s cjeserili ä tii^ore venam,
Linnzmeo^ue ruus krzAiccoäore calir.
Vom iLingang der Sonnen in ^apri-
cotaum,^0üticium ii^dcroum.oder deß Winters^zpricoroi kürtzter Tag/WlNtexs Anfang.
tlAni coele- DerlÜapricornuzisteinii^num fcrmioinum , no-ttis pro- Qurvum.aclc, melzllckolicum.cor mericjioazle.5ol.xrie»re5. ttirisle öc k/emsje. Herrschet im Menschen über die
Dcceml».derChnst-
Knie/ vermehret ariam K>I<-m und pirui^m> und ist in tvvnd hatkeiner Zeit deß Jahrs weniger Geblüts im Mensben / j'«<age.als in diesem Monden. Drumb soll man diesen Monatviel Weins trincken / doch der fem rein und lieblich ist/und gute Rephüner/Phasanen/und Tauben essen/Ing-wer/Zitwer/Galgan/Muscatenblüte/Pfeffer und der-gleichen warmende Gewüryen brauchen. Im Decembersoll man keine Ader lassen/ manwolte dan dieOpKalicam .oder Hauptader ein wenig springen lassen. DasHaupt und den gantzen Leib soll man vor Kälte wol be-wahren / wiewol aber wir Teutschen der wnrmen Stu-ben gewohnet seynd/so sind sie doch in diesemMonat demMenschen sehr schädlich / und weren uns die Schornstei-ne oder Kohlfewer viel besser/ umb allerhandtUrsachenwillen. Dann wan man auß heissen Stuben herauß indie Kalte gehet / so erkaltet die Lufft das Hertz und Hirn/schwächet die natürliche Warm / und erreget die Flüsseim Haupt.Diß verursachet die statige Verenderung undAbwechselung/ wann man offt auß den heissen Stubenherauß m die Kalte gehen muß / aber hiervon hernachweiter. Wann der Mond im Lspl icorno ist /so finde ichnichts/das zur Medicin dienstlich were.
In diesem 50lliicl0k/bcrllo haben die ^2rmj . oderdie komzm.ihr Jahr angefangen / welcher Anfang derHebreer Anfang gar zu wider ist.
Was umb diese Zeit den Bäumen und
andern Gewachsen den grosten Schaden thut/und wie demselben vorzukommen.
Dieses magstu nachsuchen/und lesen in Kli-zlck Ge-heimnüssen undWunderwerckenLellr.7.^pK.8,und solldieses die guter Haußwirrh in grosser acht haben.
SchneytZnig.
Es ist ein klein graw Vögelein/ an der Färb schier wie Schneykö-ein Sperling/aber kleiner. Wann sie dasselbig Vögelein ^den Wmter m die Zäune/ Höfe / oder Gebawde begibt Vö-und schreyet / da folget gemeiniglich Schnee und grosse' ^Kälte. ^
Jagten l»nd N?eydewer«L.
Im December jaget man dieWölffe/Füchse und Ha-sen; Man sähet auch Nephüner/ HaselhünerundPH»-sanen.
VondenGänfttti Gänsem
Die Wochen vor Weynachten soll man den Gänsen netten daßgütlich thun / und gnug zu essen geben/ und nach Wey- ^ ^nachten desto weniger / daß sie nichtzu fett werden/undwol legen. ^ '
Von den Schaffen.
In diesem Monat last man den Schaafen Erlenlaubvorlegen/welches davon nit isset / das überlebet schwer-lich das künfftige Jahr.
S Johanms Nrsdt A»pfl»nyett. S,I°han.
S IohannisBrodtwtrdaussGriechlsch^«v-/ge- nisBrodtnennet/c^uaü coiniculmn a corauz Die wann und
nennens llücju^m. aberunrecht/ dann tllicjUX seyn nur wie esz»sollicull xrvprie,die Hülsen / Schalen oder Bälglein/zeugen,darinnen nur etwas ist / als die Erbiß in den Schotten.
Aber ist im Jüdischen Landt em eigen genüg
Gewächse gewescn/das wir nenne S IohanniS Brodr/damit haben sie ihre Schweine gespeiset / wie wir sehenin der Gleichmßvom verlohrnen Sohn / Luc. 15. Aberhievon wollen w:r nicht weiter disputleren.Wer nunditzS.IohanniS Brodt zeugen will / der muß es im Chlmond erstlich sechs oder sieben Tage in Zucker vderHo^
Nigwasser weichen / darnach in einen gelöcherten Topftmit Erdt thun/und un Mertzen mit dem Erdreich in em
anders setzen/kaum eines Fingers tieff / daß sie außkeimen können. Haben sie aber außgekeimee/so lasse mauden Keimen nur emen Finger über die Erde gehen / daß
er nicht ersticke/ und besprenge es je über den dritten Tag
mitHonigwasser.?2!Istj.illkebrug5io.
"i Von