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Mettchen Eand-und Keld-Cebms
Sechstes Buch/
l.
om Wlumen- Matten.
Ann ich in Beschreibung
der holdseligen Frühlings -Kinder / der Blumen / die Ohrenmit Beredsamkeit und sattsamerAusführung derselbigen so kraff-tig/ als sie mit ihrer verwunder-samen schönen Farben u. Gestaltdie Augen / und mit anmuthig - lieblichem Geruch dieNasen / gleichwichtig belustigen könnte, so würde dergünstige Leser sich über der Göttlichen Weißheit / die inden geringsten / niedrigsten Geschöpffen herzlichen her-für leuchtet / nicht unbillich verwundern müssen / indemuns der HEr: CHristus/ der hochgelsbre Sohn GOt-tes selbst/die Lilien und Feld- Blumen zu einem Beyspiel
i. Theil.
vorstellet / und bey nebens bezeuget / daß sie von seinemhimmlischen Vatter mit so angenehmer Pracht undHerzlichkeit gekleidet/ billich allen Schmuck und kla-rer Kleidung der hohen Potentaten dieses Welt,Cräises vorgezogen werden / daher auch kein künstlicherMeister auf dem gantzen Erdboden zu finden/der sie mitartiger Nachbildung gantz eigentlich vergleichen/vielweniger übertreffen/oder den glantzigen schier Augen-blendenden Scharlach der Cardinal- Blumen / dasschneeweise Kunst- Geschmeltz der weissen / und die ver-trinke / doch ordentliche / Veränderung und Netz-Ge-webe der schwartzen Lilien / der Natur gleich nachah-men und vorstellen könte.
Und gewißlich sind die Blumen ein Lust-Gewächse
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