Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
421
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Drittes Buch/ Hauß - Mutter.

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Wann jemand aus einem Fall/ Stoß/ oder andererZerquetschung/geronnen Blut bey sich hat/ der nehmeLallkam , oder Lsieo^ulam sljiinam, welches v /ok.K/Iick. l^ckrius in ^lisceUancis Ouriol>8 /^nni noni 6c

6ccimi,Olzscrv.2.fo! ?4.^rnicam nennet / wächsetil!gebürgichten und feuchten Orten/ wird von etlichen Lu-cians-Kraut und Fall-Kraut genennet / hat Blätlein/wie der rauhe Wegricht / mefstentheils 4. diehart aufder Erden liegen/aber wenig Blätlein sind an dem run-den und woilechten Stengel/ allzeit 2. gegeneinanderüber/auswelches Sckoß allzeit ein Stengel/ bißweilenauch 5. Stnmmlein sich erheben/haben im lunic» Gold-farbe Blumen/ wie dasOoronicum. auch einen gleich-formigen Saamen/ langlicht und schwartz/der hernachKatzlein bekommt/wie das Röhrl Kraut/Hie Wurtzenist lang und zertheilt / wie die Gemsen-Wurtz / steckt inder Erd mit vielen Fasern / wächst auch gern in Wäl-dern / Wiesen und feuchten Orten; sein Gebrauch ist/daß man von Wurtzen/ Blättern/ und Blumen etwasim warmen Bier kocht / und davon trinckt/ oder imWein/ zerreibtdas geronnen Blut/ wer gefallen ist/sich überhebt hat / oder gedruckt und geschlagen wor-,, den / MHM/ heilet / And dringt dm Athem wie,ider.

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Von HÜM - Mgm und Wärtzm.

)Ardie Hüner-Augen: Niinm em Vlaik-?in vsn >'einer Haus - Wurtzen / ziehe das inwendige,Hautlein (das subtil ist/wie eine Spinnewebe) !mit einem schärften Messerlein gemächl.ch ab/öas wirstweg, und legedasgeschundenefeuchte Blätlein aufdas ^Hüner-Aug/ bindswol/daßesnicht abfalle/ laßesal-'so über Nacht liegen/ Morgens thue es weg / so wirddas Hüner-Aug weich seyn / daß mans leichtlich mireinem Messer herauvgraben kan/ biß cont-nuir z. oder4. Tage nacheinander / allezeit im abnehmenden Mon-den.

(^slliz pe6um, oleum Istcrinum cum calce cli»üillatum.s levicula incillune iliitum. optimum expsr-tum. ^cläuntnonnulli ocloriz zraliß OIsumri6c5picze Zr>ttuIas. O. Vcllckms O^nt.mcmatum Obferv. 47 ^qumonien-Kraut/ Mltstar,ckenWein-Essig und Saltz gestossen/vertreibet dieHü-ner-Augen und Wärtzen/ übergelegt/ wie ein Pfla-ster/ und des Tags zum wenigsten 2. oder dreymal er-frischet.

Oder wasch dieFüsse/oder laß sie weichen im warmenWasser/laß hernach die Hüner-Augen/se viel möglich/herausgrsben/stoß Epheu-Blätter/ und lege sie Mor-gens und Abends auf/ in i4 .Tagen wirsi du desHü-ner-Augs loswerden/ und sie herausziehen können/

«x Obselvationibuz coinmbilucstis, O, I-STari k.ive?iitoi. 7S.

Andere wollen: Man soll von wilden Epheu dieBlätlem nehmen / in schärften Wein Essig ^.Stun-den weichen lassen/ das Hüner Aug vorher / l-unL äs-crelc-nte, eine halbe >Ätund im warmen Wasser wei-chen/hernach das Blätlein aussHüner-Aug legen/und

einen Tag liegen lassen / und also damitfortfahren/ sollgar'bewahrt seyn; soll aber des Tags 2. oder z.undmehrmalen erfrischet werden.

Oder nimm ungelöschten Kalch/klein gepulvert/undschwartzeSeiffen/mach ein llnguent daraus/und wanndu dasHüner-Aug in einemFuß Wasser geweicht undausgeschnitten hast/so schmier oder lege dieseSalbe auf;Oder mmm Knoblauch / stoß den mitSeiffen/ undbinds darauf2. Tag und Nachr.

Her: Carrichter jagt: Nimm rothe oderschwartze(die noch besser) Schnecken/ die keine Häuslein haben/in e:n Leder/ reib sie also lebendig darauf/ biß sie sterben/stecke sie hernach an einen Zau«-Stecken/ so bald siedür: werden/so vergehen sie.

Die Wärtzen zu verlreiben:Aünd einen alten Besenan / laß ihn auf einem umgekehrten zinnernen Tellerbrennen/oder halt einen umgewandten zinnernenTellerüber das Feuer/so wird der Rauch davon sich in einOelverkehren / damit bestreich die Wärtzen offtmals; oderschnei eine Zwiebel voneinander / besireue sie wol mitSaltz/und legsofft über.

GnebewahrceKunst fürdie Hüner--Augen:^.gelbesWax4.Loth/ Terpentin 2. Loth/ Mayen-Butters.Loth/ VenedischeGeisten i.Loth/ und ein Hand voöCamillen/ dieses. Stuck gesotten/ durch ein Tuch ge-preßt/aufein Pflaster gestrichen/und aufgelegt/ so großals das Hüner Aug ist / laß es 5. Tage darauf liegen/den vierdten Tag weich den Fuß in warmen Wasser/grabs mit einem schärften Messerlein nus/ solches z.oder viermal gethan / so wirds glatt weggehen/ ist be,wahrt / wird auch keine Wurtzen mehr übrig bleiben;diß ist auch gut für den Brand; muß im Abnehmen des

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