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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
Seite
328
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Z28

Deö Adelichen Land- inw Felv-Lebenö

Bäumenproccäiret/können nach angewendetem! Zwerg-Birn-uni>Aepffe!-Bäume/ vorsnjetzo/zurFleiß die erwünschten Früchte nicht ausbleiben. Nun-! Gnüge gehandelt,mehro / seye eshiemit eigentlich vom Schneiden der!

x ii.

Wie die Pfirsich -Apricot- Pflaumen-und Kirschen-Baume be-

schnitten werden; Welche Bäume an einer Spalier gut oder nicht/desgleichenwie ein Zwerg - Baum an einer Spalier gebunden und gezogen

werden müste.

In Pfersich-Baum erfordert einsonderlichs gesehen/ daß der Baum mit so wenig lang gelassenenschneiden/ sintemahl dessen Früchte von den Aesten schlechte Figur zeiget / ingleichen die Früchte /

so selbige bringen/ dem Baum in seinem jungen Leben

jungen Aesten gesucht werden müssen; überdas sind auch die Aeste / wann sie einmal getragen /nicht viel mehr wehrt / und deswegen einem solchenBaum alle Jahr neue Frucht-Aeste müssen gemehrerwerden/wie nachfolgendes zu verstehen geben wird.

Ein junger Pfersich-Baum wird im ersten und an-dernJahr (ebenfalls wievorgemeldr) knrtz beschnitten/um Anfangs rechte und gute Aeste zu verschaffen/ einsolcher/ wann er schon zween biß drey Holtz-Aeste hat/und diese Frucht-Aeste getrieben haben/so werden dan-noch solche Holtz-Aeste kurtz biß sechs oder acht Zollbeschnitten/ob schon viel Früchte mit weggeschnittenwerden/ daran sich niemand zu kehren / dann zweenund drey Aeste sind nicht genug / den Baum in die Hö-be zu ziehene/und wann solcher einmal mit wenig Ae-sten hoch gewachsen/ sind so leichtlich keine Aeste / wiean vorbemeldte Baume/ unten mehr zu machen/ wei-len solcher das Abwerssen in dem alten Holtz nicht soleichtlich vertragen kan/deswegen mußsolcherAnsangsin den jungen Arren kurtz beschnitten werden / daß erviel starcke Aeste zu treiben vermag/ die den BaumtiZuriren/ und ist auch zu wissen/ daß nicht alle solcheAeste/die er machet/zu gebrauchen sind/und zu-weilen die bestenvonder 8p-iiicr heraus/ und gegender ^>ce stehen/ welche zu ihrer Zeit weg geschnittenten werden müssen.

Nö. Mann ein Pfersich-Baum in dem ersten undandern Jahr recht kurtz geschnitten wird/ ist ihme sol-ches Zeit seines Lebens nutz und gut. Ferner/wa m ein

ein böses und kurtzes Alter anzeigen ; Hingegen einPfersich-Baum / wann er seinegehörige Aeste völlighat/ können die vieleFrüchte solchem nicht schaden/wei-len das rechte Schneiden »hme das Leben verlän-gert.

Wie wol ihrer viel vestiglich glauben/ daß ein Pfer-sich-Baum nicht viel müsse beschnitten werden/solchehaben nach ihrer Erfahrenheit nicht unrecht/ dann sieschneiden einem jungen Baum wenig Aeste ab / sol-che treiben in die Höhe/ diese hoch-gewachsene Aestewollen sie abermal nicht viel schneiden/ biß sie sehen/daß derBaum unten keine Aeste hat/ dan seyesZeit;wollen hernach solchen oben aushalten von demWach-sen/weilen die Aeste vor dasGelander hinaus stehen /welche doch notwendig wegeschnittö werde müssen/undunten an dem Stamm hat solcher keine/ oder nicht viel«ieste/un da haben solche gantz recht/daß derBaum vondemSckneiden verderben muß. Wir haben vorher/und wollen noch folgeiüies ferner zeigen/daß solche al-lezeit viel beschnitten müssen worden/ und das aus vielmahliger Pwb und Erfahrung/wie mit allen unsernhierinnen begriffnen Puncten geschehen; Ein Pfersich-Baum/-wanner sein völlige Figur (durch das rechteSchneiden/ wie vorher erwehnet) bekommen hat / sowerden seine Aeste / so in der Höhe rings umstehen /lo.b-ß l2. Zoll lang geschnitten / nemlich/die denBaum machen sollen/so aufwendig herum stehen/ dieaber mitten aus den Nebenholtz-Aesten kommen/wer

solcher bey demStamm vier biß sünff starcke Aeste hat/! den die starcken Aeste kürtzer geschnitten / solche treibenso werden solche einen Schub lang gelassen/damit er nach dem wiederum viel Aeste / als starcke undschwa-aus so gelassnen Aesten dieselbige vermehren kan / nach che.

der Vermehrung werden solche Aeste ( die sich zur8p-iiier bequemen) biß ein und ein halben/ oder langstzweenScbuh langgelassen/undist nicht gleich viel/daß ein solcher Baum/ der nur zween und drey starckeAeste hat/so lang gelassen werde / als einer / der vier/oder s. deren hat/ welches natürlich ist/iedoch wird sol-ches gesehen/ und ist meistentheils die Verführung die-se/ weilen diePfersich-Baume/wann sie schon nur zweystarcke in die Höhe gewachsene Aeste haben/jedoch vielgrosse und kleine Frucht-Aeste ihrer Seiten zu finden ;DieseFrucbt-Aeste sind Ursach / daß bey etlichen solcheÄeste drey biß vierSchuh lang gelassen/auch ohne Un-terscheid die/so nur zween Aeste haben/ so lang/ als wel-che vier und fünffAeste haben; Wird aber nachmahls

tt k. Solche schwache geben Früchte/und die star-cke werden alle Jahr kurtz geschnitten/s. biß 6. Zoll ge-lassen/ wodurch alle Jahr neue Aeste zu Früchten her-vor kommen/ und die alte ausgetragene Aeste wegge-schnitten werden / weilen sie ohnedem keine / oder garkleine Früchte mehr geben/und beginnen zeitlich dörrzu werden / die starcke lange Frucht-Aeste werden einwenig beschnitten/ und so bey einemAug viel kleineAestlein beysammen stehen/ werden nur 2. gelassen /und die in der Mitten herausgeschnitten; wannwei-rers an mehr-gemeldtem Baum aus einem kleinen Astein grösserer treibet/ als an denen Pfersich-Bäumengeschiehet / ist solcher nickt zu dulten; Obwol alleBaume durch ein recht verstandig Schneiden grössere

Früch-