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[1] (1665)
Entstehung
Seite
58
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wann die nur zu rechter Zeit kommen. Darnach/ so -stauch ein alt pro^noliicon vonUrbans Tag / wans dmTag schön ist / so soll guter Wein werden. Dch wollenetliche so verstanden habcn/und sagen/Ja dtß sey wahr/wann S.Urbani Tag auff einen gefallt / d '.rlnne>.l einVolleroder newerMondenschein ist. Gefallt er aber nichtauffeinen solchen Tag / so soll man den vorgehendenMoNdenscheinnehmen/dervorUrbani hergehet/ nemb-lich den mwen oder vollen Mondenfchein/ und den neht-stenMwen oder vollen Mondenschein / der nach S.Ur-bam kompt: Nach dem es diese zweene Tage heimlichoderunhelmblich ist / demselben nachwird künfftig deßWeins Gerahtung geurcheilet »md vernommen. WanndieMeyenftöfle erst gefallen/wann dteTräublemzimlichherauß/groß und harte seyn / sokansieder-Frost so garleichtlich nit bezwingen. AuffPhilippiZatobiseynd al-lezeit die junge Stahr reiffund flücke. AuffPfingstettseynddie junge Spechte stücke. AuffPhilippiIäcobimuß eine geschosseteKornahr seyn / sie sey auch auffwel

VomMayttt.

Darnach so pflegen-dieAckerlettth / von'der Gersien^zt/welche gar leichtlich einen Anstoß bekommen lau/

Rockenblüre vorhanden seyn/sie sey auch wo siewolle.Wembiüte Man soll auch hie mercken von der Weinblüte: Blü-nach dem der Wein im Vollschein oder Hochschein/so bringetsMonschem hernachfeyne völlige Weinbeer/ diedenMund und dasmacht zu FaßMett.

nehmen« A"ch soll man aussdiß gute Achtung geben / daß wender Wein blühet / so verkehren sich die Wein in den Fas-sen. Das macht die Zeit und der ^rckcu s, der den Wemtreibet/dann wie alle Kräüter undGewechs imIahr ihreZeit haben/also auchdie Weine. Drumb muß man euffden gantzen Monat Ächtung geben/wer mit Wem umb-gehen oder Handeln will/nach dem Verß:

2^aorsr siros>rillm lir vcouoclare viaum,Zi Lnem ^tsn noll vi6eripsc s>rius.

Wiltu wissen deß Weines Frommen/

So laß Majum ehe zu Ende kommen.

Auch verhawetmandas Weinhoitz umb Pfing-sten/und hefftetdie Reben alsbald / und hacket die Erdezum andermal zum Stöcken. Darvon weiter<M4.Buchmeiner Oecoaomiie.

Umb PhlKppi Jacobl pflegen auch etlicheWicken undLinsen zufaen/ man pfleget an etlichen örtern umbdiesenTag den Wein erstmals zu hacken / daß die ErdezudmStöcken kompt.

Von den Muscheitt

Muscheln JmMeyenundIunio haben die Muscheln Berlen/wann sie drumb muß man Achtung drauff geben/ wann man sieBerlenha- isjet/daßman sie herauß lieser / und sie mit einem reinenden» Leinwadpfleckleinfeinsailberundreinmachet. Derhats

zu Hamburg viel/und sind sehr wolfeil. Ist ein gutEs-

sen/auoer s^ermz, Sc^bcccciiimljAllsrursm curini li-ve memdrs /cLmlaci, alleinWanmuß ihr nicht zu vielessen/man krieget leichtlich ein Fieber davon. Drumbmuß man Weindraufftrincken / PfefsÄ oder Ingwerjsi auch gut dabey.

Von der Kirschmblüd.

WannvielkalteRegen zn der Mschendlüte gefal-len/so schadetö den Ärschen sehr / wiedaNn auchdemBlüte deß andewObst/der AepM / Bieren/ Pfiau--men/ic.

Mttgemeltt prognotticon vHV

IumoundIulio.

DerMey kühl und naß/

Thut der Bracbmond auch das/

Undder HewMond ist Nicht naß/

So füllen sie die Söller und Faß«

VdmAckerbaw.

Htemercke die ReMe.

Der Egenftaub/deß Winters FrostfMachen die Ackerleuth getrost/

Auch ein warmer feuchter Sommer/

Erftewetofft erfahrne Mäuner,

saat/welchegarleichmn) eim-n ^lckerleM

zusagen. Hat die Gersten emeiZguttnAnsantz/p wird 'sie selten lang/und hat emen bösen Forcganc^ U.id es ^wahr/mankehre sich nitr nicht dran / obsiegsezchin der >erst nicht bald Regen bekommet/und stecken blrit. Manbete nursietfsig / so wird ihr Gott wol forehelffen/ wiemaüö dan wohlerfahren hat / daß es also geschehen ist.

Es machen sonst die holen Winde umb d«e Zelt die Eckersehr trocken /-GottderHEn sorgetdoch voruns/ undbescheret uns Unser Leibs Nahrung uuv Notturfft / daßwir ausfseine Hände allein sehen sollen / und darauß al-lein unser Futter und Mahl gewarten / und sucht allezeit^»lso nach den caulis tc cUlläi s sehen.

Von Muttderweiyen.

Umb Walpurgiö wann man den Haber säet / so mag Wunder-man auch den newen Wunderweitzen / der so viel ahren weihen/und Reyen hat/in »volgebüngten Äcker säen. wann erztt

säen ist.

Philipp:'Jacob i.

De» nechsten Tag vor Philippi Iacobi zu Abend Zauberey ssPflegen die Zauberer viel Teuffeley zu üben damit sie die imWalpur-Leutevielbeleydtgen. Darwiderpfiegendie Haußmut- Abendter/wildenknobloch/Tille/Meel undHonig zu brauchen, geschicht/ ^DieKrauterscharben sie fein klein / und thr.n das Ho- zuvertreM»nig darzu/und lassen-das Viehe essen. Und ist un Werckbefunden/daß es grossen Nutz geschaffet.

Das beste wider Bielweisen / were meines er-achtens/em gut starck andächtigVatter Unser/daß GottdemTeuffelswerck wolte stewrenund wehren / Item/dzman mit guten starcken eichenen Prügeln aujfden Abendvor Philtppi Iacobi / und dieftlbige Nacht durch/auffdie Heillose Teuffelsköpffe wartet -/ und sie damit seinwarm abdecket wann sie einem an seine Thür und Thst?kommen/oder sie mit guten Hundeniveghetzet / oderDergreiffet/und der Obrigkeit zubringet/dz die ihnen durchdenHencker ihre Kunst abfragen / und hernach chnekihren Lohn gebenlast/wie sie verdienet.

Es ist auch eme gute Kunst dafür / wenn man dettTeusfel m seine Künste mcrclirc r dann er k«n nichts üblerleyden / als Verachtung. Also that ihm ein fromme?altetDoKorzu Wittenbetg / da chm eine Btelweiseksem Vieh bezaubert und ihm die Milch aenommer»hatte.

WansanS.Walpürgis?lbend regnet / oderdie-^^^^selbige N^cht rawet / so hofftt der gemeine Mann auff ^inein gutIahr. Besihedas l^. Buch meiller OecooomiXim^Os.Cap. Ec.HaltensauchHieBawrendarvör/däßsie der May allezeit drey Tage vor / oder ^drey Tagenach Phüippi Iaeobianfange. Diß ist^ach ihrer Ein-falt nicht übel geredt. Dann Philippi Iacobi ist alle-zeit der erste Tag Mey/es niuß euch auss Philipp! Iaco-bi etwan im Felde geschoßte Komahrseyn / sie sey auchwo sie wolle.

Von der SchtMrch°

AuffPhilippi Iacobi rüsten sich die Kauffleuthe/ die

dann von der Zeit an/biß 14. Tage nach Barthoiom^l/istgutunnd ohne Gesahrzu segeln/so fern sie gute dichteSchiffunnd gute Stewerleuth haben / «uffdie sie sichlecuuäum veumverlassendörffen/ diederSeekundigseyn. Dann auff Bartholoms i heben^ich die grossenWinde mit grossen Stürmen an / die weren ohne gefehr!4.Tag oder ^.Wochen/nachMcbaelis / darnach stil-let sichs Meer gemeiniglich wider ungefchrlich z. oder4-Wochen nach e-nander/daß wider gut seglen ist. NachMartini ist dem Meer »licht mehr zu vettrawen / müs-sen sich auch befahren / daß sie in der Haft / da frischWasser mit unter das Seewasser kompt / verftieren.Dann das süsse Wasser wird umb diese Zeit Eiß/das Seewasser aber in der offenbahren See/ gefrewre?nicht. Diß weret darnach also den gantzen Winterdurch / biß auß Teutschland Schiffe zu Bergen ankom-men/m,d die KulMM bringen / daß kein Eyß mehr

'vorhM.