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Th. 1 (1716)
Entstehung
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197
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Ä noereö Buch/ Hauß - Vatter.

19^

9 Im Frühling soll man keinen Baum düngen / eswachsen davongern Würm und Ungeziefer / die schwden dem Baum und der Wurtzel.

10 Muß von den Bäumen schaben/ bey abnehmen-den Monden und feuchten Wetter.

11 Wann die Mertzen-Luffr dür: gewesen/dieBau-me fieissig begiessen/ mit faulen Wasser/ oder mit Blutvon gefchlachten Thieren/doch die Stamme nicht bene-tzen/sonderlich an den jungen zarten Väumlein.

12 Dsn schwachen Peltzern muß man die Blühe ab-nehmen.

1 z Wann von raren und köstlichem Obst alle zweenZweige komen/kan man den einen/ wann es sich schickt/gemach biegen/und in das hierzu bereitet und angeschüt-tet Erdreich 2 Schuh tief legen / gute Gail zuschütten/und an einen Stecken binden : In dieser Gruben be-kommt er Wurtzen/ und kan sodann im andern oderdritten Jahr abgeschnitten und weiter fortgepfiantztwerden / die Maulbeer und Welsche Bäume/ werdensolcher Gestalt leichtlich vermehrt.

14 Wie es mit der Kirschen-Blüh abgeht / so gehtsauch gemeiniglich mit der Wein-und Rocken Blühe.

In dem Kuchen-Garten.

l i^Jrsbrey und Türckischen Waitz bauen.

V 2 Melonen bauen/und dieKern von dem älte-sten Saamen nehmen/den man haben kan/müssen vor-her in Zucker-Wasser geweicht seyn.

z Kürbis und Erd'Aepffcl setzen/ 5 Tage nach demNeumonden/ Cucumern um S. Marcus.

4 Jetzt soll man im Artzney - Garten die Krauterund Gewächse ausnehmen/ und die verneutegedungteBettlein umsetzen / oder von neuem säen und inöFeldbringen.

5 Fenchel-Saamen säen/ vorher in Honig oder Zu-cker-Wasser eingeweicht.

6 Zwiedel-und Möhren-Saamen säen/ auch Zwie-belnstecken/ im letzten Viertel des Mondes.

7 DenWerren fleissig richte»vund sie abfangen/sonstfressen sie die zarte ausgehendeGewächse und Pflantzenweg.

8 Jetzt säet man allerley Kuchen-Kräuter/was oberder Erden wachsen ssll/im wachsenden/ was unter derErden/lm abnehmenden Monden/als Salat/Petersil/Erbsen/Bohnen/ Fageolen/ Zwiebel/ Körbel-Kraut/frühen Rettich / frühe Garten-Rübel / Seleri / Arti-schocken/Lsräi caulikor, Lauiirabi,Zucker - Rüben/?skinzcam

9 Im neuen Monden/Salat/ Sauerampffer/ Löf-fel-Kraut/ vrscuncuium und Pfeffer-Kraut/ zu ver-setzen»

'10 Spargel/ und andsxe Gatten - Kräuter fleissigjäten.

»l Im Artzney-Garten undFeld blühet ttcitcboru»

albus,^szrum,kronclla, k^rsZgriz, ?impinella,

Zonum,8^mpkitummsjus,?raxacon,Irlfoliumace»

losum.

12 Damit die Pflantzsn von den Erd-Flöhen nichtverwüstet werden/ streuet man Aschen./ Kohl-Staubund Gerber-Lohe darauf.

In dem Blumen - Garten.

1 Uchsbäume stutzen/und dergleichen:

<0 2 Die zartenGewächse/wannKalte zu besor-gen/ des Nachts fleissig decken

z Wann die Kalte fürüber ist/kan man von Citroni-und Limsni-Bäumlein/ die geradesten und glattestenZweiglein/ etwaneines Schuheslang/ abschneiden/man schabt ihnen umen zwey oder drey Finger breit dieRinden weg/ schneidet die Gipssel etwas ob/ und wannsich blciche Sprossen daran zeigen / nimmt man ihnenfolche:Se?M sie olsdaL in eineNit<Erdc/4 Finger tief/und ein baarFnßl^eitvoneinarwer: sodald nun solcheZweige aus; chicen und Wurzel bekommen / so hacktman die Erden oben herum/daß sie rogel sey/ wartet ih^rer fleissig mit Begiessen/und mmmt alles Untraut hin-weg/ so werden die Citronen im vierdten/ die Lemonienaber im fünssten Jahr ihre Frucht bringen. Mir denen jPomerantzenaber/weilsiegarzuhartvonHoitz/ gehtdieses nicht an / müssen allein durch Kern/ Pfropssen/Peltzen uud Aeugeln vermehret werden.

4 Die Welschen Früchte gemach an die kufft zustel,len; Item/ allerley Saam-Stengel auszusetzen/ undAnfangs zudecken.

s Brasilianische Bohnen/ i-uplni^rz vilia-Kör«ner/wildenSaffran/ uud allerleyBium-Saamenjustecken und zu säen.

6 Die Garten- Gänge von Gras uud Unkraut zusäubern.

7 In diesem Monat pflantzt und versetzt man auchLorbeer-Bäume/Scoräium, lViajorsn, ?rack«Iiuli»

Salbey/ öiililicum, Asop/ Thywian/ La«vendel/Saturen/Coriander/Cardobenedict/MelissenzAngelica/allerley Müntz/Erdbeer/ Indianische Negel/Sammet-Röslein / Sennen-Blumen / Rittersporn/Dicken/Gold-undSchwefel-Farben/Wunderbaum/gelben Veyel/ Mähen/ Digitalem, Listvrizm»LIcm3tirem,Lentii>nc!Ism.

8 Jetzt blühen die Tulipen/HyacinthenMulcsri.ä-nüolc>ckiz seu kumi,ris dulbosa, Huriculs urli, Lie-mst>8 Oapknoicies, Locblearia, Oantsriabsccisers,kritjllarise vari» species,(Zentians vernsmsjor Sc mi-nor, IriskumiliorprTcox, I-surocerssus, petalttc»mzjor ?uniceo, ?ullztilla, Narcissen/ I.Uium Lon-vsMum.Ocns Laninus,^rbor^ucj»,Lc>rons Imperis»lis, Lolcbieum vcrnum, I.eucc>jum bulbolum , öelli»

major. Schwerdel-Lilien/ frühe ksnunculj und Ane-monen/zc»

xi.l.

Feld Arbeit im April.

i^As von Somer-Trayd im Mertzen nicht an- s 2 Die erste Brach / ohngefehr Vierzehen Tag vor.'gebauet worden/ muß man in diesem Monat Georgi/ wann die Bäume anfangen zu blühen/ vor dieverrichte n/und nicht zu dick noch zu düüe säen. > Hand nehmen; wann anhebiges nasses Wetter/ muß ?

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