Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
419
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Drittes Buch/HauS-Mutter.

4»9

<ixx.

Vom Schwindender Glieder/und Glieder-Schmechen.

Ine gute Schwind-Salbe: NimmlebendigeKrebse/ zersießsiewol / und druck sie durch emi>Tuch / mische darzu von einem jungen Stierdas Blut/nimm darnach Brandtwem/Bene-dicten-Oel/ und zerstosse Wachholderbeer/ und mischees untereinander / so ist es eine herzliche Salbe für dasSchwmden/jedoch nmß man die schwindende Gliederallweg vorhero mit Brandtwein und Saltz reiben / dißthue alieTage -mal/undconnnuirees 8.Tagenacheinander/es hilfst.

Item/nimm 'o. Untzen Menschen-Blutvoneinemgesunden jungen starckmMenichen/einemjungenHunddererstz-Tagaltist/ doch das Jngewaid heraus ge-than/ z. Schild Kröten/ denen der Kopss, Schwantz/und die Füsse weggehauen sind/ diß alles klein zerhackt/untereinander gethan / und in einem gläsernen Kolbendistill-rl/und mir diesem Wasser das schwindende Glieduglich bey einer Glut geschmieret.

Item/nimm Regenwurm/nicht aus dem Mist/ son-dern unter den Steinen/Oue sie mein Glas/vermachewol/ daß kein Dampf davon gehe/ setz es auf einen Ka-chel-Ofen/der nicht zu heiß ist/so wirdem schönesWas-scr daraus/salbe dich damit/ es hilfst und vergehet.

Die Maglietische CurividerdasS6)windenist also:Laßdir an demGlied/'welches schwüret/ einen oder ?.Tage nach dem Neumonden/ mit einem Fliedlein einenoder^.Streich geben/aber gar gelinde/daß er nur einesoder ^Tröpflein Bluls gebe/ das Tröpfiem Blut fan-ge aufinein kleines Säcklein ungebleichteLeinwad/ Wi-ckels zusammen / thue darzu die abgeschnittenen Nagelvon Händen und Füssen /6- ipllo, cx !c >ci8 <orl »oris>ubilmore soilto provcmunt, in ein ausgebreitetesIung-frau-Wax/das mach zusammen/wie einAäpflein/grabsin einen Felder / oder fruchtbaren noch im Wachsen be-griffenen Baum/ und verschlages mit einem frischen

Keil von eychen-vder seinem eigenenHoltz / jst probirt;das Loch «nach gegen Orient.

Für die «Glieder-SchmerlM soll man das leidendeGlied mir warmenAttich-Oel wol reiben / und hernachin warme Tücher hüllen;oder Brandtwein mit frischemButter abtreiben/ und das Glied warm damit schmie-ren ; Item/ Holderblüh Oel^mdRegenwürm Oel istgut zu den Schmertzen der /unHuren. Zu allerhandSchmerhen der Ohren/Zahne/goldenmAder/und an-dern / soll man Asseln in Rosen-und Camill-Oel legen/und eineZeitlang an derSonne lcmpcriren:oderwannmans bald haben muß/ giesse man ein gemeines Wasserdaraus/laß es in einem verglasirren Haselem so lang fie»den/biß das Wasser versotten/ und nur das Oel übrigist /Preß allesaus / und streich es warm auf dasschmertz-hasste Glied.

Ein Pflaster zu Linderung der Glieder-Schmertzen?Nimm schmollen/von Waitzm-Brod/legs mMilch/daß es solche in sich ziehe/ thue es darnach in einen Mör,sel/und schütte darzuScorpion-Oel z.Quint/Saffran2 .halb Loth/und Opii i.Quint/stoß es wol durcheinan-der/daß es einPfiaster gibt/und leg es über dmSchmer,tzen.

Glieder-Schmertzen/oder Stich zulmdermWarmein einem Psannlem Dillen-Oel über einer Glut / undschmier das Glied warm/diß thut auch Camillen-Oel/also kanman sie mischen/ mit Gersten-Meel zu einemÜberschlag tempenren/ Mdauf dieschmertzhaffteOrtgewarmet legen.

Für allerhand'Glieder-Schmertzen: ^ 5p>riruml.umbricorum,I.svcncjul-e gna I8. miscc,UNd schmierdie leidenden Glieder damit.

Kür das Bergicht ist eine bewahrte Kunst / Mich/Nachtschatten/K:anweth Wipffel/einesso viel/als deöandern/im Wasser wol gesotten/unddie Glieder damitgebähet.

Lxxi.

Glieder/ so zerstossew Lahinungund Verrenckungderselbigen.

^Ufgeftossme Glieder soll man zerquetschte Klet-ten -Wurtz mit Baum Oel überlegen; oder Lu-pinen-Meel mit Meel oder Baum-Oel in Essiggekocht und übergelegt / nimmtdie blauen Mahler hin-weg.

Die Geschwulst weicht durch Hanff-WurHen mitCamillen-Oel gebraucht.

Für Glieder Zerknirschung: Majoran/Petersil/Wermuth/ ^arietariam, Asop/ jedeseine Handvoll/stoß es in einem Mörser / thue esm einen glasirten Ha-fen/gieß Baum-Oei hinein/ daß es 4 Finger hoch dar-über gehe/ setze den Topffan die Mittags-Sonne/ undlaßsie z.Monat durch/imfunio/uüound ^uZ^stoalsostehen/ seyhe hernach das Oel durch ein Tuch/ und hebsin einem Glas auf zum Gebrauch/ ist zu dergleichenSchaden bewäbrt.

I. Thc»t.

Oder/Wermuth mit Honig und gestossenem Küm-mel/mit einwenigWein zu einemPflaster gemacht/undaufgelegt / ist gm für die zerkmrschten Glieder; Item/Odermenig-Safft auf die zerknirschten Glieder gestri-chen/heilet sie,oder/grosseWallwurtz zerstossen und auf,gelegt;oder/Pappeln mit Müntzm-Sasst gemischt undin Wein gesotten und aufgelegt/ soll trefflich bewährtseyn.

ttelmont .sagtclc Orw UeäicmT tol s2o.num.4o.

Wann einer von Schlägen/braune und blaue Fleckenhat/ und legt die geschabene weisse»rivmam darauf / sowird dasGebiüt in wenig Stunden zertheilt/ und dasschwartze/ ungestatte Maal durch die Haut ausgesogen.

Für die Mahler und brauneFlecken/daß sie bald ver-gehen/wird die I.sc VirZiniz sür ein besonder Mittel ge-halten/es heilet und zertheilet das gero nnene Blu t /wel-^ Ggg ij ^ ches

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