Druckschrift 
Th. 1 (1716)
Entstehung
Seite
417
Einzelbild herunterladen
 

Drittes Bul

wirff weg/das andere machezuPuiver/misch rm wenigNegel Stupp darunter/und gib davon einem Patien-ten von 4. biß aus7« Gran/ früh Morgens im Wem/ z .Tage nacheinander zu tnncken/ wanns an einem oderzwsymal nicht genug wäre. Dergleichen Tarlarischeund Nitrosische Zustande sind / nachdem der Mondseinehat /vielerley?cr>nc^rar,on unterworssen/welches ?. tcikckcrus in Ivwnclo Sudlcrrsneo lid.z. toi.lzo.mit diesen Worten probiret: ^ccipe peivim >a-tiorem , c^usm aquü nitro^H , un<z cum diaie communimixts replcdi» < Nanc peivim li loco parulol^unse ra-<jji,,screnlSN0Äiizus,exposueris.vitjcKi8 cum aämirs-tione,sczusm Üatim incjpere icr vcre,8c bullss SHerc,6ctantoqui6em veliementius, czusntc» luminasia vicinio-xa iucrint locis lum oppotllionis, tum conjuntiio-ni8. liinc ii, quikumorikuzlalliz , nitrolis , I är-tsreisquc oblzoxü funt, I.uns vim pokilkimum scn-tiunt.ur pociaAnci, ^rtkritici, I.unatici, tt^pvckon.j cjrii>ci,5cc.

- Für das Podagra soll dieses ein treffliches Pflaster! seyn: Nimm 6. grüne, grosse/lebendige Bach-Frosche/! Oei von Camillen/ Dillen/ Spicanard/ Lilien/ jedes 2.Untzen/ Saffran-Oeli.Untz/ ungcsaltzen Schwsin-Fett i. Pfund/ Ka'.ber-Fett i. hatt, Psund/ kupkor-biumf.Quint/Weyrauch lo.Quint/Lorbeer-Oel an-derthalb Untzen/Nnrter-Fett 2. Untzen/ aus Wein ge-waschene Regen.Wurm vierdthalb Untzen/Safft vonder Attich -Wurtzen 2. Untzen/Alant auch so viel/ 6t«.ck«6o»,^izlricznze ans eine Hand voll/ wolriechendenWem 1. halb Pfund / laß alles miteinander sieden, bißder Wein eingesotten / laß es darnach durch ein SieblauffeN/UNd NiMM darzu lultisi^xriumsuri 1. Pfund/klaren Terpentin 2. Untzen,weisses Wax/so viel als zurcontittcntz des Pflasters genug ist/ Lroracis liczuicii an-derthalb Untzen/und daraus ein Pflaster gemacht. Zudieser Kranckheitnutzet die gute Oi-r am allermeisten/unddaßmandurch einen guten ^eckcum die scharffeund Schmertzen verursachendeFeuchtigkeiten wol aus-führen lasse.

Her: OiZbx giebt folgendes Mittel/ und sagt/ daßes von dem Lri>n Ouca äi kiorcnxa herkomme^Nimmvon dengrossen/ zeitigen Wachholderbeeren 8.Untzen/zerknirsche fie ein wenig, thue sie in ein Sacklein / undhange es in einen steinern/ oben engen Krug/ gieß dar-über 5. Pfund Wasser/ und verkleibe den Krug garwohl/ laß es also s. Tag undNächte stehen/ darnachseyhe das Wisser sauber ab von den Wachholderbee-ren/ in ein anders sauberö Glas/ vermache es wohl,daß nichts ausdünste/ davon trinck Morgens ein gu-tes Glaslein voll/ wann du das Podagra kommenmerckest/ und continuirsetliche Tage; wann der Pa-tient verstopfst wäre / kan er zwey Stunden vor Mit-tag oder dem Nacht-Essen/ eingemachte/ laxirendeZwetschgen aus der Apothecken einnehmen; er muß sichaber in wahrender Zeit von gesaltzenen Speisen / Fi-schen/ Schweinen-Fleisch/Salat/ und rauhen weissenWein enthalten,i äpoiiinaris sagt: Nimm breiten Wegricht/Eybisch-Wurtzen/lange Holwurtz/jedes gleich viel/stoß es/ und^ mischedarunterHönig/ieas auf/es sanfftiget und lindert! die Schmertzen; Item, Roßmarin-Wurtzenm Essig^ gesotten' und die Füssemit gewaschen/ legt die Schmer-. im und Geschwulst; Oder, Boberellen/oderJuden-

)/^)aus-d)tut ter. 417

Kirschen gegessen/ des abends/ wann man will schlaffengehen/3.oder 4.

Item/Blumen und Wurtzel von Wegwart/ gesot-ten/und wie ein Pflaster/warm aufgelegt; Oder/mmmSaffran/und mische den mit einem Eyerdsmr/und mitRosen-Oelund Rosen-Wasser/ und mit einer FedernaufdenschmertzhafftenOrr gestrichen; Jtcm / weisseNießwurtzel gesotten mit Petersii / und den Ort gesal-bet. Item/sagt gedachter apOMnsrig,welcher Ä^euschGmeftel>Saamen offrnutz^et/ der darffsichnicht besor-gen vor dem Podagra Jcem/Pole» frisch gesiossenundaufgelegt/ oder Nachtschatten-Kraut gestoßen undübergelegt.

Hcr: r)iZby sagt: Nimm ein mittelmassigeöKnob-lauch-Haut/daran s oder 6 Hautlein sind/weiche es A-bends um 6. oder?. Uhr in einen Aechtring wMen oderrothen Wein em, nnd laß es über Nacht darinnen/Morgens iß den Knoblauch nüchtern/ und trinck denWein darauf/und diß thue monatlich einmal im abneh«mendenMonden/einen Tag vor dem neuen Licht.

Folget eine Sympathetische Salbe zum Podagra:Du sollt demPatiemen zurAder lassen/oder schrepffen/und das Blut/ ohne sein Wissen/ behalten / distillir <S/zum drittenmal bey gelindem Feuer in La!«,, ktsr. zu eünein Wasser / nimm desselben 7. Untzen / Menschen,Schmaltz i . Uny / Rosen-Oel i . halbe Untz / klein -ge-schabn«'-Äenedische Seiffen i. halbe Untz/ Bären-Schmak i. Untz/ rindern Marck r halbe Untz/ alles ineine küpsterne Pfanne gethan/ laß es gemächlich sieden/so lang/biß es ein dickes Müblein wird,rühr es stets miteiner Spatel / wannsnun wohl dick wird/ wie eineSalbe / so hats genug; darnach im Zunehmen deSMonden/ alle 8. Tage einmal/ so pick dem Patientenmir einem schärften Eisen in die Sohlen, und wo er dasPodagra empfindet/ und schmier ihm bey der Wärmedie Salbe wohl hinein, so verschwindet das Podagrain 9. Wochen; die Salbe bleibt zehen Jahr in ihrerKrafft und Tugend/ wann sie an einem kühlen Ort be-halten wird.

?ünius iib.22. csp.-s. schreibt von Vertreibung

des also: Lextus?omponius ?l«etoril Virip-tlcr.k-jjlpaniTcitcrloris?rinceps, cumkorreii lui»vcntilancjis prsllclcret, corrcptus clolore pncisZrze»merlii in triricum sclc super Zenus, levatug^ue licc»tis pccjitzug mirabilcm in mocium k>oc remeckoususeli. Vistanta, sagt er serner/ ut csclo» plenv!liccet.

Für das Podagra soll dieses ein bewahrtes Mittelseyn: Man muß vorhero nach einem grossen Ameiö-Haussen/ darinnen grosse rotbe Ameisen wohnen/ imWald oder in den Wiesen umsehen; hernach soll manzurichten ein Wasser Bad / und mit einer Scbausselalle die Ameisen/samt ihren kleinen Splittern/ Genifteund Kehrsaal / darinn sie wohnen - m einen Sack/ vonnicht allzu dicker,sondern ziemlich dünn gewirckterLem-wad, einfassen/ auch in den Grmid des Haussen? gra-ben/ die Nmeis-Eyer/mit einem Theil Grundes/ auchzusammen in den Sack schütten / denftlbcn gehabe undfestzubinden/ zuvor aber thuein den Sack einen gutenTheil Wein-Hefem von dem besten weissen Wein/denman haben mag / leg diesen Sack hernach aufben Bo-den der Bad-Wannen/laß so viel warm Master draufgiessen/ als zum Bad nöthig/mit gebürlicher Warme/

Ggg ' dann