Druckschrift 
[1] (1665)
Entstehung
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

7»

Vom Brachmond.

Rattendistel/Bohn/wild Ochsenzungen/ müder weisserSenff/unserfrawen Lilien/ Entzian/ Madclgeer/Got-tes Gnad / Storchschnabel/so auff den Bergen wachst/Tamanßken/Garbe/Scheißlraut/Leinkraut/Flachs/Meerhirsch / gelber Klee / Stundkraut / Feigdohnen/Mellssen/w!ldeMüntz/Steinkiee/Stemleberk.xaut/ro-ier Weiderich/allerley Lilien/ Lavendel/ Korngert/ Lin-sen /Katzenklee/oder Hasenftß/Springkerner/kleinerMehlbaum/wilder Latttch/Ibisch/Fellreben / S - Ja-coböblumen /Bilfam/Habermarck/Habichkraut / Tor-mentill /Wmden/Lungen/oderLeberkraut/Ehrenrosen/Rosenfahrkraut/roten wilden Habern / wilde Graßli-lien/Cresse/ Schabclb/Sinnanoder Leyensüß/ Flöh-kraut/Seeblumen/ Springkraut/ Rabuntzen/Rertich/Fünfffingerkraut/ Baldrian/Nagelkraut/ Btbenell/Wintergrün/ Erbs/Mutterwurtz/Raten / Schaaff-kraut/Braunellen / Wegetritt/ Wasserwegerich/Feld-poley/Burtzelkraut/ Gülden widerrhon / Lauch/Speck-lilien. S.IohalMiSkraut-wiedroben gemeldt/ Durch-wachs/Mutterkraut / Kornrosen / Sonnenblumen/Zweyblat / Scharlach/Pfennigkraut/ Heydekorn/Ba-silien/roter Steinbrech/ Brombeerstaute / Haußkraut/Ganßdistel/ riechenderAndorn / Nesseln/Hindbeer/Haußwurtz/Klapffenkraut/Scordium oder Wasserbat-tennig / Scablosa oderAposiemkraut/ Mawrrauttti/Holunder /Sanickel/Wäschkraut/ Saponaria genant/Walwurtz/Tamarißkenholtz/Reinfahren/Wundkraut/Thym/Wolsssmilch/Wullkraut/Wicken/Schwalben-wurtz/Siebenfarbeblümlein/ Weinreben/ wilde undzahme Wicken/Lindenbaum.

Frucht und Samenbrmgen diese im Junio/ Krausel-Welche beer /Haselwurtz/Kirschbaum / Zeitlosen / oder Herbst-Kräuter un blumen/Erdbeerkraut/ Farn/allerley Graß/Sawer-Baumeim ampffer/Gersten/Paradißöpffel/ Zieland/Bckenell/Iumo S.Iohannis Träubel.

Wie man ;»vor v-tssen / underfahrew

brina?» kan/welcher Samen das künffttgeJahr am

^ ' besten gerahtm werde.

Welcher Ein kleines zuvorn / ehe denn der Huno^ft-rnden 7.

Same am Mauauffgehet/ sollman allerley Samen jedes an ei-

bestenae- mm besondern Ort/zur probasäen/wenn denn der

rabtensol- Hundsstern auffgangen/besten / welcher Samen be-

le auffs schedigt odernichr. Welcher dennunbeschedigtbefun-

künffriqe den/denselben soll man das künfftige Jahr saen/ der soll

Jahr wolgerahten kc^uls «.ulticorum,

Pferde.

Umb diese M / etwanem Woche/ z. oder vorderPferde wie Ernde soll man die Ackerpferde fieisslg warten/und ihnenman sie im gnug/und gut Futter geben/daß sie fem starck und mun-Brachmo- ^r zur Arbeit bleiben. Denn sonst pflegen sie umb diesenatwarten M sehr mat zu werden / wegendergrossenArbeit /diesoll. sie im Acker thun müssen/ und wegen deß nelven Hewes/

daö manlhnenblßwetlengib.V und wegen derWeyde/die fort mehr alt wird. Es soll sicl) ein Haußwirth be-fieissen / daß er alt Hew und »stroh habe/ biß nach Mi-

chaelis / denn die Pferde werden gar matt von newemHew und Hexe!/ von newem Stroh gemacht / und son-derlich ist ihnen dazumal alt Gerfienstroh ^um besten/sonderlich wenns füttericht mitist / denn das können siebesser/denn das Hexelvom Rockenstroh. N.'.ä) Michae-lis dörffen sie nicht mehr so grosse Arbett thun /dakönmnsie dasnewe Hew und Stroh besservertragen. Bekoni-mensienun nicht Futter gnug / sohangets ihnen dasgantzeIahr an /drumb ist ihnen das guntze Iahr gutFutter nicht nöhttger/denn zu dieser Zett.

em yMßwirth m diestm Monat

wetter thun soll.

In diesem Monat soll man Kraut setzenMeyenkraut/^irbeitiM

Kein Kraut. Man soll aber bald zu Kraut ackem/wenns Brackmo-geregnet hat/ und balde stecken / Damit es FeuchrtMt natznver^habe/nnd bald beklerbe. Auch soll ein Wirth in diesem schien.Monat sckne Scheune besichtigen / und was brmnenmangelt/Zurccht bringen/die Dennen kleben und beschl. -Hen/und wol außtrucknen lassen/das Dacb bessern / daßes nicht hinein regne/die Pansen außraumsN/ und allesvom Stroh/ Staub/ Mist/ nnd aller Unremiglett wolsaubern und reinigen. An etlichen Oertern seet man indiesem Monat auch den Hirß / und bringet die Bonenein / dörret und dreschet sie / und so die Obstbäum mitFrüchten zu sehr überladen seyn/ so stürtzet man sie/oderbricht sie ab / und bringet die böse würmsische und fauleFrucht weg / das die andern darvor wachsen können.

Auch ist in diesem Monat am besten die Wiesen zu mei-hen/wcil jetzo die Krauter in ihrer besten Blüte seyn / soist auch in diesem und vorhergehenden Monat die MilchAnd Butter am feisten/und süssesten / drumb nun die be-sie/gesundeste Akilchspeise kan gemacht werden / und sollihm em guter Wu th / der für sich was guts in seinemHause das Jahr durch haben will / die Kase und Butterdieser zweyer Monden zu künsstigem Brauch fieissig be-wahren und auffheben.

Auch pfleget man in diesem Monat die SchaafeZubescheren/und die Kühe zu den Ochsen zu fuhren. Wernach Fischen angeln will / der mag hier zu Kefer gebrau-chen/und dieselbe andie Angel machen. Im Abnehme»diesesMonatö führet man den Acker zur Wintersaat/und bringet den Mist unter. Man zeucht die Bohnenauß/ und last sie an der Lufft er-kuhlen. Man säet auchWicken und SiebenzettzuM Pferdefutter.

Man muß auch bald nach Pfingsten/ undumbCor« Bienenporis Christi, frühe umb 8.Uhrbiß nach Mittag umb schwärmen

oder 4.Uhr Achtung auffdie Bienen geben / denn sie umb dieseumb diese Zeit ansahen zu schwermen / und wäret die Zett.Schwermzettffinff Wochennach emander / Äißweilenauch etwas länger. Da soll man allezeitftische und zu-bereitete Bienenstock oderKörbe fettig haben/ daß mansie balde dünnen setzet.

Vom Iumobesihe weiter. ?2ZIs6ium üb.7. ?erruMäc z.c.6.

jUI.lU8