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biß z. beysammen stehen. N6. Ist also nicht nöthig<^c,u l mancii-Aeste zu machen / sintemalen selbige vonsich selbsten und mehr als einem lieb ist / an die Bau-^ ms kommen / daß mancher sich nicht zu helffen weiß/wissen auch nickt woher es kommt / daß der Baum sostarck ins Holtz treibet/ und keine Früchte träget; Auswelcher unwissenden Erkanntnüß dann folget / daßalsdann solche Bäume gantz wild und verstellet wer-den; auch sich niemand zu verwundern hat / daß sol-cher bißhero keineFrüchre bringen wollte/ deßwegeneinen jeden Liebhaber hiemit zu erinnern/ sich in Achtzunehmen / und vorher wol zu erwägen / wo und anwelchem Baum solche zu dulten oder stehen bleibenkönnen / dann man muß betrachten/ daß an denenBäumen/welchenoch keine Früchte getragen/ weder(Zourm-zncis-noch falsche Aeste stehen gelassen/ nochweniger solche bey einem frischen Aug geschnitten wer-den
Hingegen muß'durchgehends verstanden werden/daß ein Hsltz-Ast allezeit bey einem frischen vollkom-menen Aug soll geschnitten seyn/deßgleichen wo hier-innen gefunden wird bey dem vierdten Aug zu schneidden/werden verstanden die vier Holtz-Augen und dlekleinen Blatter-Augen / so ein - oder halben Zoll An-fangs des Astes nahe beysammen stehen und nurBlatter bringen/ nicht sollen gezehler werden/sondernnach denselben finden sich die rechte Holtz-Augen/diesewerden alle gezehlet / sie mögen hinein / auf der Sei-ten oder aufwärts stehen/biß man kommt aufdas dritt-odervierdre Aug/so auswärts des Baums stehet ;eswird auch hierinnen vielmal gefunden/ daß ein Ast beyl dem dritten oder vierdten Aug soll geschnitten werden/weilen vielmal das dritte in den Baum hinein / unddas vierdte heraus / auch dieses hinein/und das dritteherauswärts stehet/ kan also kein gewisses Aug vor-geschrieben werden; auch wird an etlichen Arten/son-derlich Aepffel-Bäumen gesehen/daß an einem Holtz-Ast allezeit zwey Holtz-Augen nahe gegeneinanderüber-stehen/ solche zwey Auge» werden nur für ein' Aug gezehlet.
6. Ferner wird bey dergleichen Bäumen in Achtgenommen/ daß die Aeste in^iffzrcnccs, welche keinerechte Holtz-noch Frucht-Aeste seynd/nichtzu kurtz ge-schnitten/wodurch selbige in Holtz zu treiben gezwun-gen werden; Dann solcbeAeste müssen arbeiten/unddem Baum den vielen ^>afft nehmen / von welchenAesten/und wie solche zuerkennen/akbersit gemeldetworden; Dieses ist noch zu wissen / daß solche zweyer-ley seynd/ deren etliche beschnitten/etliche auch nicht be-schnitten werden. Bey einem solchen Baum ( wo-von wir anjetzo handeln ) an welchem letzt- gemeldteAeste nicht geschnitten sollen seyn/werden sie an ihrengrossen Holtz-Augen erkennet/ stehen enge bey einan-der; Diese jeynd gut / zumalen wann selbige an demOrt/ wo der Stamm nicht gar zu starck ist/ herauskommen/ und grosse Holtz-Augen an den Enden oderSpitzen haben/ bleiben / wie vorgesagt / ohne Schnei-den. Die andern/so beschnitten werden/haben Hin-gegenkleine Holtz-Augen/ weit von einander stehen/seynd viel langer als die Frucht-Aeste / werden be-schnitten/und dennoch die Lange eines unbeschnitte-
d-und Fcld-Lebenö
nen Frucht-Asts behalten sollen/ nach diesem werdenselbige / wie auch vorgemeldre/ in dem ersten Trieb/a lsimMajo und Junio wiederum ausgebrochen / ^ iedann bald davon mir mehrern soll gehandelt werden; ^Solcher Gestalt wird aus emem incMcrcnce ein ssu? iter Frucht-Ast/also und dergestalt / daß solchem k^in 'Ast im Herausgeben grösser Früchte beykommt.
Unter den Fruchr-Aesten seynd auch viclerley / alsdasind etliche/die m ihrem neuen Trieb zwischen demalten und neuen Holtz einen starcken Absatz machin/und dis bleiben ohne Schneiden/so sie aber solche zn eyAbsatz haben/auch noch keine Frucht gegeben/werd enselbige aufzwey Augen über dem zweyten Absatz ibe-schnitten.
n 6. Es ist besser/ wann sie einen Absatz haben/ undden zweyten machen wollen / so wird alsdann in d< mMajoder junge Ast über dem neu-gemachten Al j atzhinweg gebrochen.
Etliche Frucht- Aeste sind schwach / dennoch s< hrlang / an welchen solche Länge beschnitten / und d asAusbrechen darauf folgen mu^. Etliche sind ga ntzgleich / stehen starck von dem Baum/solche weU >en.gleichfalls (wann andere verhandelt) weggeschnitt u.Etliche biegen sich in die Krümme/ und sind kmtz/ di esebleiben ohne Schneiden/dieweil es gute Frucht-Acj ie/und ihre Frucht nicht lang ausbleibet.
Etliche sind gar schwache Aeste/deren osst drey l bißvier beysammen stehen/ VM welchen die mittlern h-er-aus geschnitten/ und nur zwey stehen gelassen werd« n/davon derstmckeste ohne Schneiden/ und dersöm a-che biß zwey Augen geschnitten wird; folgendes Ja hraber wird hingegen der starck« beschnitten / und Z 'erschwache stehen gelassen/damit der gute ^?afft an ! >e-nothigtenOrt gebracht / und die Früchte solcher Ge-stalt nicht lang ausbleiben können.
/.Wann aber ein Baum 6./ 7. / 8. und mehr Jal hralt wäre / und wollte dennoch keine Früchte bring« n/sondern stats frech und starck wachsen/wäre aberdo>chjeder Zeit nicht geschnitten worden/ ( welches dann j 0leicht nicht geschicht) ; Gesetzt wann nun solches g e-schicht/ so muß mit einem solchen stechen Baum solgei t-der Weise prncc6,rt werden:
Dieser Baum treibet falsche Aeste / so bey etlich« nWasser-Aeste genennet werden/ kommen aus dem < .l-ten Holtz/ und stehen an unterschiedlichen Orten/ au chzu Zeiten mitten in dem Baum / sind aber/ wie gesas ,t/falsch/und bringen so leicht keine Frucht/ vielmehr l e-nehmen sie dem Baum den Safft/ undverderben sol-chen. Diese Prob ist an unterschiedlichen berühmt enOrten/ in Gegenwart hoher Stands-Personen v< r--richtetworden/welche der Meynung waren / solcjhsBäume heraus zureissen/ allein solches ist nicht bewi l-liget/sondern halt! ein/ an etlichen Bäumen auchzwey solcher Wasser-oder falschenAeste im Früh-Jah rin der Mitten stehen gelassen/ und das an dein Ort/wo sie viel Safft ziehen können; welche Aeste dann indem ersten Jahr starck in die Höhe gewachsen/und d< -ren noch mehr neben solchen entsprossen/wodurch derBaum dergestalt abgemattet / daß er in dem erstenJahr schon etwas vom starcken Wachsen nachgelas-sen/ und die Frucht-Aeste Knöpffe angesetzet haben;