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Th. 1 (1716)
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190
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Des Avelichen Land.uub Feld - Lebens

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16.Das gesponnene Garn zu äschern/und gefrierenju lassen/soll zumWircken weisser und besser seyn.Auchsolches im alten Monden waschen und zeitlich abwin-den lassen/daß mans im Mertzen den Webern bringenund wircken lassen möge. Item/den Aschen zusammensammlen.

17. Maltz im Vorrath zu machen/ und dünn aufzu-schütten.

>8.Auf das brutige Meyer-Geflügel acht haben/daßman ihnen Eyer unterlege/ und sie ansetze.

1?. Lager-Bier anfangen zu brauet.

20. Wein abziehen im letzten Vierthel/ wann einhellerTag ist/und dieWein aufrühren im wachsendenMonden/so werden sie nicht leicht zähe.

21. DemVieh fleissig streuen lassen/ sogibtsquteDung / im Sommer gibtS weniger Dünge. DieStälle warm hallen/und demVieh bisweilenTheriacauf dem Brod geben.

22. Pflüge / Egen und Acker-Zeuge wohl zuzurich-ten.

2z. DieJagd-Hunde denen Bauren auszutheilen.

24 .Zucht-Kälber / so abzunehmen/ im letzten Vier,tel zu schneiden ;Jtenv die Schweine im alten Mon-de»/ wann die gröste Kälte sürüber.

25. Die Hühner wol süttem lassen / so dienen siebald; sie warm halten.

26. In diesem und folgenden Monat istdieRegels-Birngut zu essen.

27. WerEndten/als ein gefrässigThier/über Win-ter nicht halten will / soll jetzt zu Ende dieses MonatsEndten-Eyer kauffen/und sie durchHühner ausbrütenlassen/sie kosten im Sommer nicht viel/wachsen bald/,und hat man im Herbst etwas zu essen / kan auch imWinter das Futter erspahren.

28. In dieftm Monat soll man sich sonderlich warmhalten / damit die Kälte nicht durch die Schweiß-Lö-cher eindringe / und mancherley Kranckheiten verur-sache/ keine Artzneyen und Aderlässen brausen / mas-sig leben/vor Milch/Fischen/und aller Unordnung/sichhüten.

xxxiv.

Was im Zebruarw im Garten zu thun/und zwar erstlich

im Baum-Garten.

HA Aupen-Nester und Blatter von den Bäumenabzusäubern.

2. Peltz-Zweige in diesem und folgenden Mo-nat vom ^tem-Obst brechen und peltzen lassen imwachsenden Monden/drey oder vier Tage nach demNeu-Monden/ auch junge Bäume fortsetzen im letz-ten Viertel/ disObst soll nicht wurmstichig/ sondernwehrhaffrig/ doch klein gewächsig seyn.

z. Wo blosse Oerter im Baum-Garten/mit Heu-Blumen besäen.

4. Kern- und Stein-Obst stupffen/so^bald man indie Erden kan.

5. Constantinuö will/man soll in diesem Monat denBäumen und Reben alten Harm beyschütten/ so sol-len sie fruchtbar werden/ und soll das Ungeziefer da-von fliehen.

6. Man soll keinen Peltzer naß umsetzen / noch mitnasser Erden beschütten/denn dieWurtzel wird davonschimmlicht/und verdirbt gerne.

7. Die grossen Bäume beschaben und beschneidenim Neu-Monden / drey Tage vor / oder drey Taghernach.

8. Jetzt kan man die jungen Bäume/die harteRin-den haben/am Stammen mit einem Messer nach derLange ein wenig hinunter/(doch nur subtill / und nichtbis aufs Holtz ) aufritzen/ ein Nitz oder vier, so wach-sen sie fein dick/geben sich auseinander / und werdenstarck.

y.Mansolldie Bäume/in diesem Monat ein paarSpannen weit um dieWurtzel aufhacken/gaile Dungaufdas Entblöste/nickt gar an dieWurtzel legen/ undwieder mttRafen bedecken.

ic>. Alles Stein-Obst ist am besten um diese Zeit zuversetzen/lm wachsenden Monden/zwey oder drey Ta-ge zuvor/ ehe der Mond voll wird / oder zween Tagehernack / wann er im Zeichen des Stiers / Zwil-ling Waag oder Wassermanns ist.

Im dein Kuchen-Garten:

st-Better im Garten an einemSommer-reiche)rt zu machen/Salat/Garten-Kreß/Rettich/al-lerhand Pfianhen und Blumen / auch 5cic. j darem zusäen/ und alle Nächte/ so lang die Gefrier wahret / mitStroh-geflochtenen Decken zu verhüllen.

2. Die über Winter im Garten stehende Artischo-cken-Stöcke/bcy Sonnenschein aufzudecken/damit siesauber austrocknen; zu Nachts aber/und wann nassesWetter/ wieder zudecken.

! z. Tauben - und Hühner-Mist in die Garten rra-! gen/das Erdreich in den Garten umgraben / so baldman derGefrier halber darzu kommen kan/davon wirdein schöner Wasen/ und der Mist vergeht.

4. Zu denen Saam-Kräutern sehen'm die Keller/oder Gewölber/daß sie nicht faulen/und sie aussetzen/wanns die Kälts leidet.

5. Pflantzen und Capus- Kraut zu bauen; theilsthuns am Faschungs-Tage/oder umS.Matthi«; dasFeld darzu muß vor Wmters geackert / fein gleich ge-macht/und mit Hühner Mist gedunget werden. Mankan auch wol/ wannsgefrorenist/ Hühner-Mist ausden Capus-Saamen streuen.

6. Rosen-Stauden / Ribes / Agrest/ und allerleyBrüt zu versetzen/auch alles im Garten sauber zusam-men räumen und ausbuhen / wofern es die Kälte zu-giebet.

7. Im Neumonden ist gut säen/ pflantzen/ Petersil/und dergleichen ;Jtem Bohnen.

Indem Blumen-Garten.

M.Alerien/Bindwerck und Bögen in den Gärtenzurichten und ausbessern.

2. Wiederum etliche Anemonen einlegen/ so kriegtman in ein paar Monaten Blumen etwas früher / alssonst.

Z. In