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Des Adelichen Landend Keld-Lebenö
8 Die Ställe/ wann es warm ist/ wieder ein wenigeröffnen/ und das Eis von Bronnen abraumen.
9 Auf die trächtige Stutten des Nachts fleißig Achthaben.
l<s In den Wayden/worinn die Gestütterey Som,mere über sich aushält/dieStangen ausbessern und an«binden.
11 Aus die Taglöhner Acht haben/ daß sie von Gre-gor! an/biß um Michaelis/ Morgensums. Uhr/ bißAbends um 7. Uhr/ an die Arbeit gehen und bleiben.
12 Betterund Gewand an die Sonne hencken u»dlüfften lassen.
I Z Die (Zugl-äsrobba alle halbe Jahr besichtigen/wie auch dieRüst- Cammern/ icem/Vorrath an Muni-tioy/Proviant/und dergleichen.
14 Reiffe und Faß machen lassen imVorrath/nach-dem man viel Weingebürge hat / oder em guteöteesen^offt/sder anderwärts her einkaussen.
15 Die Lämmer Hammeln lassen vor Ostern/ ehe dieHitz groß wird.
16 Bienen-Körbe ausputzen und reinigen.
17 Zäune/ Frieden/ Planeten / GeHäge / Gattern/Stieget und Wege zu machen/ die angebame Felder zuverwahren.
18 Lock-Vögel in die Finstere zu setzen.
19 Mertzen Tauben abfliegen zu lassen/ wie auch diejenigen/so im vorigen Monat ausgebrütet worden.
20 Meel im'Vorrath mahlen zu lassen / bleibt gernden Sommer.
Allerley Mertzen-V»eh ist am besten zuziehen.
22 Im ^LquinoÄio kein Artzney zu brauchen.
2z Zaun-Stecken und Spelten zu machen/ sofernes vorher (welche besser) nicht geschehen wäre. '
24 Allerley Mayer-Geflügel ansäen und brüten zulassen / auch die Eyer-Schalen von dem ausgefallenenGestügel zur Artzney fleissig aufheben.
25 Veyet-Safftund Veyel-Zucker einzumachen.
26 Den Schwemm Angelica-Wurtzel und Krautins Trincken legen/so bleiben sie gesund/man kans wohldas ganhe Jahr durch brauchen.
27 Kälber im andern Viertel um den Vollmondenabzunehmen.
»8 Maltz im Vorrath zu machen/so folgendes Jahrim Anfang zu verbräuen;wann es gemacht ij>/hinschüt-ten/und in Fürchen zu schlagen.
29 Mit dem Lager-Bier fortfahren im letzten Vier«tel/bleibt länger liegen/ und versauret nicht bald.
z o Jetzt kommt der Storch meistens bey bösem Ge-witter.
?i So M Nebel im Mertzen sind / so viel besorgetman Güsse dasselbe Jahr/ und so vielThau im Mertzensind/so viel kommen Reiffe nach Ostern.
?2 Wann man im Mertzen dieWein aufrühret/undein Stücklein Wachholder-Holtz hinein legt / so wirder niche zähe/ und bleibet lauter»
z? Jetzt kan man/wann der Westen-Wind wehet/im abnehmenden Monden/die starcken Wein ablassen.
Z4 Zwybackens im Vollmond vom guten gebeutel-ten Meel backen/ währt übers Jahr.
Z s Jetzt soll man baden/sich wol üben/Artzney brau-chen / das Haupt reinigen / und die Begierde des Ma-gens / und die anziehende Krafft stärcken / wie auch dieaufdünstende Vapores der Erden/so viel möglich/ mei-den. Jetzund soll man auch Mertzen Schnee aufheben/das Wasser davon dienet inSeitenstechen/und vor dieRothe der Augen/wie es fiatcru» und bezeugen.